Die Ver­wal­tung der Stadt Zürich kündigte das Arbeitsver­hält­nis eines Angestell­ten in der Infor­matik­abteilung. Umstrit­ten war ins­beson­dere, ob dem Arbeit­nehmer ein Anspruch auf Weit­erbeschäf­ti­gung zus­tand (Urteil 8C_343/2014 vom 27. Jan­u­ar 2015).

Das Ver­wal­tungs­gericht des Kan­tons Zürich bejahte den Weit­erbeschäf­ti­gungsanspruch (E. 6.3), woge­gen sich die Stadtver­wal­tung vor Bun­des­gericht erfol­gre­ich wehrte (E. 6.3.1).

Das Bun­des­gericht erwog ins­beson­dere, nach­dem der Arbeit­nehmer Strafanzeige gegen Vertre­tun­gen des Stad­trats und der Stadtschreiberin erstat­tet und ein Strafver­fahren wegen übler Nachrede bis vor Bun­des­gericht durchge­zo­gen habe, komme eine Weit­erbeschäf­ti­gung an einem anderen Ort inner­halb der Stadtver­wal­tung nicht mehr in Frage. Zwar stelle das strafrechtliche Vorge­hen ein legales Mit­tel zur Vertei­di­gung der eige­nen Rechte dar, doch sei damit auch das vorhan­dene starke Zer­würf­nis mit der Stadtver­wal­tung ins­ge­samt belegt (E. 6.4.2).

Roland Bachmann

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Roland Bachmann ist Partner bei Wenger Plattner. Sein Schwerpunkt als Wirtschaftsanwalt ist die Prozessführung. Vor seiner Tätigkeit in der Advokatur arbeitete Roland Bachmann als juristischer Sekretär des Obergerichts Zürich und des Bezirksgerichts Zürich. Er studierte an den Universitäten von Zürich, Tours (Frankreich) und Ann Arbor in Michigan (USA).