5A_530/2008: Vollstreckbarerklärung von ausländischen vorsorglichen Massnahmen (Art. 31 LugÜ), Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör

In einem gestern veröf­fentlicht­en, zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid (5A_530/2008 vom 22. Okto­ber 2009) befasste sich das Bun­des­gericht mit der Voll­streck­bar­erk­lärung von aus­ländis­chen vor­sor­glichen Mass­nah­men (Art. 31 LugÜ). Das Bun­des­gericht hielt zunächst mit Blick auf die zuläs­si­gen Beschw­erde­gründe fest, dass es sich (in Analo­gie zur Recht­söff­nung, siehe BGE 133 III 399) recht­fer­tige, gegen das selb­ständi­ge … weit­er­lesen

4A_339/2009: Verbot des Familienfideikommisses keine loi d’application immédiate (amtl. Publ.)

In Anwen­dung des Inko­r­po­ra­tionsprinzips von IPRG 154 I anerken­nt das BGer die grund­sät­zliche Rechts- und Prozess­fähigkeit von Stiftun­gen liecht­en­steinis­chen Rechts (vgl. PGR/LI 106 und 552): “Il résulte du rat­tache­ment prin­ci­pal au droit de l’in­cor­po­ra­tion adop­té par l’art. 154 al. 1 LDIP que la fon­da­tion intimée, con­sti­tuée con­for­mé­ment au droit du Liecht­en­stein et munie par ce … weit­er­lesen

Schengen-Informationsaustauschgesetz tritt in Kraft

Das Bun­des­ge­setz über den Infor­ma­tion­saus­tausch zwis­chen den Strafver­fol­gungs­be­hör­den des Bun­des und den­jeni­gen der Schen­­gen-Staat­en (SIaG) tritt am 1. Jan­u­ar 2010 in Kraft. Damit wird der EU-Rah­­menbeschluss 2006/960/JI über die Weit­er­en­twick­lung des Schen­­gen-Besitz­s­­tands in nationales Recht umge­set­zt. Laut Medi­en­mit­teilung des Eid­genös­sis­chen Jus­­tiz- und Polizei­de­parte­ments (EJPD) soll das Schen­­gen-Infor­­ma­­tion­saus­­tauschge­setz, das am 12. Juni 2009 ver­ab­schiedet wurde, den … weit­er­lesen

UBS-Amtshilfe” — Anhang zum Abkommen in der Amtlichen Sammlung veröffentlicht

Das EJPD hat heute im Fall “UBS” eine Medi­en­mit­teilung veröf­fentlicht und mit­geteilt, dass der Anhang zum Abkom­men in der Amtlichen Samm­lung veröf­fentlicht wird. Gemäss Medi­en­mit­teilung ist die Amt­shil­fe der Schweiz im Fall UBS auf Kurs. Den rechtlichen Rah­men set­zt das gel­tende Dop­pelbesteuerungsabkom­men mit den USA. Fra­gen der Umset­zung, die damit ver­bun­de­nen Fris­ten und die Anzahl … weit­er­lesen

4A_106/2009: UWG 2–8 lois d’application immédiate, wenn der Bund klagt (amtl. Publ.)

Das Klagerecht des Bun­des nach UWG 10 II c c set­zt an und für sich voraus, dass schweiz­erisches Recht anwend­bar ist, denn andern­falls kön­nten UWG 2–8 nicht ver­let­zt sein. Schweiz­erisches Recht kann nach dem Mark­tauswirkung­sprinzip aber dann nicht anwend­bar sein, wenn sich die unlautere Hand­lung nur gegen Per­so­n­en im Aus­land richtet — ger­ade diesen Fall … weit­er­lesen

1C_381/2009: Internationale Rechtshilfe und Auslieferung; „Electronic Monitoring“

Mit Urteil vom 13. Okto­ber 2009 (1C_381/2009) hat sich das Bun­des­gericht zu Ersatz­mass­nah­men im Rah­men eines Aus­liefer­ungsver­fahrens geäussert und die Beschw­erde gegen einen Aus­liefer­ung­shaft­be­fehl teil­weise gut­ge­heis­sen. Zunächst stellt das Gericht klar, dass die – auch bei einem Zwis­ch­enentscheid erforder­liche – Ein­tretensvo­raus­set­zung des beson­ders bedeu­ten­den Fall­es nach Art. 84 Abs. 1 BGG erfüllt ist: 1.2 […] … weit­er­lesen

1C_345/2009: Internationale Rechtshilfe in Strafsachen; Rechtsmittelfrist bei „Banklagernd-Vereinbarung“

Das Bun­des­gericht hat mit Urteil vom 10. Sep­tem­ber 2009 (1C_345/2009) seine Recht­sprechung zum Fris­ten­lauf bei Eröff­nung von Recht­shil­fever­fü­gun­gen an die betrof­fene kon­tenführende Bank erneut bestätigt:  3.4 Zwar sei die Bank nicht automa­tisch Stel­lvertreterin ihres Kun­den, weshalb die Rechtsmit­tel­frist man­gels spezieller intern­er Vere­in­barung erst ab dem Zeit­punkt laufe, in dem die Bank den Kun­den über die … weit­er­lesen

IPT zwischen Kolumbien und der Schweiz in Kraft am 6. Oktober 2009

Am 6. Okto­ber 2009 tritt das Investi­tion­ss­chutz­abkom­men (Invest­ment Pro­tec­tion Treaty, IPT) zwis­chen der Schweiz und Kolumbi­en in Kraft. Schweiz­er Inve­storen, die sich durch Kolumbi­en ver­let­zt fühlen, müssen ein Begehren um Beratung der Sache stellen. Wird die Angele­gen­heit nicht inner­halb von sechs Monat­en beigelegt, so kann sie entwed­er schweiz­erischen Gericht­en oder einem Schieds­gericht beim Inter­na­tionalen Zen­trum … weit­er­lesen