9C_173/2009: Verjährung von Vorsorge-Beitragsforderungen bei rückwirkender Aufnahme (amtl. Publ.)

Das BGer hat­te zu prüfen, ob eine durch die BVG-Sam­mel­s­tiftung Swiss Life eingeklagte Beitragsnach­forderung für 1985 bis 1995 ver­jährt war. Die Beiträge bezo­gen sich auf die für einen Angestell­ten des Schuld­ners 2001 rück­wirk­end für die Zeit von 1985 (Inkraft­treten des BVG ) bis 1995 (Beendi­gung des Arbeitsver­trags) geschlossene Ver­sicherung. Es fragte sich, ob die Ver­jährung … weit­er­lesen

6B_492/2009: Misswirtschaft

Mit Urteil vom 18. Jan­u­ar 2010 (6B_492/2009) hat das Bun­des­gericht seine Recht­sprechung zum Straftatbe­stand der Mis­s­wirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB) erneut bestätigt. Zum Merk­mal der “nach­läs­si­gen Beruf­sausübung”, das vor­liegt, wenn geset­zliche Bes­tim­mungen der Unternehmensführung mis­sachtet wer­den, führt das Gericht aus: 2.2 […] Nach der Recht­sprechung des Bun­des­gerichts stellt die Ver­let­zung der Pflicht­en des Ver­wal­tungsrats … weit­er­lesen

5A_715/2009: Auslegung einer testamentarischen Klausel

Das BGer hat­te fol­gende, in einem Tes­ta­ment enthal­tene Klausel auszule­gen: “… also ich Z.________ ver­füge, über haushalt gegen­stand coup℗on am hause W.________ habe ich so 440 000 fr. einge­set­zt an meinen nef­fen für all seine arbeit die er alles gratis und zur voll­sten zufrieden­heit aus geführt hat, ist das nicht zu viel 10000 auch bekommt … weit­er­lesen

1C_374/2009: keine Freigabe von Duvalier-Geldern (amtl. Publ.)

Das BGer heisst eine Beschw­erde gegen ein Urteil des Bun­desstrafgerichts gut. Beschw­erde­führerin war die Stiftung “Fon­da­tion Brouil­ly”, eine liecht­en­stein­er Stiftung, in welch­er Simone Duva­lier, die Mut­ter von Jean-Claude Duva­lier (“Baby Doc”), Gelder parkiert hat­te. Das BGer sieht keine Rechts­grund­lage für eine Rück­gabe der Gelder, weil die Duva­lier vorge­wor­fene Bil­dung ein­er krim­inellen Vere­ini­gung ver­jährt sei (vgl. … weit­er­lesen

2C_99/2009: Enge Auslegung von BGG 86 III (“Entscheide mit vorwiegend politischem Charakter”) (amtl. Publ.)

BGG 86 III sieht eine Aus­nahme der Regel von http://www.admin.ch/ch/d/sr/173_110/a86.html (“Die Kan­tone set­zen als unmit­tel­bare Vorin­stanzen des Bun­des­gerichts obere Gerichte ein…”) und hat fol­gen­den Wort­laut: “Für Entschei­de mit vor­wiegend poli­tis­chem Charak­ter kön­nen die Kan­tone anstelle eines Gerichts eine andere Behörde als unmit­tel­bare Vorin­stanz des Bun­des­gerichts ein­set­zen.” Das BGer hat BGG 86 III bere­its ange­wandt, bish­er … weit­er­lesen

B‑3189/2008: “terroir” (fig.) ist für Lebensmittel usw. Gemeingut bzw. irreführend

Die Marke ist laut BVer­wGer für u.a. Fleisch, Fisch, getrock­netes Gemüse, Kon­fitüren, Milch, Sago, Hefe, lebende Tiere, Fut­ter­mit­tel, Biere, Verpfle­gung, Cater­ing usw. als Gemeingut iSv MSchG 2 a bzw. als sach­lich irreführend iSv MSchG 2 c nicht schutzfähig. Das BVer­wGer deutet an, dass es allen­falls zu einem anderen Schluss gekom­men wäre, wenn für die beansprucht­en … weit­er­lesen

SEVIKAR” und “SEVCAD” (Pharmazie) wegen Vokalfolge und Silbenzahl nicht verwechselbar

Das BVer­wGer kommt gestützt auf die Recht­sprechung zur Ver­wech­sel­barkeit von Zeichen im Bere­ich phar­mazeutis­ch­er Pro­duk­te* zum Ergeb­nis, die Zeichen “SEVIKAR” und “SEVCAD” seien nicht ver­wech­sel­bar iSv MSchG 3 I c. *Dans le domaine des mar­ques de pro­duits phar­ma­ceu­tiques com­posées de plusieurs syl­labes, l’ex­is­tence d’un risque de con­fu­sion a générale­ment été admis lorsque les mar­ques ne … weit­er­lesen

5A_576/2009: (Keine) wichtigen Gründe für eine Namensänderung (amtl. Publ.)

Auf­grund ein­er Namen­sän­derung iSv ZGB 30 trug die Tochter eines Ehep­aars mit Nach­na­men “R.” for­t­an den Fam­i­li­en­na­men “Y.” und, nach ein­er Heirat mit X., den Allianz­na­men “X.-Y.” Später stellte sie das Gesuch, ihren Fam­i­li­en­na­men von “X.-Y.” auf “R.-X.” ändern zu dür­fen. Das Gesuch wurde abgewiesen. Gegen das Urteil des OGer ZH gelangte X.-Y. ans BGer, … weit­er­lesen

4A_394/2009: Handschenkung bei (mehrgliedriger) Überweisung (amtl. Publ.)

Eine sehr ver­mö­gende Per­son hat­te auf ein Kon­to, über das sie gemein­sam mit einem seit Jahrzehn­ten befre­un­de­ten Gen­fer Anwalt ver­fü­gungs­berechtigt war (joint account), eine grössere Summe über­weisen lassen. Der Anwalt leit­ete dieses Geld auf sein eigenes Kon­to weit­er und berief sich später darauf, es habe sich bei diesem Geld um eine Schenkung gehan­delt. Strit­tig zwis­chen … weit­er­lesen

2C_380/2009: Anforderungen an eine Zugangsbeschwerde nach RTVG 97 II b (amtl. Publ.)

Das BGer hat eine Beschw­erde des VgT, han­del­nd durch Erwin Kessler, gegen einen Entscheid der UBI gutheis­sen und die Sache zu neuer Entschei­dung zurück­gewiesen (vgl. zu einem früheren Urteil i.S. VgT unseren früheren Beitrag). Die UBI war auf eine Beschw­erde gegen die ange­bliche Boykottprax­is zu Las­ten des VgT zu Unrecht nicht einge­treten. Sie musste die … weit­er­lesen