Die Vor­sorgeein­rich­tung, die eine BVG-Invali­den­rente auszuricht­en hat, ist für Rechtsmit­tel gegen (ganz oder teil­weise) ablehnende Rente­nentschei­de der Unfal­lver­sicherung nach ATSG 59 legit­imiert.

Zwar wirkt sich der Rente­nentscheid der UV grund­sät­zlich nicht unmit­tel­bar auf den grund­sät­zlichen Anspruch des Ver­sicherten gegenüber der berV aus; v.a. ist die berV nicht an die Inva­lid­itäts­beurteilung durch den UV gebun­den. Nach BVG 34a II iVm ATSG 66 II und Art. 24 f. BVV 2 kann die Vor­sorgeein­rich­tung die Hin­ter­lasse­nen- und Invali­den­leis­tun­gen aber kürzen, soweit diese zusam­men mit anderen anrechen­baren Einkün­ften, etwa Leis­tun­gen des UV, 90 Prozent des mut­masslich ent­gan­genen Ver­di­en­stes über­steigen. Zudem ist die VE nach ATSG 70 II d vor­leis­tungspflichtig. Sie ist daher berührt und hat ein schutzwürdi­ges Inter­esse an der Aufhe­bung des Entschei­des des UV.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Partner bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.