B‑1324/2010: Keine Beschwerdelegitimation der Jelmoli Bonus Card AG gegen Weko-Verfügung iS Untersuchung DMIF II

Vier-Parteien-Ver­hält­nis bei Kred­itkarten­zahlun­gen Das BVer­wGer tritt auf eine Beschw­erde der Jel­moli Bonus Card AG gegen einen Entscheid der Weko in Sachen Kred­itkarten-DMIF II (vor­sor­gliche Mass­nah­men) (DMIF ste­ht für “Domes­tic Mul­ti­lat­er­al Inter­change Fee”) nicht ein. Die Weko war nach ein­er Unter­suchung (vgl. hier) gegen die Issuer UBS, CS, Vise­ca und Cornèr sowie gegen die Acquir­er Telekurs und und Aduno zum Ergeb­nis gekommen,…

B‑2642/2008: “PARK AVENUE” weder irreführend noch beschreibend

Das BVer­wGer hat entsch­ieden, dass die Wort­marke “PARK AVENUE” für keine Irreführungs­ge­fahr über die geo­graphis­che Herkun­ft begrün­det, weil die Verkehrskreise mit diesem Zeichen entwed­er nur die Idee ein­er wichti­gen Strasse in ein­er beliebi­gen Stadt verbinden oder — wenn sie dabei an New York denken — die Idee von “Luxus und Lifestyle”, wie sich das BVer­wGer mit Hin­weis auf “Sex and…

4A_492/2007: “GIPFELTREFFEN” für Kongressorganisation beschreibend

Die Bay­ern Touris­mus Mar­ket­ing GmbH ist Inhab­erin der inter­na­tionalen Marke “GIPFELTREFFEN”. Gestützt darauf beantragte die GmbH die Schutzaus­dehnung auf die Schweiz für zahlre­iche Waren und Dien­stleis­tun­gen divers­er Klassen. Das IGE ver­weigerte den Schutz für bes­timmte Dien­stleis­tun­gen der Klasse 41 (zB Kon­gressver­anstal­tun­gen und Ver­anstal­tung von Sportan­lässen); hier sei der Aus­druck direkt beschreibend und frei­hal­tebedürftig. Das BVer­wGer hiess eine Beschw­erde nur teilweise…

A‑3631/2009: Anspruch auf Zugang zu den “Cockpits” der EStV nach Öffentlichkeitsgesetz

Ein Redak­tor der Son­ntagsZeitung hat­te die EStV ersucht, ihm die „Cock­pits-Berichte“ der dem Direk­tor der ESTV unter­stell­ten Abteilun­gen sowie der bei­den Haupt­abteilun­gen für die Jahre 2006, 2007 und 2008 zur Ver­fü­gung zu stellen. Das Cock­pits-Sys­tem ist das ESTV-interne Berichts- und Steuerungssys­tem. Die EStV lehnte das Begehren ab mit der Begrün­dung, das Sys­tem diene wesentlich der Pla­nung. Die Umset­zung der teilweise…

A‑6038/2008 + A‑6047/2008: Schutz des Vertrauens von COOP in eine frühere und gegen eine neue Verfügung der EStV betr Superpunkte/MwSt.

Das BVer­wGer heisst eine Beschw­erde von Coop gegen die EStV gut. Die EStV hat­te Mehrw­ert­s­teuer­nach­forderun­gen gestellt, weil die Super­punk­te aus Käufen bei Coop* ein­er­seits zum reduzierten (v.a. Lebens­mit­tel) und ander­seits zum nor­malen Steuer­satz stammten, die Prämien jedoch fast auss­chliesslich zum Nor­mal­satz steuer­bar seien. Coop wandte dage­gen ein, zwis­chen dem ursprünglichen Kauf und der Ein­lö­sung der Prämien beste­he kein Zusam­men­hang, weshalb…

B‑5659/2008: “Chocolat Pavot” (immer noch) beschreibend

Die Ein­tra­gung der IR-Marke Choco­lat Pavot (fig.) der August Stor­ck KG wurde vom BVer­wGer erneut ver­weigert; die Marke sei für “Con­fis­eries, choco­lat et pro­duits choco­latés, pâtis­series” in der Klasse 30 beschreibend und gehöre zum Gemeingut. Wie bere­its in einem früheren Urteil kam das BVer­wGer zum Schluss, der Wortbe­standteil im Zeichen, “Choco­lat Pavot”, sei beschreibend, weil der Kon­sument darunter in erster…

2C_53/2014: Verhältnis zwischen dem zivil- und dem verwaltungsrechtlichen Verfahren bei der Tarifgenehmigung (amtl. Publ.)

Das vor­liegende Urteil bet­rifft die Beschw­erde von Swissper­form gegen ein Urteil des BVer­wGer im Zusam­men­hang mit dem Tarif A Radio (Ver­wen­dung von im Han­del erhältlichen Ton­trägern durch die SRG zu Sendezweck­en im Radio) mit Gültigkeits­dauer vom 1. Jan­u­ar 2013 bis zum 31. Dezem­ber 2016. Die Eid­genös­sis­che Schied­skom­mis­sion ESchK hat­te diesen Tarif Ende 2012 genehmigt. Die Genehmi­gung wich allerd­ings vom Entwurf…

B‑3331/2010: “PARADIES” beschreibend für bestimmte inhaltsbezogene Waren

Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG ist Inhab­erin der inter­na­tionalen Reg­istrierung “Paradies” (Wort­marke). Das IGE ver­weigerte den Schutz in der Schweiz für Waren in Klasse 9 und 16 (u.a. Daten­träger und online-Pub­lika­tio­nen), weil die Beze­ich­nung “Paradies” ein the­men- und inhalts­be­zo­gen­er Ver­weis und damit Gemeingut iSv MSchG 2 a sei. Das Zeichen beschreibe einen möglichen Inhalt der hier strit­ti­gen Waren.…

B‑5876/2009: “Proled (fig.)” nicht kennzeichnungskräftig für u.a. Lampen

Pro­led (fig.) Die Marke “Pro­led (fig.)” ist aus der Sicht des Durch­schnittskon­sumenten u.a. für elek­trische Kabel usw. für Leuchtkör­p­er (Klasse 9) und u.a. Lam­p­en und LEDs (Klasse 11) nicht kennze­ich­nungskräftig und damit Gemeingut iSv MSchG 2 a, wie das BVer­wGer fes­thält. Der Aus­druck “Pro­led” wird hier als “pro­fes­sionelle Leucht­diode” oder “pro­fes­sioneller Leuchtkör­p­er” ver­standen. Die Gestal­tung des Schriftzugs ist aus Sicht…

4A_374/2007: Pralinenform hier als Gemeingut nicht schützbar

Das BGer weist eine Beschw­erde gegen ein Urteil des Bun­desver­wal­tungs­gerichts ab. Das IGE erliess eine vor­läu­fige Schutzver­weigerung nach PVÜ 6quinquies B 2 und MSchG 2 a für eine Pra­li­nen­form (Gemeingut). Daran hielt das IGE auch nach ein­er Ein­schränkung der beansprucht­en Waren auf “Schoko­lade­pro­duk­te, näm­lich Pra­li­nen” fest. Das BVer­wGer hat­te den Entscheid bestätigt. Die Vorin­stanz hat­te erkan­nt, dass sich die beanspruchte…