5A_309/2013: Hirschmann: Unterlassungsanspruch, Prüfung im Urteilszeitpunkt; Publikation einer Entschuldigung als Genugtuung

…beruht. Im vor­liegen­den Fall trifft dies nicht zu. […] trifft es zu, dass der die Auf­schal­tung der Entschuldigung während 30 Tagen an jenen Orten, an denen bere­its die stre­it­i­gen Veröf­fentlichun­gen erfol­gt skann und sich schliesslich als nicht mehr nötig erweist. Ob ein Anspruch auf ein straf­be­wehrtes Unter­las­sung­surteil beste­ht, entschei­det sich dabei sin­nvoller­weise auf­grund der Sit­u­a­tion im Urteil­szeit­punkt und nicht bei…

5A_354/2012: “Tierquäler”, “Misshandlungen von Versuchstieren” und “Massenverbrechen an (Versuchs-)Tieren”: “provokant”, aber nicht ehrverletzend

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Urteil, das zwei Ver­fahren vere­inigte, auf Beschw­er­den sowohl von Daniel Vasel­la und der Novar­tis als auch von Erwin Kessler und dem VgT mehrere Aus­sagen von Kessler/dem VgT unter per­sön­lichkeit­srechtlich­er Gesicht­spunk­ten zu beurteilen. Es han­delte sich dabei um die Aus­drücke “Mis­shand­lun­gen von Ver­such­stieren”, “Tierquäler”  und “Massen­ver­brechen an (Ver­suchs-) Tieren”. Für diese Beurteilung ist zunächst der angesprochene…

Presserat: Kein Rückzug von Informationen durch einen Informanten zur Unzeit

In sein­er Stel­lung­nahme Nr. 42/2010 vom 8. Sep­tem­ber 2010 hielt der Presser­at in einem Präze­den­z­fall fest, dass Infor­man­ten eines Jour­nal­is­ten (hier: Eltern eines infolge eines Geburt­sun­falls geschädigten Kindes gegenüber dem Tages-Anzeiger) die offen­gelegten Infor­ma­tio­nen nicht nach Belieben zurückziehen kön­nen. In den Worten des Presser­ats (Ziff. 3 der Fest­stel­lun­gen):  “Kon­tak­tiert ein Infor­mant eine Redak­tion und gibt dabei einem Jour­nal­is­ten ver­trauliche Informationen…

2C_146/2012: Beschwerde der SRG gegen den Tarif A (Fernsehen) von swissperform abgewiesen

…der Vergü­tungspflicht aus­nehmen. Wed­er das Gesetz noch die Mate­ri­alien lassen einen klaren Schluss zu.  Das­selbe gilt für das Staatsver­tragsrecht und für die ratio legis, die darin beste­ht, eine Vergü­tung sicherzustellen, wenn im Kauf­preis für den Träger die Entschädi­gung für die Zweit­nutzung nicht schon enthal­ten ist (was für im Han­del erhältliche Träger zutrifft; bei nur an Sende­un­ternehmen zum Zweck der Sendung…

4A_270/2010: Beurteilung der Urteilsfähigkeit einer 81-jährigen Frau betr. Verzicht ohne Gegenleistung

Eine Dame, die sich im Alter von 81 Jahren gegenüber der Stadt Genf durch eine Grund­di­en­st­barkeit und ohne eine Gegen­leis­tung verpflichtet hat, ein Grund­stück nicht zu bebauen, war im konkreten Fall urteils­fähig gewe­sen (4A_270/2010). Sie hat­te sich auch nicht in einem wesentlichen Irrtum befun­den. Da auss­er ein­er gewis­sen sozialen Isoliertheit keine Anhalt­spunk­te für eine Ein­schränkung der Urteils­fähigkeit vor­la­gen, genügte der…

Botschaft zur Änderung des RTVG (freie Wahl der Set-Top-Boxen)

Der Bun­desrat schlägt vor, die Nutzer in der Wahl des Emp­fangs­gerätes für dig­i­tale Fernseh­pro­gramme zu befreien, so dass sie  nicht mehr zwin­gend die pro­pri­etäre Set-Top-Box ihrer Fer­n­melde­di­en­stan­bi­eterin benutzen müssen. Gemäss der Botschaft wer­den heute zahlre­iche Nutzer von dig­i­talem Fernse­hen “von ihrer Fer­n­melde­di­en­stan­bi­eterin ver­traglich gezwun­gen, die von ihr abgegebe­nen Emp­fangs­geräte (pro­pri­etäre Set-Top-Box­en) zu mieten oder zu kaufen, wenn die Sig­nale ver­schlüs­selt ver­bre­it­et wer­den. Dieser Zwang verunmöglicht…

Polizei JU: Registrierung von verwarnten Autofahrern illegal

Die Prax­is der Polizei im Kan­ton Jura, diejeni­gen Auto­mo­bilis­ten zu reg­istri­eren, die lediglich ver­warnt wur­den, ist unzuläs­sig. Nach einem heutigem Bericht der NZZ hat die kan­tonale Daten­schutzkom­mis­sion das Sam­meln dieser Dat­en nach unter­sagt und die Löschung der 2700 schon erfassten Ver­war­nun­gen ver­langt. Der Ein­trag von Ver­war­nun­gen in eine Daten­bank der Polizei ver­stösst laut der Kom­mis­sion gegen das Legal­ität­sprinzip. Das Vorgehen…

SLK 158/11: Beweispflicht für Werbeaussage, auch wenn Gesetz keine Definition vorsieht

Die Schweiz­erische Lauterkeit­skom­mis­sion (SLK) hat heute mit­geteilt, dass sie sich in dem Beschluss Nr. 158/11 vom 11. Mai 2011 mit der Richtigkeit von und der Beweispflicht für Wer­beaus­sagen beschäftigt hat. Darin hat sie fest­gestellt, dass der Radiospot “Wir pro­duzieren CO2-freien Strom” unlauter im Sinne von Art. 3 lit. b UWG ist. In ein­er Medi­en­mit­teilung fasst die SLK ihren Beschluss wie…

4A_194/2010: Medienfreiheit umfasst Zugang zu Strafanstalten; Ausdehnung der Informationsfreiheit (amtl. Publ.)

Das BGer hält fest, dass einem Jour­nal­is­ten der Zugang zur Strafanstalt Pöschwies zu einem Inter­view mit einem Häftling nicht ver­weigert wer­den durfte (vgl. dazu .fel in der NZZ). Diese Recherchetätigkeit fällt in den Schutzbere­ich der Medi­en­frei­heit; eine Ein­schränkung set­zt u.a. eine entsprechende geset­zliche Grund­lage voraus. Das BGer weist die Sache deshalb an die Vorin­stanz, das VGer ZH, zurück: “Geschützt ist…

5A_888/2011: Äusserungen des VgT/Erwin Kessler gegen Katja Stauber definitiv ungerechtfertigterweise schwer ehrverletzend

Das BGer weist eine Beschw­erde des VgT gegen ein Urteil des OGer ZH ab, das im Zusam­men­hang ste­ht mit im Inter­net ver­bre­it­eten Unver­schämtheit­en des VgT a.k.a. Erwin Kessler gegen die Tagess­chau-Mod­er­a­torin Kat­ja Stauber. Der VgT/Erwin Kessler hat­te einen Bericht der Tagess­chau über aus­ge­fal­l­ene kuli­nar­ische Genüsse zum Anlass genom­men, Kat­ja Stauber per­sön­lich zu beschimpfen. Diese hat­te gestützt auf ZGB 28 u.a.…