2C_355/2007: Gehörsanspruch bei einer Nachprüfung der Zollbehörden

Nach ein­er zoll­freien Präferen­z­abfer­ti­gung und dem späteren Wider­ruf eines Ursprungszeug­niss­es forderte die Zol­lver­wal­tung Ein­fuhrzoll nach. Die Nach­forderung war nicht ver­jährt, doch war das BVer­wGer als Vorin­stanz der Ansicht, es sei ver­wirkt, weil weil die Zoll­be­hör­den dem Impor­teur das rechtliche Gehör ver­weigert und ihn zu spät über das Ver­fahren ori­en­tiert hät­ten und weil der späte Nach­bezug dem Grund­satz der Rechtssicher­heit widerspreche.…

B‑1136/2009: “PERNA” als zoologische Gattungsbezeichnung freihaltebedürftig und gemeinfrei

In einem Wider­spruchsver­fahren gestützt auf die Marke “PERNATON” gegen die Marke “Per­nadol 400” hielt das BVer­wGer fest, die Waren “Klasse 5: Diätetis­che Erzeug­nisse für medi­zinis­che Zwecke; Klasse 30: Diätetis­che Erzeug­nisse für nicht medi­zinis­che Zwecke” (PERNATON) und die Waren “Klasse 5: Pré­pa­ra­tion à base d’alpha-tocophérol et de beta-carotène pour la con­som­ma­tion humaine et ani­male; Klasse 29: Pré­pa­ra­tion à base d’extrait marin de…

B‑7245/2009: “LABSPACE” beschreibend für Dienstleistungen betr. Laborräume

Wie das BVer­wGer entsch­ied, ist das Zeichen “LABSPACE” ist beschreibend für Engi­neer­ing- und Bau­pla­nungs­di­en­stleis­tun­gen (Klasse 42), für Immo­bilien­ver­mö­gensver­wal­tung (Klasse 36) und Bau­di­en­stleis­tun­gen der Klasse 37 (Liegen­schafte­nen­twick­lung; Bau, Reparatur- und Unter­halt von Immo­bilien). Diese Begriffe sind Ober­be­griffe. Weil “LABSPACE” für diese Dien­stleis­tun­gen im Bere­ich “Labor­räume” unzuläs­sig ist, muss es auch für die entsprechen­den Ober­be­griffe zurück­gewiesen wer­den (ständi­ge Rechtsprechung).…

B‑848/2010: “WILD BEAN CAFE” je nach Ware/Dienstleistung beschreibend, irreführend oder zulässig

Nach einem Urteil des BVer­wGer ist der Aus­druck “WILD BEAN CAFÉ” beschreibend für “embal­lages en papi­er pour plats à emporter, y com­pris boîtes”, für ver­schiedene Speisen und Getränke, für “Smooth­ies”, “bois­sons à base de choco­lat”, “bois­sons à base de cacao”, “pré­pa­ra­tions faites de céréales” und “bois­sons de fruits et jus de fruits”,  fern­er auch für die Dien­stleis­tung “Klasse 35: Services…

2C_124/2009: OR 530 ff analog anwendbar auf die Mitglieder einer MWSt-Gruppe (Swissair) nach deren Auflösung (amtl. Publ.)

Das BVer­wGer hat­te mit Urteil vom 14. Jan­u­ar 2009 entsch­ieden, dass die EStV nicht berechtigt war, Vors­teuerguthaben der Grup­penge­sellschaften der SAir­Group (nach Auflö­sung der Mehrw­ert­s­teuer­gruppe “Swis­sair” im Gefolge des Ground­ings) mit dem Dar­lehen des Bun­des an die Swis­sair Schweiz­erische Luftverkehr-Aktienge­sellschaft zu ver­rech­nen, weil es an der Voraus­set­zung der Gegen­seit­igkeit fehle. Das BGer bestätigt dieses Urteil. Vor BGer war nur strittig,…

B‑6198/2008: Europakonforme Auslegung von GUB/GGA‑V. 17 III b und c: Bedeutung von Bezeichnung und Form

Art. 17 der GUB/G­GA-Verord­nung bes­timmt den Schutzum­fang ein­er geschützten Beze­ich­nung. Nach Abs. 3 lit. b und c ist es u.a. ver­boten, ein Behält­nis oder eine Ver­pack­ung, die einen irreführen­den Ein­druck über den Ursprung des Erzeug­niss­es machen kann. zu ver­wen­den, und auf eine beson­dere Form des Erzeug­niss­es nach Art. 7 II b der Verord­nung (Beschrei­bung ein­er beson­deren Form) zurück­zu­greifen. Das BVer­wGer

B‑4053/2009: “easyweiss” für Farben, Lacke usw. beschreibend

Das Zeichen “easy­weiss” wurde u.a. für Far­ben, Lacke, Glasuren, Anstrich­mit­tel usw, in Klasse 2 und Putze in Klasse 19 beansprucht. Das BVer­wGer geht davon aus, dass sich das Zeichen “easy­weiss”, anders als zB “fit­more”, ohne Weit­eres in die Bestandteile “easy” und “weiss” zer­legen lässt. Da das Zeichen für die strit­ti­gen Waren (Far­ben, Lacke, Putze usw.) darauf hin­weise, dass mit diesen…

B‑649/2009: “i‑Option” für Drucker, Kopierer usw. nicht unterscheidungskräftig

Das BVer­wGer misst dem Zeichen “i‑Option” für die beansprucht­en Waren der Klasse 9 (Druck­er, Kopier­er, Faxgeräte, Scan­ner und Mul­ti­funk­tion­s­geräte, näm­lich Maschi­nen mit Kopier‑, Fax‑, Druck- und Scan­n­funk­tio­nen, Com­put­er­be­trieb­ssoft­ware für die vor­ge­nan­nten Waren) keine Unter­schei­dungskraft bei. Inter­es­sant sind die Aus­sagen zum omnipräsen­ten Buch­staben “i”, die wohl unter dem Ein­fluss von iPod, iPhone usw. ste­hen: “Wird das Zeichen “i‑Option” gesamthaft betra­chtet, so…