Staatshaftung wegen unterlassener Information über ein Auslieferungsbegehren

Das BVer­wGer entschei­det einen Par­al­lelfall zum Urteil 2A.212/2006 vom 9. Okto­ber 2006 eben­so wie dort das BGer. Ein türkisch­er Staat­sange­höriger war inter­na­tion­al zur Fah­n­dung aus­geschrieben. Er wurde darüber von den schweiz­erischen Behör­den nicht informiert, reiste nach Deutsch­land aus, wurde dort in Aus­liefer­ung­shaft geset­zt und später ent­lassen, doch ohne Entschädi­gung. Das BVer­wGer nahm an, der Beschw­erde­führer wäre … weit­er­lesen

B‑6198/2008: Europakonforme Auslegung von GUB/GGA‑V. 17 III b und c: Bedeutung von Bezeichnung und Form

Art. 17 der GUB/G­­GA-Verord­­nung bes­timmt den Schutzum­fang ein­er geschützten Beze­ich­nung. Nach Abs. 3 lit. b und c ist es u.a. ver­boten, ein Behält­nis oder eine Ver­pack­ung, die einen irreführen­den Ein­druck über den Ursprung des Erzeug­niss­es machen kann. zu ver­wen­den, und auf eine beson­dere Form des Erzeug­niss­es nach Art. 7 II b der Verord­nung (Beschrei­bung ein­er … weit­er­lesen

B‑4053/2009: “easyweiss” für Farben, Lacke usw. beschreibend

Das Zeichen “easy­weiss” wurde u.a. für Far­ben, Lacke, Glasuren, Anstrich­mit­tel usw, in Klasse 2 und Putze in Klasse 19 beansprucht. Das BVer­wGer geht davon aus, dass sich das Zeichen “easy­weiss”, anders als zB “fit­more”, ohne Weit­eres in die Bestandteile “easy” und “weiss” zer­legen lässt. Da das Zeichen für die strit­ti­gen Waren (Far­ben, Lacke, Putze usw.) … weit­er­lesen

RR.2009.329: Haftentlassung Polanskis

Die Beschw­erde von Roman Polan­s­ki gegen seine Aus­liefer­ung­shaft wurde gestern vom Bun­desstrafgericht mit Entscheid (RR.2009.329) vom 24. Novem­ber 2009 gut­ge­heis­sen. Der seit dem 26. Sep­tem­ber 2009 inhaftierte Regis­seur soll gegen eine Kau­tion von 4,5 Mil­lio­nen Franken in bar sowie die Hin­ter­legung sein­er Ausweis­pa­piere und einem Hausar­rest unter Elec­tron­ic Mon­i­tor­ing ent­lassen wer­den. Auch wenn elek­tro­n­is­che Fuss­fes­seln … weit­er­lesen

6B_623/2009: Teilbedingter Strafvollzug; Vorstrafen nach ausländischem Recht

Nach bun­des­gerichtlich­er Recht­sprechung gel­ten die sub­jek­tiv­en Voraus­set­zun­gen von Art. 42 StGB (Bed­ingte Strafen) auch für die Anwen­dung von Art. 43 StGB (Teilbe­d­ingte Strafen), was sich aus Sinn und Zweck des Art. 43 StGB ergebe (statt viel­er BGE 134 IV 1 E. 5.3.1). Wurde der Täter inner­halb der let­zten fünf Jahre vor der Tat zu ein­er … weit­er­lesen

6B_679/2009: Verwaltungsstrafrecht; Ruhen der Verjährung

Das Bun­des­gericht hat sich in einem Urteil vom 5. Novem­ber 2009 (6B_679/2009) mit der Son­der­regelung über das Ruhen der Ver­fol­gungsver­jährung in 11 Abs. 3 VStrR auseinan­derge­set­zt. Danach ruht die Ver­jährung bei Verge­hen und Übertre­tun­gen während der Dauer eines Einsprache‑, Beschw­erde- oder gerichtlichen Ver­fahrens über die Leis­­tungs- oder Rück­leis­tungspflicht oder über eine andere nach dem einzel­nen … weit­er­lesen

B‑649/2009: “i‑Option” für Drucker, Kopierer usw. nicht unterscheidungskräftig

Das BVer­wGer misst dem Zeichen “i‑Option” für die beansprucht­en Waren der Klasse 9 (Druck­er, Kopier­er, Faxgeräte, Scan­ner und Mul­ti­funk­tion­s­geräte, näm­lich Maschi­nen mit Kopier‑, Fax‑, Druck- und Scan­n­funk­tio­nen, Com­put­er­be­trieb­ssoft­ware für die vor­ge­nan­nten Waren) keine Unter­schei­dungskraft bei. Inter­es­sant sind die Aus­sagen zum omnipräsen­ten Buch­staben “i”, die wohl unter dem Ein­fluss von iPod, iPhone usw. ste­hen: “Wird das … weit­er­lesen

B‑5179/2009: “SONGID” ist für bestimmte Waren der Klasse 38 nicht unterscheidungskräftig

Das BVer­wGer beurteilt das Zeichen “SONGID” für “Klasse 38: Telekom­mu­nika­tion und Über­mit­teln von Dat­en; Telekom­mu­nika­tions­ber­atung, ins­beson­dere im Zusam­men­hang mit Inter­net, Intranet und Extranet­net­zw­erken; Ver­schaf­fen von Zugang zu Com­put­er­net­zw­erken, damit Musik, Videospiele, dig­i­tale Dat­en und Com­put­er­soft­ware fer­n­ge­laden (remote load­ing)wer­den kön­nen; Ver­schaf­fen von Zugang zu Com­put­er­net­zw­erken” als nicht unter­schei­dungskräftig: “Ein durch­schnit­tlichen Abnehmer erken­nt, dass die mit “SONGID” … weit­er­lesen

1B_183/2009: Ablehnung wegen Befangenheit

Ein Staat­san­walt, der die Vertei­di­gung eines Angeschuldigten als „agres­siv“ beze­ich­net, ist allein auf­grund dieser Aus­sage nicht befan­gen, wie das Bun­des­gericht entsch­ieden hat (Urteil 1B_183/2009 vom 13. Okto­ber 2009). Ein Beschw­erde­führer hat­te verge­blich ver­sucht, gegen die Abweisung seines Ablehnungs­begehrens wegen Befan­gen­heit (vgl. § 96 Ziff. 4 GVG/ZH) vorzuge­hen. 3.1 […] Mit dem Aus­druck „aggres­sive Vertei­di­gung“ wird … weit­er­lesen

6B_466/2009: Beschwerderecht und Wiedergutmachung

Das Bun­des­gericht hat sich in einem zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid (Urteil 6B_466/2009 vom 29. Okto­ber 2009) erneut zur Beschw­erde­berech­ti­gung gemäss Art. 81 BGG geäussert.  Es verneinte die Frage, ob ein­fache Geschädigte aus der Regelung zur Wiedergut­machung in Art. 53 StGB ein rechtlich geschütztes Inter­esse an der Aufhe­bung oder Änderung des ange­focht­e­nen Entschei­ds ableit­en kön­nen … weit­er­lesen