Bundesgesetz über die Psychologieberufe per 1. April 2013 in Kraft

Der Bun­desrat hat das Bun­des­ge­setz über die Psy­cholo­gieberufe (PsyG) auf den 1. April 2013 in Kraft geset­zt. Das PsyG hat nach seinem Art. 1 fol­gen­den Zweck und Gegen­stand: 1 Dieses Gesetz bezweckt: a. den Gesund­heitss­chutz; b. den Schutz vor Täuschung und Irreführung von Per­so­n­en, die Leis­tun­gen auf dem Gebi­et der Psy­cholo­gie in Anspruch nehmen. 2 Zu diesem Zweck legt es fest:…

Heilmittelverordnungspaket IV: Entwurf des neues Verordnungsrechts

…Phar­ma­covig­i­lance-Plans, Anwen­dung der Good Vig­i­lance Prac­tice, Ergänzung und Präzisierung des Umfangs der Meldepflicht­en); Verbesserung der Sicher­heit des Arzneimit­telein­satzes in der Pädi­a­trie (Pub­lika­tion eines Verze­ich­nis für Off-Label Dosierungsempfehlun­gen bezüglich der in der Pädi­a­trie einge­set­zten Arzneimit­tel, Schaf­fung neuer Verpflich­tun­gen und Anreize für die Phar­main­dus­trie zur Förderung der Entwick­lung von pädi­a­trischen Arzneimit­teln); Fes­tle­gung von Min­i­malan­forderun­gen an die Ver­schrei­bung von Arzneimit­teln. Erhöhung der Transparenz:…

BR: Revidierte HMG-Bestimmungen über Einsatz von Arzneimitteln bei Kindern vorzeitig in Kraft

…Behör­den geprüft und zuge­lassen. Mit der 2016 vom Par­la­ment ver­ab­schiede­ten Revi­sion des Heilmit­telge­set­zes soll die Sit­u­a­tion bei den Kinder­arzneimit­teln und das Infor­ma­tions­de­fiz­it in der Pädi­a­trie verbessert wer­den. Fol­gende Neuerun­gen sind geplant: Vorge­se­hen ist unter anderem ein nationales Verze­ich­nis, in dem har­mon­isierte Empfehlun­gen zur Off-Label-Dosierung von Wirk­stof­fen pub­liziert wer­den, die in der Pädi­a­trie zum Ein­satz kom­men. Es soll den Ärzten im…

5A_801/2022: Befristung des nachehelichen Unterhalts (amtl. Publ.)

…ob die unter­halt­sansprechende Partei prog­nos­tisch ihre (hypo­thetis­che) Erwerb­skraft (wieder) herzustellen und auszuschöpfen in der Lage sei (E. 5.7.3). Dabei sei eine allfäl­lige Erwerb­s­be­hin­derung durch Kinder­be­treu­ung zu berück­sichti­gen. Selb­st bei kurzem ehe­lichen Zusam­men­leben dauere der Anspruch auf nachehe­lichen Unter­halt bis zu jen­em Zeit­punkt, ab welchem die (erwerb­srel­e­van­ten) Kinder­be­treu­ungsauf­gaben ent­fall­en, d. h. gemäss Schul­stufen­mod­ell grund­sät­zlich bis zum vol­len­de­ten 16. Alter­s­jahr des jüngsten…

5D_133/2010: Bestellung der Erbenvertretung “bis zur Teilung” — u.U. nach dem Erbteilungsurteil

Erbteilung für die Aufhe­bung der Erbenge­mein­schaft mass­gebend.  “Gestützt auf die Recht­sprechung und Lehre durfte das Kan­ton­s­gericht willkür­frei annehmen, trotz gerichtlichem Erbteilung­surteil beste­he nach wie vor eine Erbenge­mein­schaft, der ein Erbenvertreter bestellt wer­den könne. Das Dis­pos­i­tiv des Erbteilung­surteils, dessen Trag­weite anhand der Erwä­gun­gen zu klären ist […], lässt daran keine Zweifel aufkom­men.” Allerd­ings ist es möglich, dass die Erben die Erbenge­mein­schaft…

5A_712/2021: Verhältnis zwischen vorsorglichem Massnahmen- und Endentscheid bei selbständiger Unterhaltsklage

Wer­den im Laufe ein­er selb­ständi­gen Unter­halt­sklage vor­sor­glich Unter­halts­beiträge gesprochen, darf die Unter­halt­spflicht im Endentscheid einzig für den Zeit­punkt ab Recht­skraft des Endentschei­ds geregelt wer­den. Mit anderen Worten sind die vor­sor­glich gesproch­enen Unter­halts­beiträge defin­i­tiv und kön­nen im Endentscheid nicht mehr rück­wirk­end über­prüft wer­den. Urteil­szusam­men­fas­sung Das Urteil BGer 5A_712/2021 vom 23.5.2022 bet­rifft eine selb­ständi­ge Unter­halt­sklage bei fest­ste­hen­dem Kindesver­hält­nis. Vor Bun­des­gericht wehrte sich…

5A_816/2019: Steueranteil des Kindes bei der Unterhaltsberechnung (amtl. Publ.)

…Kindes sind dabei namentlich der Barun­ter­halts­beitrag, Fam­i­lien­zu­la­gen, Sozialver­sicherungsrenten und ähn­liche für den Unter­halt des Kindes bes­timmte Leis­tun­gen sowie Erträge aus Kindesver­mö­gen zu berück­sichti­gen; nicht aber das Erwerb­seinkom­men des Kindes (vgl. Art. 3 Abs. 3 StHG) und der Betreu­ung­sun­ter­halts­beitrag. Let­zter­er ste­ht zwar formell dem Kind zu (Art. 285 Abs. 2 ZGB), ist materiell aber für den betreuen­den Eltern­teil bes­timmt. Entsprechend ist er für die…

5A_420/2021: Berücksichtigung von weggefallenem Kindesunterhalt bei der Berechnung des gebührenden ehelichen und nachehelichen Unterhalts

Im Urteil 5A_420/2021 vom 5. Dezem­ber 2022 präzisiert das Bun­des­gericht seine Recht­sprechung zur Frage, wie mit Mit­teln umzuge­hen ist, die zufolge wegge­fal­l­en­em Kindesun­ter­halt für die Elternebene frei wer­den. Dem­nach sind diese Mit­tel bei der Berech­nung des gebühren­den Tren­nungs- oder Schei­dung­sun­ter­halts nur dann zu berück­sichti­gen, wenn sie in ein­er gewis­sen zeitlichen Nähe zur Tren­nung frei wer­den. Dabei ist die Ehedauer zu…

5A_597/2022: Überschussanteil des Kindes unverheirateter Eltern

Im Urteil 5A_597/2022 vom 7. März 2023 set­zte sich das Bun­des­gericht im Rah­men ein­er Beschw­erde gegen einen vor­sor­glichen Mass­nahme­nentscheid mit der Frage auseinan­der, wie sich der Über­schus­san­teil eines Kindes unver­heirateter Eltern berech­net. Es erachtete die Lösung der Vorin­stanz, die den Über­schuss des Unter­haltss­chuld­ners im Ver­hält­nis 2:1 auf den unter­halt­spflichti­gen Eltern­teil und seine Kinder verteilte, nicht als willkür­lich. Zusam­men­fas­sung Im hier…

5A_176/2023: Abänderung des Kindesunterhalts wegen Mehreinkommens des betreuenden Elternteils (amtl. Publ.)

Gemäss bish­eriger Recht­sprechung durften Kindesun­ter­halts­beiträge wegen erhöht­en Einkom­mens des betreuen­den Eltern­teils nur abgeän­dert wer­den, wenn anson­sten ein unzu­mut­bares finanzielles Ungle­ichgewicht zwis­chen den Eltern ent­standen wäre. Das Bun­des­gericht stellt im Urteil 5A_176/2023 vom 9. Feb­ru­ar 2024 nun erst­mals klar, dass diese Voraus­set­zung nicht für die Abän­derung des Betreu­ung­sun­ter­halts gilt. Zusam­men­fas­sung Im hier besproch­enen Fall ver­langte der unter­halt­spflichtige Vater wegen erhöht­en Erwerb­seinkom­mens der…