4A_589/2011: Swatch/Ice-Watch — Feststellungsinteresse; Prozessführungsverbote; Wirkung einer ungerechtfertigten ausserordentlichen Kündigung einer Abgrenzungsvereinbarung (amtl. Publ.)

Nach­dem die bel­gis­che Uhren­her­stel­lerin TKS SA die Wort­marke “ICEWATCH” in Klasse 14 angemeldet hat­te, hat­te Swatch AG Wider­spruch gegen die Ein­tra­gung erhoben. In der Folge hat­ten sich die Parteien in ein­er Abgren­zungsvere­in­barung darüber ver­ständigt, dass TKS die Wort­marke weltweit stets nur auf zwei Zeilen “ICE / WATCH” oder — bei Pro­duk­tbeschrei­bun­gen — mit Binde­strich “ICE-WATCH” … weit­er­lesen

5A_107/2012: 2. Gläubigerversammlung: Einladung; Antwortfrist bei Zirkularbeschlüssen

Das BGer hält fest, dass die Ein­ladung zur 2. Gläu­bigerver­samm­lung iSv SchKG 252 gemäss dem For­mu­lar 5F (Muster­for­mu­lar gemäss der Art. 1 der Verord­nung über die im Betrei­bungs- und Konkursver­fahren zu ver­wen­den­den For­mu­la­re und Reg­is­ter sowie die Rech­nungs­führung; vgl. hier zur laufend­en Über­ar­beitung dieser For­mu­la­re) nur bes­timmte Angaben enthal­ten müssen, näm­lich Ort und Zeit der … weit­er­lesen

2C_137/2011: Verjährung der Steuerforderung kann auch während des Verfahrens vor BGer eintreten (amtl. Publ.)

Der Beschw­erde­führer wurde mit Ver­fü­gung vom 23. März 1998 für die direk­te Bun­dess­teuer 1995/1996 ver­an­lagt. Am 23. Juli 2002 fan­den beim Beschw­erde­führer Haus­durch­suchun­gen statt, die vom zuständi­gen Unter­suchungsrichter wegen Ver­dachts auf Steuer­be­trug und andere Straftat­en ange­ord­net wor­den waren. Mit Schreiben vom 15. Novem­ber 2004 leit­ete die kan­tonale Steuerver­wal­tung BE ein Nach­s­­teuer- und Steuer­hin­terziehungsver­fahren u.a. gegen … weit­er­lesen

4A_648/2011: gerichtliche Einsetzung eines Sonderprüfers; Anforderungen an die Glaubhaftmachung einer Rechtsverletzung iSv OR 697b II

Der Anspruch auf Son­der­prü­fung ist gerichtlich durch­set­zbar, wenn die GV eine Son­der­prü­fung ver­weigert, aber Aktionäre, die zusam­men min­destens 10% des AK oder Aktien im Nen­nwert von CHF 2 Mio. vertreten, die Ein­set­zung eines Son­der­prüfers ver­lan­gen und glaub­haft machen, dass Grün­der oder Organe Gesetz oder Statuten ver­let­zt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt haben (ORweit­er­lesen

4A_554/2011: Recht auf Sonderprüfung nicht unter Umgehung der GV (amtl. Publ.)

Nach OR 697a hat jed­er Aktionär das Recht, der GV eine Son­der­prü­fung vorzuschla­gen. Er muss aber vorher seine weit­eren Kon­troll­rechte des Auskun­fts- oder Ein­sicht­srechts vorher aus­geübt haben, sei es gerichtlich, sei es in der GV (Sub­sidiar­ität des Anspruchs auf Son­der­prü­fung). Eine gerichtliche Durch­set­zung des Rechts auf Son­der­prü­fung ist möglich, aber nie direkt; erforder­lich ist der … weit­er­lesen

4A_436/2011: Equity Linked Notes, Bank haftet nicht für Verluste

Im Entscheid 4A_436/2011 hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Klage eines Bankkun­den gegen seine Bank (Cred­it Suisse) zu befassen. Gegen­stand waren Ver­luste im Zusam­men­hang mit Investi­tio­nen in struk­turi­erte Pro­duk­te (sog. Equi­ty Yield Notes).  Der Kunde bestritt, die Aufträge für die Käufe der Notes erteilt zu haben; die Bank habe ohne seine Ken­nt­nis und ohne Zus­tim­mung in … weit­er­lesen

2C_396/2011: Verwirkung der Besteuerungskompetenz wegen Verzögerung schützt steuererhebende Kantone und wird nicht von Amtes wegen berücksichtigt

Der Beschw­erde­führer hat­te seinen Wohn­sitz im Jahr 2003 von ZH nach TI ver­legt. In TI wurde er für 2005 recht­skräftig ver­an­lagt (Einkom­men aus unselb­ständi­ger Tätigkeit, offen­bar aus­geübt in ZH). 2010 wurde er dann auch noch von ZH für das Jahr 2005 ver­an­lagt, und zwar auf­grund selb­ständi­ger Erwerb­stätigkeit im Kan­ton. Die ZH Behör­den qual­i­fizierten die behauptete … weit­er­lesen

WEKO verlängert vorsorgliche Massnahmen in Sachen Swatch Group

Vor gut einem Jahr hat die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) gegen Swatch Group eine Unter­suchung eröffnet, die zeigen soll, ob eine von Swatch Group angekündigte Ein­stel­lung der Beliefer­ung von Drit­ther­stellern mit gewis­sen Kom­po­nen­ten für mech­a­nis­che Uhrw­erke gegen das Kartellge­setz ver­stösst (Art. 7 KG). Gle­ichzeit­ig mit der Unter­suchungseröff­nung wurde Swatch Group von der WEKO vor­sor­glich in vollem Umfang … weit­er­lesen

2C_908/2011: Fehler des Steuerberaters beim Ausfüllen der Steuererklärung sind grundsätzlich dem Steuerpflichtigen zuzurechnen

Der Steuerpflichtige, der einen Treuhän­der mit dem Aus­füllen sein­er Steuer­erk­lärung beauf­tragt, unter­liegt nach wie vor den gel­tenden Ver­fahren­spflicht­en. Der vertretene Steuerpflichtige soll nicht bess­er gestellt wer­den als der­jenige, der seine Steuer­erk­lärung sel­ber aus­füllt. Im Entscheid hielt das BGer u.a. fest, was fol­gt. (E.3.5) Lorsqu’il man­date une fidu­ci­aire pour rem­plir sa déc­la­ra­tion d’im­pôt, le con­tribuable n’est pas … weit­er­lesen

2C_943/2011; 2C_127/2012: Verfahren vor der UBI; keine Gerichtsinstanz, kein Recht auf Stellungnahme, aber Recht auf Replik (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat zwei öffentlich-rechtliche Beschw­er­den gegen Entschei­dun­gen der Unab­hängi­gen Beschw­erde­in­stanz für Radio und Fernse­hen (UBI) mit dem für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen Urteil vom 12. April 2012 (vere­inigte Ver­fahren 2C_943/2011 und 2C_127/2012) abgewiesen. Der Beschw­erde­führer hat­te bere­its vor der UBI erfol­g­los gel­tend gemacht, er müsse sich vor dem Entscheid der Behörde zu Stel­lung­nah­men der … weit­er­lesen