5A_954/2016: Vorlegung eines Sichtwechsels (amtl. Publ.; frz.)

…den Entscheid der Vorin­stanz: Im vor­liegen­den Fall war als Zahlung­sort der Sitz der Bank B. fest­gelegt wor­den. Fol­glich hätte sich die A. AG sel­ber an den Zahlung­sort begeben müssen und den Sichtwech­sel am Sitz der Bank B. ent­ge­gen nehmen müssen, damit die Vor­legung voll­ständig wird. Der Sichtwech­sel war somit am Zahlung­sort vorgelegt wor­den; die Beschw­erde wurde dem­nach abgewiesen (E. 4.2.5.–5.).…

6B_31/2019: Art. 102 StGB (Strafbarkeit des Unternehmens) ist Zurechnungsnorm; Verjährung richtet sich nach der Anlasstat

…Kan­tonale Staat­san­waltschaft Aar­gau führte eine Stra­fun­ter­suchung gegen die Organe der ASE, wobei der Geschäfts­führer inzwis­chen zweitin­stan­zlich u.a. wegen gewerb­smäs­si­gen Betrugs verurteilt wurde. Geschädigte Anleger hat­ten zudem gegen den Kon­tover­ant­wortlichen der ASE bei der Basler Kan­tonbank sowie gegen die Bank sel­ber Strafanzeige wegen Ver­dachts auf Geld­wäscherei i.S.v. Art. 305bis i.V.m. Art. 102 Abs. 2 StGB ein­gere­icht. Die Staat­san­waltschaft stellte das Verfahren…

Urteil B‑2334/2023: Rechtswidrige Verfügung zur Abschreibung von AT1-Kapitalinstrumenten

CS durch die UBS Group AG (Beschw­erdegeg­ner­in) abzuschreiben. Die FINMA stützte sich für den Erlass der Ver­fü­gung auf aArt. 5a der Verord­nung über zusät­zliche Liq­uid­ität­shil­fe-Dar­lehen und die Gewährung von Aus­fall­gar­antien des Bun­des für Liq­uid­ität­shil­fe-Dar­lehen der Schweiz­erischen Nation­albank an sys­tem­rel­e­vante Banken vom 16. März 2023 (PLB-NVO). Die Beschw­erde­führen­den ver­langten unter anderem die Aufhe­bung der Ver­fü­gung und die Verpflich­tung der CS, die…

Unternehmensstrafbarkeit nach Art. 102 StGB

…Beziehung ini­ti­ieren und überwachen (SK.2020.62, E. 5.1.5). Die Bank sorgt dazu für ein wirk­sames internes Kon­troll­sys­tem (Art. 12 Abs. 4 BankV). Das FINMA-RS 08/24 zur Überwachung und inter­nen Kon­trolle bei Banken macht schliesslich Vor­gaben zur Cor­po­rate Gov­er­nance, zur Überwachung der Geschäft­stätigkeit und zur inter­nen Kon­trolle und deren Überwachung durch die zuständi­gen Stellen in Banken. Der Swiss Code of Best Practice…

4A_653/2014: Bonus als Gratifikation bei sehr hohem Einkommen (amtl. Publ.)

Ein Bankangestell­ter im Rang eines “Man­ag­ing Direc­tors” erzielte seit April 2006 ein fix­es Grun­deinkom­men von CHF 300’000 pro Jahr. Zusät­zlich erhielt er jew­eils von der Bank einen Cash-Bonus und einen Aktien­bonus. Die Gesamtvergü­tung betrug im Jahr 2007 CHF 1.85 Mio. und im Jahr 2008 CHF 2.05 Mio. Im Dezem­ber 2008 kündigte die Bank für den Cash­bonus 2009 einen neuen Bonus­plan an…

4A_47/2013: Vertrag sui generis zur Abwicklung der Schadenersatzpflicht des Arbeitnehmers (Art. 321e OR)

Ein Bankmitar­beit­er räumte ein, dass er jahre­lang Kun­den­gelder unter­schla­gen und die Gelder für seine per­sön­lichen Bedürfnisse aus­gegeben hat­te. Die Bank kündigte darauf das Arbeitsver­hält­nis frist­los. In der Folge schloss die Bank mit dem Arbeit­nehmer eine Vere­in­barung ab, wonach die Bank ermächtigt wurde, Aktien des Arbeit­nehmers zu verkaufen. Der Ver­trag sah unter anderem vor, dass der Verkauf­ser­lös zur Deck­ung der Schadenersatzansprüche…

Bundesrat: Botschaft zur Revision des Einlegerschutzes

Der Bun­desrat hat am 12. Mai 2010 die Botschaft zur Revi­sion des Ein­legerschutzes im Bankenge­setz ver­ab­schiedet. Das bis Ende 2010 gel­tende Dringlichkeit­srecht soll damit dauer­haft im Bankenge­setz ver­ankert wer­den. Zudem wer­den die in der Vernehm­las­sung unbe­strit­ten gebliebe­nen Bes­tim­mungen im Bankenge­setz aufgenom­men. Fern­er soll in einem geson­derten Erlass die bis zum 31. Dezem­ber 2010 befris­tete dringlich erk­lärte Geset­zesän­derung zur Ver­stärkung des…

FINMA: Rundschreiben zu Eigenmitteln und Risikoverteilung

…in Anhörung gegebe­nen Revi­sion­sen­twür­fen (Anhörungs­bericht). Erwäh­nenswerte Anpas­sun­gen betr­e­f­fen einzig gewisse Über­gangs­bes­tim­mungen im Bere­ich der Offen­le­gung. Hier übern­immt die FINMA zur Ver­mei­dung von Wet­tbe­werb­snachteilen den Zeit­plan der EU. Medi­en­mit­teilung vom 25. Novem­ber 2010 Rund­schreiben 2008/19 Kred­itrisiken Banken Rund­schreiben 2008/20 Mark­trisiken Banken Rund­schreiben 2008/22 EM-Offen­le­gung Banken Rund­schreiben 2008/23 Risikoverteilung Banken Bericht: Geän­derte Unter­legung von Mark­trisiken und Ver­briefun­gen sowie Revi­sion des inter­na­tionalen Ansatzes der Risikoverteilung…

BR: Gewinnsteuerliche Entlastung für Too-Big-Too-Fail-Finanzierungen; Vernehmlassung eröffnet

…der neuen Regelung prof­i­tieren Konz­er­noberge­sellschaften von Banken, welche die genan­nten TBTF-Instru­mente emit­tieren, wozu sie auf­grund auf­sicht­srechtlich­er Vorschriften unter bes­timmten Umstän­den verpflichtet sind. Die neuen Vorschriften gel­ten für sämtliche Konz­er­noberge­sellschaften, welche diese Finanzierungsin­stru­mente emit­tieren, unab­hängig davon, ob sys­tem­rel­e­vant oder nicht. Weil TBTF-Instru­mente de fac­to nur von sys­tem­rel­e­van­ten Banken aus­gegeben wer­den, wirken sich die vor­liegen­den Anpas­sun­gen primär zugun­sten dieser Banken aus (aktuell:…

5A_638/2009: Erbrechtlicher Auskunftsanspruch der Erben eines wirtschaftlich Berechtigten gegenüber einer Bank nach franz. Erbstatut

Das BGer bestätigt, dass sich die Erben eines wirtschaftlich Berechtigten gegenüber der Bank nicht einen auftrags‑, son­dern allen­falls einen erbrechtlichen Auskun­ft­sanspruch besitzen. Nach dem hier mass­ge­blichen franzö­sis­chem Erb­statut kann ein solch­er Anspruch wohl beste­hen: Nach der Recht­sprechung ergibt sich aus Art. 10 des franz. Code Civ­il, dass ein Drit­ter, z.B. eine Bank, den Erben Auskun­ft über die Ver­mö­genswerte des Erblassers…