8C_580/2015: Europäisches Koordinationsrecht betreffend soziale Sicherheit (amtl. Publ.)

In einem Fall betr­e­f­fend die Unfal­lver­sicherung hat­te das Bun­des­gericht Gele­gen­heit, sich zum europäis­chen Koor­di­na­tion­srecht betr­e­f­fend die Sozialver­sicherungssys­teme einzel­ner Län­der zu äussern (Urteil 8C_580/2015 vom 26. April 2016). Das Bun­des­gericht stellte fest, dass prinzip­iell das Recht desjeni­gen Lan­des anzuwen­den ist, in dem eine Per­son ihre Erwerb­stätigkeit ausübt (Beschäf­ti­gungs­land­prinzip). Geht ein Arbeit­nehmer in mehreren europäis­chen Staat­en ein­er Beschäf­ti­gung … weit­er­lesen

9C_553/2015: Grundsatz der Parität (amtl. Publ.)

Die Bernische BVG- und Stiftungsauf­sicht (BBSA) hat­te zu prüfen, ob ein Organ­i­sa­­tions- und Wahlre­gle­ment den Grund­satz der Par­ität ver­let­zte. Umstrit­ten war, ob im Regle­ment vorge­se­hen wer­den kann, eine direk­te Nom­i­na­tion und Wahl der Arbeit­nehmervertreter auss­chliesslich aus dem Kreis der ver­sicherten Arbeit­nehmer zuzu­lassen. Der Stiftungsrat wollte nur eine angepasste Ver­sion zulassen, wonach die Arbeit­nehmervertreter durch die … weit­er­lesen

4A_565/2015: Bonus als Gratifikation bei sehr hohem Einkommen (amtl. Publ.)

B. (Beschw­erdegeg­n­er) war als Senior Pri­vate Banker für die A. AG (Beschw­erde­führerin) tätig. Die A. AG ist eine auf Ver­mö­gensver­wal­tung und Anlage­ber­atung spezial­isierte Bank. B. klagte vor Arbeits­gericht Zürich unter anderem Boni für die Geschäft­s­jahre 2011/12 und 2012/13 ein. Das Arbeits­gericht Zürich wies die Klage ab. Das Oberg­ericht des Kan­tons Zürich hiess dage­gen die Klage … weit­er­lesen

Allgemeinverbindlicherklärung des GAV Personalverleih bis zum 31. Dezember 2018 verlängert

Der Bun­desrat hat die All­ge­mein­verbindlichkeit des GAV Per­son­alver­leihs mit teils geän­derten Bes­tim­mungen bis zum 31. Dezem­ber 2018 ver­längert (Beschluss). Die geän­derten all­ge­mein­verbindlichen Bes­tim­mungen des GAV Per­son­alver­leih treten am 1. Mai 2016 in Kraft.

8C_376/2015: Sachliche Gründe für erhebliche Lohnunterschiede (amtl. Publ.)

A. (Beschw­erde­führerin) wurde als Dien­st­stel­len­lei­t­erin des Per­son­alamtes im Kan­ton Basel-Land­schaft angestellt. Nach eini­gen Jahren vere­in­barten die Parteien die Auflö­sung des Arbeitsver­hält­niss­es. A. wurde per sofort freigestellt und erhielt eine Abgangsentschädi­gung. Kurze Zeit danach machte A. Lohn­nachzahlun­gen gel­tend, weil sie in der Besol­dung diskri­m­iniert wor­den sei. Die Frage der Lohn­gle­ich­heit war nicht zum Gegen­stand der Aufhe­bungsvere­in­barung gemacht wor­den (Urteil 8C_376/2015 vom … weit­er­lesen

9C_720/2015: Berufliche Vorsorge; Nachforderungsrecht des Arbeitgebers (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht kon­nte die umstrit­tene Frage klären, auf welch­er Rechts­grund­lage das Recht des Arbeit­ge­bers beruht, vom Arbeit­nehmer Beiträge für die beru­fliche Vor­sorge nachzu­fordern und welch­er Ver­jährung dieses Recht unter­liegt (Urteil 9C_720/2015 vom 26. Feb­ru­ar 2016). Das Bun­des­gericht erkan­nte, dass das Forderungsrecht von Geset­zes wegen gestützt Art. 66 Abs. 3 BVG beste­ht (E. 5.4). Die peri­odis­chen Ansprüche ver­jähren gemäss Art. … weit­er­lesen

BBl 2016 2805: Botschaft betreffend Verlängerung von Normalarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen

Der Bun­desrat hat die Botschaft betr­e­f­fend die Ver­längerung von Nor­malar­beitsverträ­gen mit Min­destlöh­nen veröf­fentlicht (BBl 2016 2805). Die Vor­lage ste­ht im Zusam­men­hang mit der Umset­zung von Art. 121a der Bun­desver­fas­sung. Der Bun­desrat will Miss­bräuche auf dem Arbeits­markt ver­stärkt bekämpfen und inländis­che Fachkräfte fördern. Der Geset­ze­sen­twurf sieht eine Änderung des Oblig­a­tio­nen­rechts vor und definiert die Voraus­set­zun­gen, unter … weit­er­lesen

4A_332/2015: Keine Überweisung von Amtes wegen; Kostenlosigkeit für arbeitsrechtliche Streitigkeiten nicht vermögensrechtlicher Natur

A. (Beschw­erde­führer) war früher in der Abteilung Pri­vate Bank­ing der Bank B. (Beschw­erdegeg­ner­in) tätig. Er reichte beim Arbeits­gericht Zürich eine Klage ein und ver­langte, es sei der Bank gerichtlich zu ver­bi­eten, Doku­mente und elek­tro­n­isch gespe­icherte Dat­en an Behör­den oder andere Dritte in den USA zu über­mit­teln, auf denen sein Name ersichtlich war oder mit denen … weit­er­lesen

4A_487/2015: Beweisanträge müssen den zu beweisenden Tatsachenbehauptungen eindeutig zugeordnet werden

In ein­er arbeit­srechtlichen Auseinan­der­set­zung warf das Oberg­ericht des Kan­tons Zürich der Arbeit­nehmerin (Beschw­erde­führerin) vor, sie habe betr­e­f­fend ihre Behaup­tun­gen zur Miss­bräuch­lichkeit der Kündi­gung (Mob­bing) keine Beweisanträge gestellt, die im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. e ZPO den entsprechen­den Vor­brin­gen zuge­ord­net seien, weshalb für ein Beweisver­fahren kein Raum beste­he (E. 5.3). Die Beschw­erde­führerin rügte … weit­er­lesen