MIPA”: Firmen- und Markenrechtsverletzung bejaht

In der vor­liegen­den Auseinan­der­set­zung standen sich die Mipa Lacke + Far­ben AG als Klägerin und die MIPA Bau­matec AG als Beklagte gegenüber. Die Beklagte hiess früher “Bau­matec MIPA AG”, änderte ihre Fir­ma aber im Jahr 2011. Die Klägerin is tzu­dem Lizen­znehmerin für den schweiz­erischen Teil der IR-Marke “mipa” für Waren der Klasse 2 “Far­ben, Lacke, Farb­stoffe, Holzschutzmit­tel und Ros­tlösemit­tel”. In der…

4A_363/2013: Partizipationsscheine sind bei der Genossenschaft unzulässig (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht heisst eine Beschw­erde des eid­genös­sis­chen Han­del­sreg­is­ter­amts gut und hebt in seinem Urteil vom 28. April 2014 den ander­slau­t­en­den Entscheid des Bun­desver­wal­tungs­gericht vom 13. Juni 2013 (B‑6017/2012) auf. Wie auch aus der Presse zu ent­nehmen war, hat­te die als Genossen­schaft organ­isierte Raif­feisen-Gruppe beab­sichtigt, ein Beteili­gungss­cheinkap­i­tal von CHF 300 Mio. in Form von voll liberierten Beteili­gungss­cheinen mit einem Nom­i­nal­w­ert von CHF 100…

4A_717/2011: “Cashback” hat (hier) fantasievolle Komponente; firmenrechtlich keine reine Sachbezeichnung

Die Gesellschaften Cash Back VAT Reclaim AG und die Unit­ed Cash Back AG klagten gegen die jün­geren Cash­back Man­age­ment GmbH und Cash­back Pro­mo­tion GmbH u.a. auf Unter­las­sung der Ver­wen­dung der Aus­drücke “Cash­back” oder “Cash Back” als Fir­menbe­standteile und der Nutzung des Domain­na­mens www.cashback-company.ch. Die kan­tonalen Instanzen (Kan­ton Zug) und jet­zt auf das BGer schützten diese Begehren. Das BGer präzisiert dabei,…

1B_57/2014: Keine Privatklägerschaft im Strafverfahren für eine Gesellschaft nach Fusion mit der Geschädigten (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht beschäftigte sich jüngst mit der „weit­ge­hend ungelösten Frage“, ob und inwieweit bei ein­er Fusion die straf­prozes­sualen Parteirechte der über­tra­gen­den Gesellschaft per Recht­snach­folge (Art. 121 StPO) auf die übernehmende Gesellschaft überge­hen. Zum Sachver­halt: Im Ver­lauf eines Strafver­fahrens, in dem sich die geschädigte A. AG rechtswirk­sam als Pri­vatk­lägerin kon­sti­tu­iert hat­te, kam es zu ein­er Absorp­tions­fu­sion mit der Beschw­erde­führerin, der E.…

4A_648/2011: gerichtliche Einsetzung eines Sonderprüfers; Anforderungen an die Glaubhaftmachung einer Rechtsverletzung iSv OR 697b II

Der Anspruch auf Son­der­prü­fung ist gerichtlich durch­set­zbar, wenn die GV eine Son­der­prü­fung ver­weigert, aber Aktionäre, die zusam­men min­destens 10% des AK oder Aktien im Nen­nwert von CHF 2 Mio. vertreten, die Ein­set­zung eines Son­der­prüfers ver­lan­gen und glaub­haft machen, dass Grün­der oder Organe Gesetz oder Statuten ver­let­zt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt haben (OR 697b). Im vor­liegen­den Fall lehnt…

4A_554/2011: Recht auf Sonderprüfung nicht unter Umgehung der GV (amtl. Publ.)

Nach OR 697a hat jed­er Aktionär das Recht, der GV eine Son­der­prü­fung vorzuschla­gen. Er muss aber vorher seine weit­eren Kon­troll­rechte des Auskun­fts- oder Ein­sicht­srechts vorher aus­geübt haben, sei es gerichtlich, sei es in der GV (Sub­sidiar­ität des Anspruchs auf Son­der­prü­fung). Eine gerichtliche Durch­set­zung des Rechts auf Son­der­prü­fung ist möglich, aber nie direkt; erforder­lich ist der Weg über die GV.  Fraglich war…

Teilrevision des Transplantationsgesetzes: Vernehmlassung eröffnet

Die Vernehm­las­sung zur Teil­re­vi­sion des Trans­plan­ta­tion­s­ge­set­zes. Die Vernehm­las­sung dauert bis am 21. Okto­ber 2011. Die Vernehm­las­sung­sun­ter­la­gen find­en sich hier. Die Teil­re­vi­sion sieht ins­beson­dere vor, dass Gren­zgänger und ihre nichter­werb­stäti­gen Fam­i­lien­ange­höri­gen, die jew­eils in der Schweiz kranken­ver­sichert sind, bei der Zuteilung von Orga­nen zu Trans­plan­ta­tion­szweck­en den Per­so­n­en mit Wohn­sitz in der Schweiz gle­ichgestellt wer­den. Fern­er wird mit konkretisieren die Änderun­gen den…

Bundesrat: Revision des OR zur Modernisierung des Handelsregisters

Der Bund soll ein elek­tro­n­is­ches Han­del­sreg­is­ter auf­bauen, das jedoch weit­er­hin von den Kan­to­nen geführt wird. Damit kön­nen die Han­del­sreg­is­tere­in­träge kün­ftig direkt im Inter­net veröf­fentlicht wer­den. Die Han­del­sreg­is­ter­an­mel­dun­gen und ‑belege sollen kün­ftig nur noch elek­tro­n­isch ein­gere­icht wer­den kön­nen. Allerd­ings wer­den weit­er­hin alle Per­so­n­en, also nicht nur Recht­san­wälte oder Urkundsper­so­n­en, eine Ein­tra­gung im Han­del­sreg­is­ter ver­an­lassen kön­nen. Diese Änderun­gen sieht der Bun­desrat vor…

4A_195/2014 und 4A_197/2014: Aktienrechtliche Rückerstattung (amtl. Publ.)

Dem Bun­des­gericht bot sich in diesem Urteil die Gele­gen­heit, den Tatbe­stand von Art. 678 Abs. 2 OR zu präzisieren. Hin­ter­grund des Beschw­erde­v­er­fahrens bildete der Verkauf eines von ein­er Aktienge­sellschaft gehal­te­nen Aktien­pakets. Die bei­den einzi­gen Ver­wal­tungsräte dieser Gesellschaft beschlossen unter anderem fol­gende Regelung: Falls der Verkauf­spreis über 4 Mio. CHF betra­gen sollte, erlauben sich die Ver­wal­tungsräte (…) sich jew­eils 1 %…

WAK‑N (Parl. Initiat.): Vernehmlassung betr. Anpassung VStG | Korrektur der (zu scharfen) Praxis EStV und BGer betr. Meldeverfahren

Gemäss heute veröf­fentlichtem Voren­twurf der Nation­al­ratskom­mis­sion für Wirtschaft und Abgaben (WAK‑N) soll bei Div­i­den­de­nauss­chüt­tun­gen im Konz­ern­ver­hält­nis — im Rah­men des Melde­v­er­fahrens — die Frist zur Mel­dung von Div­i­den­den inskün­ftig nicht mehr nach 30 Tagen ver­wirken. Die Vernehm­las­sung zum Entwurf WAK‑N dauert bis 6. März 2015. Nach gel­ten­dem Recht kann der steuerpflichti­gen (juris­tis­chen) Per­son im Konz­ern­ver­hält­nis ges­tat­tet wer­den, ihre Steuerpflicht durch Meldung…