1C_62/2018: Umbau von Ställen in kleinen Spezialzonen in Ferien-/Wochenendbauten (amtl. Publ.)

…beim BGer, welch­es die Beschw­erde teil­weise gutheisst. Das ARE bringt zunächst vor, dass die Baube­wil­li­gung gegen Art. 25 Abs. 2 RPG ver­stosse, weil die Gemeinde die Baube­wil­li­gung ohne die nötige Zus­tim­mung der zuständi­gen kan­tonalen Behörde erteilt habe. Das BGer ver­weist auf Recht­sprechung (BGE 118 Ia 446) und Lit­er­atur und hält fest, dass die Erhal­tungszone rechtlich als Nicht­bau­zone zu qual­i­fizieren sei…

2C_1176/2013: Bei behördlichen Abschussanordnungen gestützt auf das Jagdgesetz handelt es sich um Verfügungen, unabhängig davon, ob sie sich an Private oder an eine Verwaltungseinheit richten (amtl. Publ.)

…gemäss Art. 12 Abs. 2 JSG gegen geschützte, schaden­s­tif­tende Voge­larten nicht zu eröff­nen ist, solange eine Gren­ze von 10% der lokalen Pop­u­la­tion nicht über­schrit­ten wird. Diese Ver­fü­gung focht der SVS in let­zter Instanz beim BGer an, welch­es die Beschw­erde gutheisst. Zunächst äussert sich das BGer zum in Art. 12 Abs. 1 lit. b NHG (Bun­des­ge­setz über den Natur-und Heimatschutz, SR

1C_57/2015: OBI-Fachmarkt Spreitenbach — UVP hätte auf Shoppi-Tivoli und weitere Anlagen ausgedehnt werden müssen (amtl. Publ.)

Im zur amtlichen Publika­tion vorge­se­henen Urteil vom 23. Jan­u­ar 2016 musste sich das BGer mit der Frage auseinan­der­set­zen, ob die Umweltverträglichkeit­sprü­fung (UVP) für einen Gestal­tungs­plan betr­e­f­fend einen OBI-Fach­markt, zwei Hochhäuser und 700 unterirdis­che Park­plätze auf den beste­hen­den Gesamtkom­plex Shop­pi-Tivoli/Lim­mat­park/Umwelt-Are­na aus­gedehnt wer­den muss. Die geplante Über­bau­ung schliesst an das beste­hende Einkauf­szen­trum Tivoli an und ist mit diesem auf der Fuss­gän­gerebene und…

4A_119/2012 (amtl. Publ.): Summarische Prüfung der Schiedsvereinbarung bei einer Schiedseinrede

…die Unzuständigkeit­seinrede teil­weise ab und erk­lärte sich für zuständig, bes­timmte Ansprüche zu beurteilen. Die Beschw­erde­führerin erhob gegen diesen Beschluss Beschw­erde vor Bun­des­gericht. Das Bun­des­gericht erk­lärte ein­lei­t­end (E. 3.1): Da die Beschw­erde­führerin eine Schiedsvere­in­barung anruft, laut der das vere­in­barte Schieds­gericht seinen Sitz in der Schweiz hat, ist die Schied­seinrede nach Art. 7 IPRG zu beurteilen (BGE 122 III 139 E. 2a). Gemäss dieser Bestimmung…

1C_204/2015: Lärmschutz — Einhaltung der Planungswerte und vorsorgliche Emissionsbegrenzungen gelten kumulativ

…ein, welch­es gut­ge­heis­sen wurde. Der Gemein­der­at erteilte jedoch die Auflage, dass ein­fache und zweck­mäs­sige Schalldäm­mungs­mass­nah­men im Sinne des Vor­sorgeprinzips an den Ansaug- und Abluftöff­nun­gen vorzunehmen seien. A. führte Beschw­erde und gelangte ans BGer, welch­es seine Begehren teil­weise gutheisst. Zunächst stellt das BGer fest, dass der für die Ermit­tlung des Beurteilungspegels für die Lärm­phasen in der Nacht notwendi­ge Mit­telungspegel Leq korrekt…

2C_1031/2012: Biologisch Tochter aber rechtlich Nichte — keine Befreiung von der Erbschaftssteuer

A wurde 1943 während der Ehe von Ehe­mann B und Ehe­frau C geboren und galt damit kraft Ehe­lichkeitsver­mu­tung als Tochter des B. Im Sep­tem­ber 2007 beantragte A dem BGer, es sei festzustellen, dass B nicht ihr Vater sei. Das BGer befand let­ztin­stan­zlich, A habe die Klage ver­spätet ein­gere­icht, wom­it B der rechtliche Vater von A blieb. Das BGer hielt aber fest, A…

2C_239/2011: Finanzierung der Abfallentsorgung; “Littering” und Verursacherprinzip; Verantwortlichkeit des Grundeigentümers (amtl. Publ.)

…Bern trat im Ver­fahren vor BGer als Beschw­erde­führerin auf, die Beschw­erde wurde abgewiesen. Im aus­führlich begrün­de­ten Entscheid nimmt das BGer eine detail­lierte Analyse der ver­schiede­nen Kat­e­gorien von Abfällen vor (vgl. auch USG 31b). (E. 4.3.2) Die Abfälle, deren Inhab­er nicht ermit­telt wer­den kann oder zahlung­sun­fähig ist, bilden demge­genüber eine ganz andere Gruppe, die nicht auf Herkun­ft oder Zusam­menset­zung der Abfälle…

2C_1005/2018: Grundrechtlich geschützter Anspruch auf häuslichen Privatunterricht (amtl. Publ.)

Im zur amtlichen Publika­tion vorge­se­henen Urteil vom 22. August 2019 beurteilte das BGer zum ersten Mal die Frage, ob Art. 13 Abs. 1 BV einen grun­drechtlich geschützten Anspruch auf häus­lichen Pri­vatun­ter­richt (“Home­school­ing”) ver­lei­ht. Anlass für das Ver­fahren vor BGer war eine Ver­fü­gung des Erziehungs­de­parte­ments Basel-Stadt, mit welch­er der Antrag ein­er Mut­ter auf Pri­vatschu­lung ihres Sohnes abgelehnt wurde. Die Mut­ter zog…

9C_498/2015: Arbeitgeber ist zur Rückerstattung von zuviel ausbezahlter Erwerbsausfallentschädigung verpflichtet (amtl. Publ.)

Im zur amtlichen Publika­tion vorge­se­henen Urteil vom 7. Jan­u­ar 2016 befasste sich das BGer mit der Rück­er­stat­tung von Erwerb­saus­fal­l­entschädi­gung. Die A. AG erhielt von der Aus­gle­ich­skasse des Kan­tons Zürich Erwerb­saus­fal­l­entschädi­gung aus­bezahlt für einen bei ihr angestell­ten Arbeit­nehmer. In der Folge forderte die Aus­gle­ich­skasse die aus­bezahlte Entschädi­gung von der A. AG zurück, da sie zu Unrecht erbracht wor­den sei. Nach­dem das…

4A_360/2011: Schiedsgericht ignoriert Eingabe: Keine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots, aber des Anspruchs auf rechtliches Gehör

Das BGer kassiert ein Urteil eines ICC-Schieds­gerichts wegen Ver­let­zung des rechtlichen Gehörs. Die exk­lu­sive Ver­trieb­spart­ner­in für bes­timmte Gebi­ete erhob gegen die Her­stel­lerin Schied­sklage auf Schaden­er­satz nach deren Beendi­gung der Ver­trags­beziehung. Der Einzelschied­srichter hiess die Klage und die Widerk­lage der Her­stel­lerin teil­weise gut. Die Her­stel­lerin gelangte anschliessend ans BGer und erhob u.a. die Rüge der Ver­let­zung des rechtlichen Gehörs. Unstrit­tig war, dass…