2C_384/2016: Submission, nachträgliche Erfüllung von Eignungskriterien (amtl. Publ.)

Gegen­stand dieses Urteils war ein offenes Ver­gabev­er­fahren, in welchem die Leis­tun­gen für die Samm­lung und den Trans­port von Sied­lungsab­fall vergeben wur­den. Als Eig­nungskri­teri­um wurde ins­beson­dere der Nach­weis der Zulas­sungs­be­wil­li­gung (Trans­portl­izenz) gemäss Art. 3 STUG ver­langt. Die A. AG und die C. AG reicht­en am 18. Sep­tem­ber 2015 frist­gerecht je ein Ange­bot ein. Am 23. Sep­tem­ber 2015 wurde die A. AG aufge­fordert, fehlende…

4A_269/2017: Auftragsvertrag, Erfolgshonorar (amtl. Publ.)

Diesem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: A und die B. AG (han­del­nd durch A) unterze­ich­neten am 4. Mai 2008 ein schriftlich­es Ange­bot “Man­datsvere­in­barung Pro­jekt D.” der C. AG, das diese als “exklusive[r] M&A Berater im Zusam­men­hang mit dem Verkauf der B. AG” unter­bre­it­et hat­te. Die C. AG verpflichtete sich, A und die B. AG zu berat­en und zu unter­stützen, wobei…

5A_204/2017: Bestimmtheit eines Urteilsdispositivs für Unterhaltsbeiträge (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Urteil hat­te das Bun­des­gericht zu entschei­den, inwiefern gestützt auf einen Gericht­sentscheid betr­e­f­fend Kindesun­ter­halt defin­i­tive Recht­söff­nung erteilt wer­den kann. Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: Am 21. Sep­tem­ber 2010 hat­te das Kan­ton­s­gericht Nid­walden in der von A. (Jg. 1995, Tochter von B. und C. und dama­lige Klägerin / heutige Beschw­erde­führerin) gegen B. (Mut­ter von A., dama­lige Beklagte / heutige…

4A_482/2014: Kündigung eines Mietverhältnisses während der Sperrfrist (amtl. Publ.)

…Grün­den (insb. For­m­man­gel) als nichtig oder unwirk­sam erkan­nte Kündi­gung “wieder­hole” (z.B. BGer 4C.252/2002 vom 8. Novem­ber 2002 E. 3.1). Abge­se­hen von diesem Grund beste­he kein Grund, den zeitlichen Kündi­gungss­chutz über die geset­zlich bes­timmten Aus­nah­me­fälle hin­aus weit­er einzuschränken (E. 2.8). Schliesslich weise die Lehre zu Recht darauf hin, dass eine der­ar­tige zusät­zliche Voraus­set­zung für die Anfecht­barkeit der Kündi­gung wenig prak­tik­a­bel wäre…

5A_207/2007: Limitiertes Vorkaufsrecht (amtl. Publ.)

…in zweifach­er Hin­sicht inter­es­sant: Erstens hat das BGer entsch­ieden, dass es nicht gegen Bun­desrecht ver­stösst, wenn bei lim­i­tierten Vorkauf­s­recht­en auch der Vorkaufsverpflichtete — und nicht nur der Drit­tkäufer — als pas­sivle­git­imiert betra­chtet wird (anders bei unlim­i­tierten Vorkauf­s­recht­en auf­grund ein­er anderen Inter­essen­lage). Zweit­ens hat die Vere­ini­gung aller Abteilun­gen des Bun­des­gerichts beschlossen, dass die vor­sor­gliche Erhe­bung der Beschw­erde unter der Bedin­gung, dass…

4A_540/2018: Voraussetzungen für den Ausschluss der Anwendung des 3. Teils der ZPO zugunsten des 12. Kapitels des IPRG (amtl. Publ.)

Im Entscheid 4A_540/2018 vom 7. Mai 2019 befasste sich das Bun­des­gericht mit der Frage, unter welchen Voraus­set­zun­gen Parteien im Rah­men eines Bin­nen­schiedsver­fahrens (im vor­liegen­den Fall in einem Ver­fahren vor dem Court of Arbi­tra­tion for Sport) rechts­gültig die Anwend­barkeit des 3. Teils der ZPO (das die Bin­nen­schieds­gerichts­barkeit regelt) zugun­sten des 12. Kapi­tels des IPRG (das die inter­na­tionale Schieds­gerichts­barkeit regelt) auss­chliessen können…

5A_124/2016: Sicherungsmassnahmen nach Art. 99 SchKG (amtl. Publ., frz.)

Im vor­liegen­den Urteil hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Frage zu befassen, ob Sicherungs­mass­nah­men gemäss Art. 99 SchKG ein­er Stel­lung­nahme oder ein­er Ver­fü­gung gle­ichzuset­zen sind. Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: A war vom Arbeits­gericht Genf verurteilt wor­den, dem B einen Betrag aus Arbeitsver­trag zu bezahlen. In der Folge erhielt A vom Betrei­bungsamt einen Zahlungs­be­fehl und erhob keinen Rechtsvorschlag. B…

5D_153/2011: Rechtliches Gehör; zu Recht keine Stellungnahme zu einer inhaltslosen “Eingabe” eingeholt (amtl. Publ.)

…dadurch ver­let­zt wor­den, dass ihm die “déter­mi­na­tions écrites” der Gläu­bigerin nicht zur Stel­lung­nahme zugestellt wor­den waren. Das betr­e­f­fende Doku­ment enthielt jedoch lediglich den Antrag an den Richter, auf Grund­lage der vom Schuld­ner vorgelegten Doku­mente zu entschei­den. Beila­gen dazu wur­den nicht ein­gere­icht. Zu ein­er solchen Eingabe musste, wie das BGer fes­thält, keine Stel­lung­nahme einge­holt wer­den: “2.2 Il ressort de la déci­sion entreprise…

9C_568/2007: Rückwirkende Berücksichtigung einer Lohnnachzahlung für die BVG-Rente (amtl. Publ.)

Eine Kranken­schwest­er, die auf der Grund­lage ein­er Inva­lid­ität von 100% Leis­tun­gen der Vor­sorgeein­rich­tung bezog, erstritt vor Gericht Lohn­nachzahlun­gen, weil der ursprünglich fest­gelegte Lohn geschlech­ter­diskri­m­inierend und mit dem Gle­ich­stel­lungs­ge­setz nicht vere­in­bar war. — Die VE lehnte es ab, den der Rente zugrun­degelegten mass­geben­den Lohn entsprechend und rück­wirk­end zu erhöhen.  Wie das BGer fes­thält, muss die nach­bezahlte Summe als nach Arbeitsver­trag geschuldet…