UBI: Beschwerde gegen “10 vor 10”-Beitrag “FDP und die Pharmalobby” gutgeheissen

Die UBI hat eine Beschw­erde gegen einen im Nachricht­en­magazin “10 vor 10“ausgestrahlten Beitrag knapp (mit Stichentscheid des Präsi­den­ten) gut­ge­heis­sen. Der Beitrag über die Beziehun­gen der FDP zur Phar­malob­by hat das Sachgerechtigkeits­ge­bot ver­let­zt, weil es die Redak­tion wichtige Ele­mente nicht geprüft hatt (vgl. auch die Medienmitteilung).…

2C_542/2007: “10 vor 10”-Sendung teilweise programmrechtswidrig

Das BGer beurteilt einen Beitrag des Schweiz­er Fernse­hens (Sendun­gen “10 vor 10” vom 4. und 8. August 2006: Beiträge über das Ther­a­piezen­trum “Fuente Alamo) als teil­weise gegen jour­nal­is­tis­che Sorgfalt­spflicht­en ver­stossend (die NZZ berichtete). In ein­er zweit­en Sendung zum sel­ben The­ma wur­den neue “Mis­stände” und Vor­würfe gegen eine Ärztin erwäh­nt, ohne dass diese oder eine unab­hängige Per­son sich (erneut) hät­ten äussern…

Stellungnahme des Presserats 63/2010 zur Löschung von Texten aus dem Internet

Der Presser­at beschäftigt sich in der Stel­lung­nahme Nr. 63/2010 mit der Frage, ob die Löschung eines Textes auf dem Inter­net erst abgeschlossen ist, wenn er auch aus dem Zwis­chen­spe­ich­er bei Google (Google Cache) ent­fer­nt wurde, ist sich aber offen­bar nicht sich­er: “[…] ist für den Presser­at deshalb nicht erstellt, dass der Vor­wurf von «OnlineRe­ports», die PNOS Basel hätte sich über…

5C.248/2006: Verbot von Dopingmitteln unabhängig von der nachgewiesenen Menge nicht persönlichkeitsverletzend (amtl. Publ.)

Der Schweiz­er Pfer­derennsport-Ver­band durfte ein Pferd dis­qual­i­fizieren, nach­dem eine ver­botene Sub­stanz (4‑MAA; hier als Abbaupro­dukt des Medika­ments Metami­zol) nachgewiesen wor­den war, und zwar unab­hängig von der Konzen­tra­tion der Sub­stanz und der Frage, ob die nachgewiesene Menge über­haupt eine Leis­tungssteigerung bewirken kon­nte. Dies ergab sich aus ein­er Abwä­gung zwis­chen dem Inter­esse des Ver­bands an der Effizienz der Dop­ing­bekämp­fung ein­er­seits und dem…

5A_204/2017: Bestimmtheit eines Urteilsdispositivs für Unterhaltsbeiträge (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Urteil hat­te das Bun­des­gericht zu entschei­den, inwiefern gestützt auf einen Gericht­sentscheid betr­e­f­fend Kindesun­ter­halt defin­i­tive Recht­söff­nung erteilt wer­den kann. Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: Am 21. Sep­tem­ber 2010 hat­te das Kan­ton­s­gericht Nid­walden in der von A. (Jg. 1995, Tochter von B. und C. und dama­lige Klägerin / heutige Beschw­erde­führerin) gegen B. (Mut­ter von A., dama­lige Beklagte / heutige…

UBI: Beschwerden gegen “10 vor 10”-Beiträge abgewiesen

Die UBI hat eine Beschw­erde gegen drei Beiträge der Sendung “10 vor 10” des Schweiz­er Fernse­hens abgewiesen (vgl. Medi­en­mit­teilung und Entscheid der UBI, pdf). Das Nachricht­en­magazin hat­te drei Beiträge über die Antibabyp­ille “Yas­min” gesendet, die wahrschein­lich ursäch­lich für eine fol­gen­schwere Lun­genem­bolie war. In der Beschw­erde vor der UBI war gerügt wor­den, es werde der Ein­druck erweckt, die Antibabyp­ille “Yas­min” sei…

5A_792/2011: zivilrechtliche Mitverantwortung von Blogbetreibern bejaht

Das BGer hat in einem jüng­sten Urteil fest­ge­hal­ten, dass der Betreiber ein­er Plat­tform für Blogs für die von Drit­ten ver­fassten Blog­beiträge zivil­rechtlich mitver­ant­wortlich ist. Die Tri­bune de Genève (TdG) ermöglicht es Drit­ten, auf ihrer Web­site Blogs zu ver­fassen (“Blogs” wer­den vom BGer wie fol­gt umschrieben: “Le blog désigne un site Web per­son­nel com­posé essen­tielle­ment d’actualités (ou “bil­lets”) pub­liées au fil…

2C_710/2010: Pharmalobby-Bericht in 10 vor 10 verletzte Sachgerechtigkeitsgebot nicht (amtl. Publ.)

In einem Bericht des Schweiz­er Fernse­hens im For­mat “10 vor 10” wurde die FDP als mit der Phar­malob­by ver­ban­delt dargestellt. Die Unab­hängige Beschw­erdekom­mis­sion für Radio und Fernse­hen (UBI) hat­te auf Beschw­erde der FDP fest­gestellt, das Sachgerechtigkeits­ge­bot sei ver­let­zt wor­den. Vor BGer war zunächst strit­tig, ob das Ver­fahren vor der UBI rechtsstaatlichen Anforderun­gen genügt. Nach der Prax­is der UBI gilt, dass “die UBI

Verordnung zur Vermögensverwaltung im Erwachsenenschutzrecht

Am 4. Juli 2012 sind die Aus­führungs­bes­tim­mungen über die Anlage und die Auf­be­wahrung des Ver­mö­gens ver­beistän­de­ter oder bevor­munde­ter Per­so­n­en ver­ab­schiedet wor­den. Die neue Verord­nung tritt zusam­men mit dem neuen Erwach­se­nen­schutzrecht am 1. Jan­u­ar 2012 in Kraft. Die sog. Verord­nung über die Ver­mö­gensver­wal­tung im Rah­men ein­er Bei­s­tand­schaft oder Vor­mund­schaft basiert im Wesentlichen auf zwei Grund­sätzen: Erstens sind die Ver­mö­genswerte der betrof­fe­nen Person…