Im drit­ten Urteil mit Bezug auf die Wort­marke “Sky” der British Sky Broad­cast­ing Group Plc hält das BVer­wGer erneut fest, dass der Marke “Sky” eine nor­male Unter­schei­dungskraft zukomme, dies­mal mit Bezug auf Dien­stleis­tun­gen in der Klasse 41 (z.B. “Ser­vices d’é­d­u­ca­tion et de diver­tisse­ments”; “loca­tion de films ciné­matographiques”, “pub­li­ca­tion de mag­a­zines, livres, textes et pro­duits imprimés” usw.). Hier ist die Marke “Sky” eine Phan­tasiebeze­ich­nung. Das BVer­wGer erachtete die Marke “Skylife (fig.)” u.a für “Ser­vices de for­ma­tion et d’en­seigne­ment”, “organ­i­sa­tion de sym­po­siums”, “ser­vices de tra­duc­tion” usw.  auf dieser Grund­lage als ver­wech­sel­bar mit der Marke “Sky”.
Die Marke Skylife, die aus dem kaum stil­isierten Schriftzug “Skylife” beste­ht, enthält die ältere Marke “Sky” voll­ständig, was, wie das BVer­wGer in Bestä­ti­gung der Lehre fes­thält, meist zur visuellen Ähn­lichkeit der bei­den Zeichen führt; beson­ders, wenn die fremde Marke den Anfang der eige­nen Marke bildet. Auch der Klang der bei­den Aus­drücke sei ähn­lich, und “Skylife” habe einen klaren Bezug zum Aus­druck “Sky”. Im Ergeb­nis reichte wed­er der Zusatz “-life” noch die Stil­isierung der Marke “Skylife” aus, die Ver­wech­slungs­ge­fahr der bei­den Marken auszuschliessen. Es beste­hen auch keine aus­re­ichen­den Anze­ichen für eine Ver­wässerung dieser Marke durch andere Marken mit dem Bestandteil “sky”.

David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Partner bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.