Botschaft betr. Privatbestechung: Verfolgung von Amts wegen; Ausdehnung des Anwendungsbereichs

…Bekämp­fung der Kor­rup­tion zu verbessern.   Hand­lungs­be­darf sieht der Bun­desrat u.a., weil die im UWG geregelte Pri­vatbestechung ausser­halb ein­er “klas­sis­chen Konkur­ren­zsi­t­u­a­tion” nicht straf­bar sei: Zum einen ist die Schweiz­er Wirtschaft stark auf inter­na­tionalen Märk­ten engagiert, deren Kor­rup­tions­bekämp­fungs­stan­dards bisweilen man­gel­haft sind. Zum anderen haben in der Schweiz zahlre­iche inter­na­tionale Sportver­bände ihren Sitz, die oft Drehscheibe gross­er wirtschaftlich­er und finanzieller Inter­essen sind und deren…

Hypothekarischer Referenzzinssatz bei Mietverhältnissen sinkt auf 2,5 Prozent

Der hypothekarische Ref­erenzzinssatz beträgt neu 2,5 Prozent und liegt damit 0,25 Prozent­punk­te unter­halb des let­zt­mals pub­lizierten Satzes. Er gilt für die Miet­zins­gestal­tung in der ganzen Schweiz. Der in Viertel­prozent­punk­ten pub­lizierte Ref­erenzzinssatz stützt sich auf den vierteljährlich erhobe­nen vol­u­mengewichteten Durch­schnittszinssatz der inländis­chen Hypothekar­forderun­gen. Auf­grund der vom Bun­desrat am 26. Okto­ber 2011 beschlosse­nen Änderung der Verord­nung über die Miete und Pacht von…

EStV: Rundschreiben betr. steuerlich anerkannte Zinssätze für Vorschüsse und Darlehen pro 2017

Die Eid­genös­sis­che Steuerver­wal­tung hat ihre jährlichen Rund­schreiben betr. steuer­lich anerkan­nte Zinssätze für Vorschüsse oder Dar­lehen an (resp. von) Beteiligte(n) oder ihnen nahe stehende(n) Dritte(n) für das Jahr 2017 pub­liziert. EStV-Rund­schreiben betr. steuer­lich anerkan­nte Zinssätze 2017 für Vorschüsse oder Dar­lehen in Schweiz­er Franken; EStV-Rund­schreiben betr. steuer­lich anerkan­nte Zinssätze 2017 für Vorschüsse oder Dar­lehen in Fremdwährungen.…

Bundesrat: Revision des OR zur Modernisierung des Handelsregisters

Der Bund soll ein elek­tro­n­is­ches Han­del­sreg­is­ter auf­bauen, das jedoch weit­er­hin von den Kan­to­nen geführt wird. Damit kön­nen die Han­del­sreg­is­tere­in­träge kün­ftig direkt im Inter­net veröf­fentlicht wer­den. Die Han­del­sreg­is­ter­an­mel­dun­gen und ‑belege sollen kün­ftig nur noch elek­tro­n­isch ein­gere­icht wer­den kön­nen. Allerd­ings wer­den weit­er­hin alle Per­so­n­en, also nicht nur Recht­san­wälte oder Urkundsper­so­n­en, eine Ein­tra­gung im Han­del­sreg­is­ter ver­an­lassen kön­nen. Diese Änderun­gen sieht der Bun­desrat vor…

BR: Neues Verjährungsrecht tritt per 1. Januar 2020 in Kraft

Nach­dem die Ref­er­en­dums­frist unbe­nutzt abge­laufen ist, hat der Bun­desrat an sein­er Sitzung vom 7. Novem­ber 2018 das rev­i­dierte Ver­jährungsrecht auf den 1. Jan­u­ar 2020 in Kraft geset­zt. Die bei­den zen­tralen Ele­mente der Revi­sion sind: Ver­längerung der rel­a­tiv­en Ver­jährungs­frist von bish­er einem Jahr auf neu drei Jahre im Delik­ts- und Bere­icherungsrecht. Geschädigte Per­so­n­en haben also kün­ftig ab dem Zeit­punkt der Ken­nt­nis des…

4A_449/2020: Rechtskraft bei rein betragsmässig beschränkten Teilklagen

Das Bun­des­gericht klärte in diesem Urteil, dass die recht­skräftige Abweisung ein­er Teilk­lage, mit welch­er die kla­gende Partei einen einzig betragsmäs­sig beschränk­ten Teil ein­er Forderung gel­tend mache, grund­sät­zlich das spätere Ein­kla­gen eines weit­eren Teil­be­trags der­sel­ben Forderung auss­chliesse. Hin­ter­grund war die Klage ein­er Stiftung vor dem Han­dels­gericht Zürich, mit welch­er eine Bank zur Zahlung von CHF 100’000 hätte verurteilt wer­den sollen. Die…

4A_195/2014 und 4A_197/2014: Aktienrechtliche Rückerstattung (amtl. Publ.)

Dem Bun­des­gericht bot sich in diesem Urteil die Gele­gen­heit, den Tatbe­stand von Art. 678 Abs. 2 OR zu präzisieren. Hin­ter­grund des Beschw­erde­v­er­fahrens bildete der Verkauf eines von ein­er Aktienge­sellschaft gehal­te­nen Aktien­pakets. Die bei­den einzi­gen Ver­wal­tungsräte dieser Gesellschaft beschlossen unter anderem fol­gende Regelung: Falls der Verkauf­spreis über 4 Mio. CHF betra­gen sollte, erlauben sich die Ver­wal­tungsräte (…) sich jew­eils 1 %…

4A_538/2013: Unterscheidung zw. Zusicherungen und reklamehaften Anpreisungen beim Kauf

Der vor­liegende Fall betraf den Kauf eines gebraucht­en Mer­cedes. Der Wagen war nicht als Unfall­wa­gen verkauft wor­den. Bei einem nach dem Kauf aufge­trete­nen Defekt der Brem­sen stellte eine Exper­tise jedoch fest, dass es sich um einen Unfall­wa­gen han­delte und der Unfallschaden zudem schlecht und unfach­män­nisch repari­ert wor­den sei. Der Käufer ver­langte in der Folge Wand­lung des Kaufver­trags. Der Käufer berief…

4A_383/2007: unberechtigte GoA im Konkubinat

…der Aus­führung dieser Arbeit­en beina­he bis zu deren Vol­len­dung im Haus gewohnt und habe daher davon Ken­nt­nis gehabt. Dass sie gegen die Arbeit­en remon­stri­ert hätte, habe sie zwar behauptet, aber nicht nachgewiesen. Vor diesem Hin­ter­grund schloss die Vorin­stanz auf stillschweigende Genehmi­gung und sprach dem Beschw­erdegeg­n­er den Ver­wen­dungser­satz nach Art. 402 Abs. 1 OR in der Höhe von FFR 187’527.28 zu.”…

4C.53/2007: Auslegung eines Auftrags

Das BGer bestätigte die Ausle­gung eines Auf­trags durch die Vorin­stanz. Es ging um einen Auf­trag zwis­chen Pri­vat­per­so­n­en und der UBS. Die Pri­vat­per­so­n­en waren Erben sämtlich­er Aktien ein­er Hold­ing. Um der Hold­ing Mit­tel zu ent­nehmen, liessen sie sich von ihr Dar­lehen gewähren. Später woll­ten sie die Hold­ing verkaufen, aber möglichst ohne neg­a­tive Steuer­fol­gen. Sie gewährten daher ein­er der Vor­läuferin­nen der UBS