9C_721/2007: Zuständigkeit des BVerwGer (amtl. Publ.)

Ein Arzt hat­te Ende 2006 die Gesund­heits­di­rek­tion des Kan­tons Zürich um eine Aus­nah­me­be­wil­li­gung gemäss Art. 3 der Zulas­sungsverord­nung ersucht. Die Gesund­heits­di­rek­tion wies das Gesuch im April 2007 ab. Das BGer tritt auf die dage­gen gerichtete Beschw­erde nicht ein. Nach VGG 34 ist das Bun­desver­wal­tungs­gericht für Beschw­er­den gegen Beschlüsse der Kan­ton­sregierun­gen nach bes­timmten Artikeln des KVG zuständig. Das BGer legt diese…

B‑6767/2007: T‑CITY und LA CITY verwechselbar

Das BVer­wGer bestätigt einen Entscheid des IGE. wonach die Marke “T‑CITY” wegen gestützt auf die Wider­spruchs­marke LA CITY zu löschen sei. Die Marke LA CITY geniesse durch­schnit­tlichen Schutzum­fang und sei nicht beschreibend für die beansprucht­en Waren der Klassen 14 und 18 (u.a. Schmuck­stücke, Uhren, Schirme, Kof­fer, Spazier­stöcke und Peitschen). Das gemein­same Ele­ment CITY ste­he fern­er im Vorder­grund; die Zusätze “LA”…

B‑7207/2009: Kein verbotener Gebrauch des geschützten Zeichens CEE — “DEE CEE style (fig.)”

Dee Cee Style (fig.) Das IGE hat­te die Ein­tra­gung des Zeichens “DEE CEE style (fig.)” (vgl. Abb.) gestützt auf MSchG 2 d iVm NZSchG 6 II (Konkretisierung von PVÜ 6ter) ver­weigert, weil es das Akro­nym “CEE” enthalte — das geschützte Sigel der Com­mu­nauté économique européenne. Das Sigel „CEE“ gehe auf­grund der Gestal­tung nicht in einem Wortkon­strukt unter, son­dern werde als…

B‑8055/2008: “RED BULL” / “DANCING BULL”: mittelbare Verwechslungsgefahr bejaht

Das BVer­wGer bejaht das Vor­liegen ein­er mit­tel­baren Ver­wech­slungs­ge­fahr zwis­chen der älteren Wort­marke “RED BULL” (für Spir­i­tu­osen und Liköre) und der jün­geren Wort­marke “DANCING BULL” (für alko­holis­che Getränke ausgenom­men Biere).  Das Zeichen “RED BULL” wird nicht durch eine ältere Drittmarke für Ener­gy­drinks ver­wässert, u.a. weil die sog. “Abstand­slehre” für das Marken­recht nur noch vere­inzelt vertreten werde. Eine Ver­wässerung durch viele ähn­liche Marken…

B‑4080/2008: “AUSSIE DUAL PERSONALITY” ist Herkunftsangabe

Das BVer­wGer hält fest, dass die Marke “AUSSIE DUAL PERSONALITY” eine Herkun­ft­sangabe enthält. Der Aus­druck “AUSSIE” sei nicht mehrdeutig, son­dern beze­ichne einzig “Aus­tralier” oder “aus­tralisch”. Die Begriffe “DUAL PERSONALITY” wer­den fern­er als Bedeu­tung­sein­heit ver­standen, so dass der Aus­druck “DUAL” nicht auf “AUSSIE” bezo­gen wird. Im Ergeb­nis indiziert die Marke “AUSSIE DUAL PERSONALITY” im Gesamtein­druck eine Herkun­ft­ser­wartung für die beansprucht­en Waren bei einem erhe­blichen Teil…

B‑317/2010: “LIFETEX” und “LIFETEA” nicht verwechselbar

Das BVer­wGer lässt die Frage offen, ob zwis­chen Haarpflegemit­teln und phar­mazeutis­chen Pro­duk­ten Waren­gle­ichar­tigkeit beste­he. Entschei­dend war vor­liegend, dass zwis­chen den Wort­marken “LIFETEX” und “LIFETEA” ohne­hin keine Ver­wech­slungs­ge­fahr bestand. Die Verkehrskreise sehen “Life-” als aus­tauschbare Anpreisung. Daher fall­en die Unter­schiede in der Schlusssilbe, die abwe­ichende Vokalfolge (Ä/I), das unter­schiedliche Aus­laut­en, das ver­schiedenar­tige Schrift­bild und vor allem die Unter­schiede im Sin­nge­halt ins Gewicht, so dass eine Ver­wech­slungs­ge­fahr ausgeschlossen…

B‑4719/2010: Prüfungsbefugnis der Handelsregisterbehörden, “stes AG” und “STE’S AG” identisch

In einem der nicht allzu zahlre­ichen Urteile zum Fir­men­recht fasst das BVer­wGer die Grund­sätze der Prü­fungs­befug­nis der Han­del­sreg­is­ter­be­hör­den zusam­men und stellt fest, dass die Fir­men “stes AG” und “STE’S AG” iden­tisch sind. Dazu vgl. auch die Weisung an die Han­del­sreg­is­ter­be­hör­den für die Prü­fung von Fir­men und Namen vom 1. April 2009 und die interne Weisung zur Prü­fung der Fir­meniden­tität vom 1. Mai 2009…

4A_447/2009:Eintragung einer Lizenz nur mit Zustimmung des Patentinhabers (amtl. Publ.)

Die Inhab­erin zwei Patente im Bere­ich Zah­n­im­plan­tate kündigte einen auss­chliesslichen Lizen­zver­trag wegen Nichtein­hal­tung der Zahlungs­fris­ten durch die Lizen­znehmerin. Die Wirk­samkeit der Kündi­gung wurde bestrit­ten, und die Lizen­znehmerin erwirk­te die Ein­tra­gung der Lizenz im Paten­treg­is­ter, worauf die Lizen­zge­berin den Wider­ruf bzw. die Löschung der Ein­tra­gung ver­langte. Das IGE wider­rief daraufhin die Ein­tra­gung und erliess eine neue Ver­fü­gung, mit der es die Eintragung…

B‑7346/2009: “MUROLINO/MURINO” verwechselbar; Warengleichartigkeit

Das BVer­wGer hält die Wort­marken “Muri­no” und “Muroli­no” für ver­wech­sel­bar iSv MSchG 3 I c. Zwis­chen  “Klasse 19: Wärmedäm­mende, tra­gende Bauele­mente (nicht aus Met­all)” und “Klasse 19: Bau­ma­te­ri­alien, nicht aus Met­all, ins­beson­dere Ziegel­steine” beste­ht Waren­gle­ichar­tigkeit, so dass die Ver­wech­slungs­ge­fahr nach einem stren­gen Massstab zu prüfen ist. “Muroli­no” wird durch die Verkehrskreise zwar als “Mäuerchen” ver­standen und ist daher kennze­ich­nungss­chwach. Die Endung…