2C_882/2014: MWSt auf den Billag-Empfangsgebühren zu Unrecht erhoben | Senkung des Jahresbetrages per 1. Mai 2015

…(s. Art. 18 Abs. 2 lit. l MWStG; sin­ngemäss gle­ich: Art. 23 Abs. 1 Satz 2 aMW­StG; AS 2000 1300). Die Bil­lag berief sich auf die Verord­nungsregelung des Bun­desrates, welche vorse­he, die Emp­fangs­ge­bühren inklu­sive dem aktuell gülti­gen MWSt-Satz (2,5%) zu fak­turi­eren (s.u.a. Art.14 Ziff. 1 MWStV). Demge­genüber hielt das Bun­des­gericht hielt fest, dass Dien­stleis­tun­gen im Bere­ich von Radio und Fernse­hen prinzip­iell dem…

5A_37/2011: Eigen- und Errungenschaftsgut; güterrechtliche Zuordnung und Beweislast

…fragliche Ver­mö­genswert zuge­ord­net wer­den muss […]. Von der güter­rechtlichen Zuord­nung eines bes­timmten Ver­mö­gens­ge­gen­standes zu unter­schei­den ist die völ­lig anders gelagerte Frage, wer die Beweis­last dafür trägt, dass Mit­tel der einen Ver­mö­gens­masse zur Tilgung von Schulden bzw. zum Erwerb von Ver­mö­gens­ge­gen­stän­den der andern beige­tra­gen haben, so dass der­jeni­gen Güter­masse, die für die andere aufgekom­men ist, eine entsprechende Ersatz­forderung zuste­ht, die entweder…

EFD: Reduktion des MWSt-Normalsatzes (neu: 7.7%), des Beherbergungssatzes (neu: 3.7%) und der meisten Saldosteuersätze per 1. Januar 2018

…2017 mit­geteilt. “Mass­gebend für den anzuwen­den­den Steuer­satz sind wed­er das Datum der Rech­nungsstel­lung noch der Zahlung, son­dern der Zeit­punkt respek­tive der Zeitraum der Leis­tungser­bringung. Bis zum 31. Dezem­ber 2017 erbrachte Leis­tun­gen unter­liegen grund­sät­zlich den bish­eri­gen, ab dem 1. Jan­u­ar 2018 erbrachte Leis­tun­gen den neuen Steuer­sätzen” (aus Ziff. 2.1 MWSt Info 19, in Konkretisierung von Art. 112 und 115 MWStG). Diese…

4A_144/2010: keine Revision aufgrund neuer Diagnose-Methode im Pechstein-Verfahren (amtl. Publ.)

Das BGer hat dem Ver­fahren i.S. Pech­stein ein weit­eres Kapi­tel hinzuge­fügt. Clau­dia Pech­stein wurde wegen eines ungewöhn­liche Retiku­lozyten-Werts im Juli 2009 für zwei Jahre ges­per­rt und machte eine Erbkrankheit gel­tend. Im fol­gen­den Ver­fahren vor dem TAS beantragte Pech­stein nach Abschluss der Experten-Hear­ings die Wieder­eröff­nung des Ver­fahrens — ein Gutachter habe seine Mei­n­ung vor den Hear­ings offen­bar zugun­sten von Pech­stein geändert…

2C_356/2012: Bewilligungspflichtiger Personalverleih bei Betreuungs- und Haushaltsdiensten in Privathaushalten

…3.2): Im Rah­men des Ver­lei­hver­trags verpflichtet sich der Per­son­alver­lei­her dem­nach nicht zur Erbringung ein­er bes­timmten Arbeit­sleis­tung, die er durch Hil­f­sper­so­n­en aus­führen lässt, son­dern vielmehr dazu, dass er entsprechende Arbeit­nehmer sorgfältig auswählt und gegen Ent­gelt dem Ein­satz­be­trieb unter Ein­räu­mung wesentlich­er Weisungs­befug­nisse über­lässt (Botschaft zu einem rev­i­dierten Bun­des­ge­setz über die Arbeitsver­mit­tlung und den Per­son­alver­leih, BBl 1985 II 556, Ziff. 233.1; CHRISTIAN DRECHSLER, Per­son­alver­leih: unscharfe Gren­zen, AJP 2010 S.…

6B_80/2011: Herausgabe von eingezogenen Vermögenswerten; Dritterwerber oder Direktbegünstigter

Im Zusam­men­hang mit der Einziehung bzw. Her­aus­gabe von beschlagnahmten Ver­mö­genswerten an die geschädigten Beschw­erdegeg­n­er geht es in dem Urteil 6B_80/2011 vom 8. Sep­tem­ber 2011 um die Rechts­frage, ob der Beschw­erde­führer als „Drit­ter­wer­ber“ im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB oder als bloss­er „Direk­t­begün­stiger“ anzuse­hen ist.  In Art. 70 Abs. 2 StGB wer­den die Voraus­set­zun­gen der Anerken­nung von Drit­terwerb geregelt. Danach…

B‑6588/2018: Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen — Verletzung des Urheberrechtsgesetzes, unklare Ausschreibungsunterlagen, ungenügende Transparenz betreffend Vorbefassung

Die SBB schrieben einen Wet­tbewerb für die Pro­jek­tierung und Umset­zung der Erweiterung des Bahn­hofs Zürich Stadel­hofen in einem selek­tiv­en Ver­gabev­er­fahren aus. Der mit dem ursprünglichen Bau des Bahn­hofs beauf­tragte Architekt, San­ti­a­go Cala­tra­va, und dessen Unternehmen focht­en die Auss­chrei­bung an und ver­langten deren Aufhe­bung. Das Bun­desver­wal­tungs­gericht wies den Antrag der Beschw­erde­führer auf Erteilung der auf­schieben­den Wirkung ab, da auf die erhobenen…

Geplante Änderungen von Art. 8a, 73 und 85a SchKG

…ein entsprechen­des Gesuch gestellt hat, sofern der Gläu­biger nach Ablauf ein­er vom Betrei­bungsamt ange­set­zten Frist von 20 Tagen den Nach­weis nicht erbringt, dass rechtzeit­ig ein Ver­fahren zur Besei­t­i­gung des Rechtsvorschlages ein­geleit­et wurde. Sofern dieser Nach­weis nachträglich erbracht oder die Betrei­bung fort­ge­set­zt wird, wird sie Drit­ten wieder zur Ken­nt­nis gebracht. Weit­ere Änderun­gen betr­e­f­fen Art. 73 SchKG, wonach der Schuld­ner neu jederzeit…

2C_196/2017: subjektiver Geltungsbereich des öffentlichen Beschaffungsrechts; Begriff “Einrichtung des öffentlichen Rechts” (amtl. Publ.)

…im oblig­a­torischen Bere­ich der Kranken­ver­sicherung nach geset­zlich fest­gelegten Kri­te­rien. Diese seien zwar darauf gerichtet, nur wirtschaftlich erbrachte Leis­tun­gen zu entschädi­gen; eine regel­rechte Wet­tbe­werb­ssi­t­u­a­tion wür­den sie aber nicht her­vorzu­rufen ver­mö­gen (E. 4.5.3). Das­selbe gelte mit Blick auf die Leis­tungsqual­ität, die sich im Bere­ich der oblig­a­torischen Kranken­ver­sicherung in einem geset­zlich definierten Kor­ri­dor bewege (E. 4.5.4). Nach Mass­gabe dieser Gesicht­spunk­te erweise sich der…

4A_271/2013: Folge der unterlassenen Kosteninformation durch Architekten (Präzisierung der Rechtsprechung)

…der Arbeit zur Hon­o­rarbes­tim­mung beim Auf­trag und beim Werkver­trag zusam­men: Damit hat der Richter bei Fehlen ein­er Hon­o­rarvere­in­barung die Entschädi­gung beim Werkver­trag — gle­ich wie beim Auf­trag — nach all­ge­meinen Prinzip­i­en so festzule­gen, dass sie den erbracht­en Leis­tun­gen entspricht und unter Berück­sich­ti­gung der Umstände objek­tiv ver­hält­nis­mäs­sig ist […]. Sowohl beim Werkver­trag als auch beim Auf­trag sind die zur Erbringung der…