5A_635/2007: Landwirtschaftliche Tätigkeit in einer Wohnzohne; keine Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung

Ein Grun­deigen­tümer ging gegen den Eigen­tümer ein­er Nach­barparzelle vor, der seit vie­len Jahren mehrmals jährlich Schafe auf sein­er Parzelle wei­den liess. Bei­de Parzellen befan­den sich in ein­er Wohn­zone. Der Stre­itwert für die Beschw­erde in Zivil­sachen war nicht erre­icht. Die jahre­lange Ausübung ein­er land­wirtschaftlichen Tätigkeit in ein­er Wohn­zone wurde vom Bun­des­gericht bere­its früher beurteilt, und eben­so der Ein­fluss der Zuord­nung zu…

5A_17/2024: Anfechtung von Beschlüssen der Stockwerkeigentümergemeinschaft (amtl. Publ.)

Im zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Urteil 5A_17/2024 vom 3. Feb­ru­ar 2025 behan­delt das Bun­des­gericht die Frage, ob und inwiefern die Stock­w­erkeigen­tümerge­mein­schaft verpflichtet ist, das Stock­w­erkeigen­tümer­re­gle­ment gegenüber Eigen­tümern gerichtlich durchzuset­zen. Die Beschw­erde­führer sind Eigen­tümer ein­er Stock­w­erkein­heit (1. OG). In der darüber­liegen­den Stock­w­erkein­heit haben die jew­eili­gen Eigen­tümer die Boden­beläge erneuert. Dies geschah, nach Auf­fas­sung der Beschw­erde­führer, in Ver­let­zung des Regle­ments der Stock­w­erkeigen­tümerge­mein­schaft. Anlässlich…

5A_686/2013: Art. 41 Abs. 1bis SchKG, Verhältnis zwischen Schuldbriefforderung und Grundforderung in der Betreibung (amtl. Publ.)

In diesem Entscheid befasste sich das Bun­des­gericht mit der Bedeu­tung der fiduzarischen Über­tra­gung eines Schuld­briefes im defin­i­tiv­en Recht­söff­nungsver­fahren über die Grund­forderung. Es erin­nert daran, dass zwis­chen der abstrak­ten Schuld­bri­ef­forderung, welche durch das Grundp­fand gesichert ist, und der Forderung aus dem Grund­ver­hält­nis zu unter­schei­den ist, und dass diese bei­den Forderun­gen unab­hängig voneinan­der beste­hen (E. 5.1.1.). Anschliessend geht das BGer auf das…

5C.30/2006: Notwegrecht gegen Treu und Glauben (amtl. Publ.)

Das BGer hat eine Beru­fung gegen ein Urteil des KGer VS in einem Stre­it um ein Wegrecht abgewiesen. Der Beru­fungskläger bewohnt sein eigenes Haus auf ein­er Parzelle, die von zwei Seit­en zugänglich ist, wobei der Zugang mit Autos nur von ein­er Seite aus möglich ist. Für diesen Zugang liess der Kläger eine Zufahrtsstrasse auch über das Grund­stück von Drit­ten bauen,…

5A_884/2012: übermässige Immissionen aus dem Betrieb eines Fussballfelds

Der vor­liegende Fall betraf eine Klage eines Ehep­aars gegen ein Gemein­we­sen auf­grund von Lär­mim­mis­sio­nen aus einem Fuss­ballfeld. Das Ehep­aar ver­langte dabei, die Ein­rich­tung und der Betrieb des Rasen­felds seien so gestal­ten, dass “sich die Gefahr aus über den 5 m hohen Drahtza­un auf das Grund­stück der Kläger geschla­ge­nen Fuss­bällen erhe­blich ver­min­dert”; und zwar seien die Fuss­ball­tore während der ganzen Woche…

5A_816/2010: Gewinnanspruch der Miterben nach dem BGBB (amtl. Publ.)

In dem erst kür­zlich veröf­fentlicht­en Urteil 5A_816/2010 vom 28. April 2011 (frz.), das für die amtliche Samm­lung vorge­se­hen ist, behan­delt das Bun­des­gericht den Gewin­nanspruch der Miter­ben nach dem Bun­des­ge­setz über das bäuer­liche Boden­recht (BGBB). Wird einem Erben bei der Erbteilung ein land­wirtschaftlich­es Gewerbe oder Grund­stück zu einem Anrech­nungswert unter dem Verkehr­swert zugewiesen, so hat jed­er Miterbe bei ein­er Veräusserung Anspruch…

5A_222/2007: Auslegung eines StWEG-Reglements (amtl. Publ.)

Strit­tig war im entsch­iede­nen Fall das Quo­rum, mit welchem die StWEG ein­er baulichen Änderung eines zu alleiniger Nutzung aus­geschiede­nen Garten­sitz­platzes zus­tim­men kon­nte. Da es sich um gemein­schaftlich­es Eigen­tum han­delte, kon­nte sich der betrof­fene Eigen­tümer nicht auf seine Gestal­tungs­frei­heit nach ZGB 712a II berufen. Das Regle­ment enthielt fol­gende Klausel: “Einzelne Stock­w­erk­sein­heit­en sind mit Balko­nen und/oder Sitz­plätzen verse­hen. Diese Gebäude­teile dür­fen von…

5A_527/2014: Anfechtung von Beschlüssen einer STWE-Versammlung; vermögensrechtliche Angelegenheit, deren Streitwert geschätzt, aber nicht im Nachhinein abgeändert werden kann (amtl. Publ.)

Zwei Miteigen­tümer eines Stock­w­erkeigen­tu­man­teils gin­gen gerichtlich gegen den eigen­mächti­gen Ein­bau eines Boil­ers im gemein­schaftlich genutzten Heizraum durch die anderen bei­den Stock­w­erkeigen­tümer vor. Sie hat­ten in ihrer Klage dargelegt, dass der Stre­itwert unter 30’000 CHF bliebe. Diese Sichtweise bekräftigten sie in ein­er Stel­lung­nahme, zu der sie durch erstin­stan­zliche Ver­fü­gung aufge­fordert wor­den waren, weil aus dem Pro­tokoll ein­er ausseror­dentlichen Ver­samm­lung der Stockwerkeigentümergemeinschaft…

5A_84/2010: Erbteilung; Konkretisierung der Rechtsprechung

In dem zur Pub­lika­tion vorge­se­hen Urteil vom 14. Okto­ber 2010 (5A_84/2010) hat­te das Bun­des­gericht die Stre­it­frage darüber zu befind­en, ob die für eine Erbteilung zuständi­ge Behörde nicht nur entschei­det, auf welche Art die Ver­steigerung stat­tfind­et, son­dern auch die Zuläs­sigkeit eines Verkaufs der Erb­schaftssache beurteilen darf, oder ob let­ztere Frage zwin­gend durch das Erbteilungs­gericht zu entschei­den ist. In Art. 612 Abs.…