WEKO eröffnet Untersuchung im Bereich des Strassen- und Tiefbaus im Kanton St. Gallen

Die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) hat am 15. April 2013 erneut eine Unter­suchung im Bere­ich des Strassen- und Tief­baus eröffnet. Der entsprechen­den Medi­en­mit­teilung der WEKO vom 16. April 2013 zufolge richtet sich die Unter­suchung gegen ver­schiedene Unternehmen im Kan­ton St. Gallen, konkret in der Region See-Gaster. Bei den Unter­suchungs­dres­sat­en sind Haus­durch­suchun­gen durchge­führt wor­den.

Nach Angaben der WEKO liegen Anhalt­spunk­te vor, wonach sich die betrof­fe­nen Unternehmen an Wet­tbe­werb­sabre­den beteiligt haben, die
ins­beson­dere dazu dienen, die Zuteilung von Auss­chrei­bun­gen zu
koor­dinieren
sowie Baupro­jek­te und Kun­den aufzuteilen. Die Unter­suchung soll nun zeigen, ob tat­säch­lich unzuläs­sige Wet­tbe­werb­s­beschränkun­gen vor­liegen.

Unter den Adres­sat­en der Unter­suchung im Kan­ton St. Gallen befind­et sich ein­mal mehr Imple­nia AG. Imple­nia ist derzeit bere­its Adres­satin ein­er ver­gle­ich­baren Unter­suchung im Bere­ich des Strassen,- Hoch- und Tief­baus, welche Ende Okto­ber 2012 im
Kan­ton Graubün­den eröffnet wurde (siehe hier). Imple­nia wurde zudem bere­its im Dezem­ber 2011 wegen ver­gle­ich­baren Vor­wür­fen, näm­lich Sub­mis­sion­s­ab­sprachen und Absprachen über die Aufteilung von Märk­ten im
Kan­ton Aar­gau, von der WEKO mit CHF 591’138.- gebüsst (siehe hier).

In ein­er eige­nen Medi­en­mit­teilung,
eben­falls vom 16. April 2013, betont Imple­nia ihre “Null-Tol­er­anz” gegenüber Beschränkun­gen des freien und unge­hin­derten Wet­tbe­werbs. Zur Klärung des
Sachver­haltes werde vol­lum­fänglich mit den Wet­tbe­werb­s­be­hör­den kooperiert.