2C_6/2016: Architekturleistungen mit Honorarsumme von Fr. 300’000.– / Aargauische Pensionskasse hätte Auftrag öffentlich ausschreiben müssen (amtl. Publ.)

Im zur amtlichen Publika­tion vorge­se­henen Entscheid vom 18. Juli 2016 befasste sich das BGer mit der Frage, ob die Aar­gauis­che Pen­sion­skasse (APK) bei der Ver­gabe von Unter­halt­sar­beit­en an Liegen­schaften ihres Anlagev­er­mö­gens an das kan­tonale Ver­gaberecht gebun­den ist. Konkret ging es um einen Ver­trag für Architek­turleis­tun­gen mit ein­er Hon­o­rar­summe von Fr. 300’000.–, welch­er von der APK ohne öffentliche Auss­chrei­bung abgeschlossen wurde.…

2C_794/2012: “Kopftuchverbot”; Schulreglement trotz Sonderstatusverhältnis keine genügende gesetzliche Grundlage (amtl. Publ.)

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Urteil über die Zuläs­sigkeit eines Ver­bots an die Adresse der Schü­lerIn­nen, in der Schule u.a. ein Kopf­tuch zu tra­gen, zu befind­en. Die Schu­lord­nung der Sekun­darschule der Volkss­chul­ge­meinde Bür­glen enthält die fol­gende Regelung: Schü­lerIn­nen besuchen sauber und anständig gek­lei­det die Schule. Der ver­trauensvolle Umgang untere­inan­der bedeutet, dass die Schule ohne Kopf­be­deck­ung besucht wird. Aus diesem Grund ist…

1C_230/2011: Google Street View: Interessenabwägung, Verhältnismässigkeit der Anforderungen an Anonymisierung (amtl. Publ.)

Das BGer heisst die Beschw­erde von Google gegen das Streetview-Urteil des BVGer teil­weise gut (zum Urteil des BVGer vgl. hier). 1. Per­so­n­en­bezug / Bes­timm­barkeit Mit Bezug auf die daten­schutzrechtlichen Fra­gen hielt das BGer zunächst fest, dass eine Bear­beitung von Per­so­n­en­dat­en i.S.v. DSG 2 I vor­liege und der sach­liche Anwen­dungs­bere­ich des DSG damit eröffnet sei. Die auf den Bildern des Street View-Dien­stes erkennbaren…

4A_330/2014: “THINK” nicht absolut freihaltebedürftig; keine Verwechslungsgefahr zwischen “THINK” und “THINK WEINBRENNER” bzw. “THINK OUTDOORS

…hier). Das HGer AG hat­te die Unter­las­sungsklage gestützt auf die IR-Marke “THINK” weit­ge­hend gut­ge­heis­sen, gle­ichzeit­ig aber die CH-Marke “THINK OUTDOORS” auf Widerk­lage hin nichtig erk­lärt. Bata gelangte mit Beschw­erde ans BGer und ver­langte Abweisung der Klage und (weit­er­hin) auch Nichtigerk­lärung des Schweiz­er Teils der IR-Marken. Das BGer heisst die Beschw­erde teil­weise gut. Zunächst hält das BGer — wie zuvor das HGer…

5A_584/2010: Befangenheit bei Vorbefassung

…den in bei­den Ver­fahrenssta­di­en aufge­wor­fe­nen Fra­gen, dem Entschei­dungsspiel­raum sowie der Bedeu­tung der jew­eili­gen Entschei­dun­gen (BGE 131 I 113 E. 3.4 S. 116 f. mit Hin­weisen; BGE 114 Ia 50 E. 3d S. 59). Mehrfache Funk­tio­nen des Zivil­richters, der sich in dem­sel­ben Ver­fahren wieder­holt mit ein­er Stre­it­sache zu befassen hat, begrün­den für sich allein jedoch nicht ohne weit­eres einen Aus­stands­grund (BGE

1C_604/2018: Gwärfi Areal Kloten / Vereinbarkeit einer Recyclingstation mit den Schutzzielen der Amphibienlaichgebiete-Verordnung (amtl. Publ.)

Im zur amtlichen Publika­tion vorge­se­henen Urteil vom 16. April 2020 beurteilte das BGer die Zuläs­sigkeit ein­er Recycling‑, Umschlag- und Sam­mel­sta­tion in der Land­wirtschaft­szone. Seit dem Jahr 2002 wird das ehe­ma­lige Kieswerk Gwär­fi an der Bassers­dor­fer­strasse in Kloten ohne Bewil­li­gung zu diesem Zweck genutzt. Auf Ersuchen der Betreiberin erteilte die Stadt Kloten die Bewil­li­gung betr­e­f­fend Abbruch, Anbau, Umbau und Nutzungsän­derung der…

1C_668/2017: Grenzabstandspflicht zwischen Bau- und Landwirtschaftszone (amtl. Publ.)

Im zur amtlichen Publika­tion vorge­se­henen Entscheid vom 31. Okto­ber 2018 beschäftigte sich das BGer mit der Frage, ob zwis­chen der Bau­zone und der Land­wirtschaft­szone ein min­i­maler Gren­z­ab­stand einzuhal­ten sei. Im Jan­u­ar 2016 reichte die Bauherrschaft bei der Gemeinde Woller­au ein Gesuch für den Abbruch ein­er Sche­une auf der Parzelle KTN 2392 und den Neubau von drei Ein­fam­i­lien­häusern auf den Parzellen…

2C_689/2015: Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 27 BV auf die Erteilung von Konzessionen nicht anwendbar (amtl. Publ.)

…Uri diverse Änderun­gen der GNV. Gegen diese Änderun­gen führte die Kraftwerk Schächen­schale AG Beschw­erde beim BGer und stellte den Antrag, diverse Bes­tim­mungen der GNV aufzuheben. Das BGer weist die Beschw­erde ab. Zunächst moniert die Beschw­erde­führerin, dass das in den Art. 2c bis 2e GNV UR geregelte Ver­fahren bei konkur­ri­eren­den Konzes­sion­s­ge­suchen gegen Art. 6 Ziff. 1 EMRK ver­stosse. Das BGer ist jedoch der Ansicht,…

2C_783/2013: Begriff der “Angemessenheit” iSv URG 60; keine Unangemessenheit des GT S (amtl. Publ.)

…eine Höch­st­gren­ze han­delt, die nur über­schrit­ten wer­den darf, wenn die genan­nten Prozentsätze nicht zu einem angemesse­nen Ent­gelt für die Berechtigten führen. Das BGer hat­te sich im vor­liegen­den Entscheid daher mit der Frage zu beschäfti­gen, was “angemessen” i.S.v. URG 60 I bedeutet. Zunächst hält das BGer fest, dass sich der Begriff der angemesse­nen Entschädi­gung grund­sät­zlich auf drei ver­schiedene Weisen ver­ste­hen lässt: [Dieser…

1C_50/2016: Gerichtskosten von Fr. 12’000.– für die Beurteilung nicht einfacher, aber auch nicht speziell komplexer Rechtsfragen sind übersetzt

…sie zum Gang ans das BGer bewog. Das BGer heisst die Beschw­erde gut. Die Beschw­erde­führer brin­gen ins­beson­dere vor, dass die Gericht­skosten das Äquiv­alen­zprinzip ver­let­zen wür­den, da sie offen­sichtlich über­set­zt seien. Das BGer hält zunächst fest, dass es sich bei Gericht­skosten um Kausal­ab­gaben han­dle, welche dem Kos­ten­deck­ungs- und Äquiv­alen­zprinzip genü­gen müssten. Das Äquiv­alen­zprinzip bes­timme, dass eine Gebühr nicht in einem offen­sichtlichen Missverhältnis…