UWG-Revision: Botschaft verabschiedet

Der Bun­desrat hat heute die Botschaft zu ein­er Änderung des Bun­des­ge­set­zes gegen den unlauteren Wet­tbewerb (UWG) ver­ab­schiedet. Die vorgeschla­gene Revi­sion soll den Schutz gegen einzelne täuschende Geschäft­sprak­tiken verbessern, die Durch­set­zbarkeit der geset­zlichen Bes­tim­mungen erle­ichtern und die Grund­lage für die Zusam­me­nar­beit mit aus­ländis­chen Lauterkeit­sauf­sichts­be­hör­den schaf­fen. Die materiell­rechtlichen Neuerun­gen im UWG zie­len darauf ab, den Miss­brauch von Offer­ten für Reg­is­tere­in­träge und Insertionsaufträge…

2C_934/2020 — Pauschalgebühr im Zusammenhang mit der Meldung von Zusammenschlussvorhaben

…falls nötig, die ver­tiefte materielle Beurteilung der Frage stat­tfinde, ob durch den Vol­lzug des Zusam­men­schlussvorhabens wirk­samer Wet­tbewerb beseit­igt werde (E. 4.2.1). Diese Abgren­zung habe der Geset­zge­ber in Art. 10 Abs. 1 KG weit­er verdeut­licht: Der meldepflichtige Zusam­men­schluss stelle gemäss dieser Bes­tim­mung eine Voraus­set­zung dar, damit das Vorhaben im Rah­men ein­er ver­tieften Prü­fung weit­er beurteilt wer­den dürfe. Demge­genüber diene die vorläufige…

WEKO: kein Zusammenschluss von Orange und Sunrise

Die Weko hat den Zusam­men­schluss der Telekom­mu­nika­tion­sun­ternehmen France Télé­com SA (Orange) und Sun­rise Com­mu­ni­ca­tions AG unter­sagt, wie heute bekan­nt wurde (vgl. auch “Presserohstoff/Fact Sheet”, pdf, und das Inter­view mit Prof. Stof­fel in der NZZ). Aus Sicht der Weko­hätte das Fusion­spro­dukt zusam­men mit der Swiss­com im schweiz­erischen Mobil­funkmark­teine kollek­tiv mark­t­be­herrschende Stel­lung ein­genom­men, die geeignet wäre, den wirk­samen Wet­tbewerb zu beseit­i­gen; besonders,…

Revision des Korruptionsstrafrechts auf den 1. Juli 2016 in Kraft gesetzt

…zu kein­er einzi­gen Verurteilung gekom­men. Pri­vatbestechung wird deshalb — auss­er in leicht­en Fällen — neu von Amtes wegen ver­fol­gt wer­den. Zudem ist heute die Bestechung von Pri­vat­en nur straf­bar, wenn sie zu Wet­tbe­werb­sverz­er­run­gen im Sinne des Geset­zes über den unlauteren Wet­tbewerb (UWG) führt. Die Revi­sion ver­schiebt deshalb die entsprechen­den Straf­bes­tim­mungen vom UWG ins Strafge­set­zbuch. Damit wer­den in Zukun­ft auch Schmiergeldzahlungen…

Ausgewählte Entwicklungen im europäischen Kartellrecht (KW 12–14)

…kartell­rechtlich­er Sicht gewähren die Patentin­hab­er ihren Konkur­renten dann einen wet­tbe­werb­skon­for­men Zugang zu den geschützten Tech­nolo­gien, wenn sie die Lizen­zen zu FRAND-Kon­di­tio­nen vergeben, wozu sie sich gegenüber den Nor­mung­sor­gan­i­sa­tio­nen unwider­ru­flich verpflicht­en müssen (sog. FRAND-Selb­stverpflich­tung; FRAND=“fair, rea­son­able and non-dis­crim­i­na­to­ry”). Motoro­la ste­ht nun im Ver­dacht, bes­timmte Paten­trechte, welche etwa für das Ein­hal­ten von Mobil­funk­stan­dards wie UMTS zwin­gend benötigt wer­den, miss­bräuch­lich ver­wen­det zu haben,…

2C_113/2017: Vertrieb von Tickets im Hallenstadion Zürich, Verstoss gegen Art. 5 und 7 KG bejaht

…fehlen­der unzuläs­siger Wet­tbe­werb­sabrede eingestellt. Das Bun­desver­wal­tungs­gericht hob diese Ein­stel­lungsver­fü­gung auf und wies die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä­gun­gen an die Weko zurück. Das Bun­des­gericht erwog zunächst, in diesem beson­ders gelagerten Fall die selb­ständi­ge direk­te Anfech­tung dieses Zwis­ch­enentschei­ds zuzu­lassen. Dies, weil aus dem Urteil des Bun­desver­wal­tungs­gerichts klar her­vorge­he, dass sowohl eine Ver­let­zung von Art. 5 als auch eine von…

4A_567/2012: UWG-Massnahmeentscheide nicht persönlichkeitsverletzend; kein nicht wiedergutzumachender Nachteil

Im vor­liegen­den Fall gelangten die Beschw­erde­führerin­nen gegen einen Mass­nah­meentscheid ans BGer. Den für die Zuläs­sigkeit der Beschw­erde erforder­lichen nicht wieder gutzu­machen­den Nachteil (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) ver­sucht­en sie mit ein­er Per­sön­lichkeitsver­let­zung zu begrün­den. Sie wür­den im Mass­nah­meentscheid so dargestellt, als hät­ten sie als Ans­tifter oder Gehil­fen unlauteren Wet­tbewerb began­gen. Zwar kann der Vor­wurf, sich wirtschaftlich unlauter zu verhalten,…

Änderungen des DSG in Kraft per 1. Dezember 2010

…vor, dass der Bun­desrat die Infor­ma­tion­spflicht auf die Beschaf­fung von beson­ders schützenswerten Per­so­n­en­dat­en und von Per­sön­lichkeit­spro­filen beschränken kann, wenn durch die Infor­ma­tion­spflicht deren Wet­tbe­werb­s­fähigkeit beein­trächtigt würde. Von ein­er Beein­träch­ti­gung der Wet­tbe­werb­s­fähigkeit ist dann auszuge­hen, wenn das betrof­fene Organ im direk­ten Wet­tbewerb mit ein­er pri­vat­en Unternehmung ste­ht. Dies ist beispiel­sweise nicht der Fall, wenn das Organ auss­chliesslich geset­zliche Auf­gaben für die…

4A_203/2009: Sendelandprinzip im Urheberrecht; Ausstrahlung von M6 zulässig (amtl. Publ.)

…der Urhe­ber­rechtsin­hab­er ver­let­zt wed­er das Urhe­ber­rechts­ge­setz (URG) noch das Bun­des­ge­setz gegen den unlauteren Wet­tbewerb (UWG). Dies hat das Bun­des­gericht in sein­er öffentlichen Urteils­ber­atung vom 12. Jan­u­ar 2010 entsch­ieden und die entsprechende Klage der SRG abgewiesen. Mit dieser hat­te die SRG die gerichtliche Fest­stel­lung und Besei­t­i­gung der­ar­tiger Rechtsver­let­zun­gen ver­langt und beantragt, dass der Métro­pole Télévi­sion ver­boten werde, bes­timmte Filme, Fernse­hfilme sowie…

WEKO eröffnet Untersuchung im Bereich des Strassen‑, Hoch- und Tiefbaus im Kanton Graubünden

Mit Pressemit­teilung vom 1. Novem­ber 2012 gibt die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) bekan­nt, dass sie am 30. Okto­ber 2012 eine Unter­suchung im Bere­ich des Strassen‑, Hoch- und Tief­baus eröffnet hat. Die Unter­suchung richtet sich gegen ver­schiedene Unternehmen im Unteren­gadin, Kan­ton Graubün­den. Die WEKO geht davon aus, dass sich die betrof­fe­nen Unternehmen an Wet­tbe­werb­sabre­den beteiligt haben, welche die Koor­di­na­tion der Zuteilung von Auss­chrei­bun­gen sowie…