4A_346/2007: Massenentlassung durch die Swiss Dairy Food: keine Entschädigungen (amtl. Publ.)

Gegen die in Nach­lasstun­dung ste­hende Swiss Dairy Food (SDF) klagten ehe­ma­lige 63 Mitar­beit­er der Pro­duk­tion­sstätte Mont-sur-Lau­sanne auf eine Entschädi­gung in der Höhe von 2 Monat­slohnen wegen miss­bräuch­lich­er Kündi­gung (OR 336 II c und OR 336a III). Vor BGer war nicht umstrit­ten, dass die SDF die Kläger ent­lassen hat­te, ohne ihre Pflicht­en nach OR 335f (Masse­nent­las­sung) … weit­er­lesen

5A_566/2007: Keine Fristwiederherstellung

Das BGer ver­weigerte die Wieder­her­stel­lung ein­er Frist; es warf dem Anwalt vor, das Hin­der­nis durch seine Abwe­sen­heit und der inter­nen Organ­i­sa­tion seines Büros selb­st begrün­det zu haben. Zudem musste sich der Anwalt anrech­nen lassen, dass eine Hil­f­sper­son aus Verse­hen einen Brief nicht weit­ergeleit­et hat­te und dann wegen des Ziehens von Weisheit­szäh­nen nicht arbeit­en kon­nte. “Der … weit­er­lesen

4A_374/2007: Pralinenform hier als Gemeingut nicht schützbar

Das BGer weist eine Beschw­erde gegen ein Urteil des Bun­desver­wal­tungs­gerichts ab. Das IGE erliess einevor­läu­fige Schutzver­weigerung nach PVÜ 6quinquies B 2 und MSchG 2 a für eine Pra­li­nen­form (Gemeingut). Daran hielt das IGE auch nach ein­er Ein­schränkung der beansprucht­en Waren auf “Schoko­lade­pro­duk­te, näm­lich Pra­li­nen” fest. Das BVer­wGer hat­te den Entscheid bestätigt. Die Vorin­stanz hat­te erkan­nt, … weit­er­lesen

4C.409/2006: Auslegung einer Willenserklärung (Verhalten in Vergleichsverhandlungen)

Nach ein­er Kündi­gung schlug der Arbeit­nehmer (AN) alle Abfind­ungsange­bote aus und machte gel­tend, er sei aus per­sön­lichen und aus anti­semi­tis­chen Grün­den ent­lassen wor­den. Er forderte eine höhere Anfind­ung und eine Rente und dro­hte, die Arbeit­ge­berin anzuschwärzen. Späer akzep­tierte der AN eine Abfind­ung von CHF 90’000. Als die Arbeit­ge­berin (AG), eine Tochter eines US-Konz­erns, die Unterze­ich­nung … weit­er­lesen

5A_375/2007: Schätzung einer Geschäftsliegenschaft: gewichtete oder hedonische Methode? (amtl. Publ.)

Ein­er AG wurde in ein­er gegen sie laufend­en Betrei­bung auf Grundp­fand­ver­w­er­tung eine Neuschätzung der Liegen­schaft eingeräumt. Als die neue Schätzung einen nach Ansicht der AG zu tiefen Verkehr­swert ergab, ver­langte sie, erfol­g­los, den Verkehr­swert auf eine bes­timmte, höhere Summe festzule­gen. Strit­tig war die Schätzmeth­ode. Das BGer, das bei Liegen­schaften­schätzun­gen nur prüfen kann, ob das Ver­fahren … weit­er­lesen

4A_221/2007 und 4P.239/2006: Begründungsanforderungen an kennzeichenrechtliche Massnahmeentscheide (amtl. Publ.)

Die Aller­gan Inc. mit Sitz in Kali­fornien hat Marken mit dem Bestandteil “BOTOX” reg­istri­eren lassen. Sie klagte auf Unter­las­sung gegen die Labo Cosprophar AG, die unter der Marke “BOTOINA” eine Kos­metik­lin­ie zur Entspan­nung von Aus­drucks­fal­ten vertreibt. Im Mass­nah­mev­er­fahren entsprach das Zivil­gericht BS dem Gesuch auf die Annahme entsprochen, die Marke und das Erschei­n­ungs­bild der BOTOINA-Pro­­duk­te … weit­er­lesen

5A_324/2007: Ablehnung eines Richters (amtl. Publ.)

Das BGer hat entsch­ieden, dass ein Richter, der von ein­er Partei ange­grif­f­en wird, noch nicht als befan­gen erscheint; anders, wenn er darauf Strafantrag stellt. Ein Richter kann nicht schon deshalb abgelehnt wer­den, weil eine Partei ihre Feind­schaft gegenüber diesem Richter aus­ge­drückt hat: “Le fait qu’une par­tie s’en prenne vio­lem­ment à un juge trahit cer­taine­ment l’inim­i­tié … weit­er­lesen

4A_369/2007: Entschädigung bei fristloser Entlassung

Die Arbeit­ge­berin wehrt sich vor BGer erfol­g­los gegen ein Urteil des OGer LU, das dem Arbeit­nehmer wegen ungerecht­fer­tigter frist­los­er Ent­las­sung eine Entschädi­gung von vier Monat­slöh­nen zuge­sprochen hat­te (OR 337c III). Das BGer bestätigt das Urteil. Offen­bar hat­te der Arbeit­nehmer die tele­fonis­che Mit­teilung eines Codes ver­weigert, aber sein Mitwirken beim Öff­nen des Tre­sors ange­boten (der Sachver­halt … weit­er­lesen

4A_261/2007: stillschweigende Weiterführung und Übertragung eines Agenturvertrags

Gestal­tungserk­lärun­gen sind aus­nahm­sweise wider­ru­flich, näm­lich u.a. dann, wenn der Erk­lärungsempfänger nicht schutzbedürftig ist. Dies trifft, so das BGer, zu, wenn der Erk­lärungsempfänger mit der Rück­nahme der Gestal­tungserk­lärung ein­ver­standen ist. Im vor­liegen­den Fall traf dies zu für einen Agen­turver­trag, der zwar gekündigt, dann aber stillschweigend weit­erge­führt wurde.  Der Agen­turver­trag war fern­er auf eine andere Gesellschaft über­tra­gen wor­den. … weit­er­lesen

4A_267/: Willkürliche Festlegung der Parteientschädigung (Kt. LU)

Das ange­focht­ene Urteil des OGer LU ist “äusserst knapp” gefasst und in Teilen (Prozesskosten) willkür­lich. Das stellt das BGer auf eine Beschw­erde fest, die “in weitschweifiger und unüber­sichtlich­er Weise zahlre­iche Rügen durcheinan­der mis­cht”. Das BGer übt zunächst Kri­tik am Urteilsstil des OGer LU: “Das ange­focht­ene Urteil des Oberg­erichts ist äusserst knapp gefasst. Es enthält namentlich keine … weit­er­lesen