2C_237/2009: verfassungskonforme Auslegung von BankG 34 III iVm 24 II (obiter)

…wer­den, dass die Zuweisung als Ver­w­er­tung­shand­lung gelte und damit über­prüf­bar werde. Das BGer hat­te diese Frage allerd­ings nicht zu entschei­den, weil in der Zwis­chen­zeit die Sanierung in Lux­em­bourg erfol­gre­ich abgeschlossen wor­den war und alle Forderun­gen gegen die Zweignieder­las­sung Genf sichergestellt und die Ver­fü­gung der FINMA “als Ganzes” aufge­hoben wor­den war. Da X. im Ergeb­nis durch den Entscheid des BVer­wGer nicht benachteiligt…

4A_543/2018: Anwendbarkeit des CISG (amtl. Publ.)

…Behaup­tungs- und Beweis­last betr­e­f­fend die tat­säch­lichen Voraus­set­zun­gen dieser Vorschrift. Für die Fra­gen der Bewe­is­führung, der anwend­baren Ver­fahrens­grund­sätze, der zuläs­si­gen Beweis­mit­tel und das Mass der Behauptungs‑, Sub­stanzi­ierungs- und Bestre­itungslast würde das angerufene Gericht seine lex fori betr­e­f­fend das (inter­na­tionale) Prozess­recht anwen­den (E. 2.3). Umstrit­ten war vor­liegend, ob ein inter­na­tionaler Kaufver­trag im Sinne von Art. 1 CISG vor­liegt, obwohl nur eine Beschwerdegegnerin…

Föderalismusreform: Inkraftsetzung der Reform des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen per 1.1.2008

Der Bun­desrat hat am Mittwoch beschlossen, den let­zten Teil der Neugestal­tung des Finan­zaus­gle­ichs und der Auf­gaben­teilung zwis­chen Bund und Kan­to­nen (NFA) auf den 1. Jan­u­ar 2008 in Kraft zu set­zen. Damit wird das Pro­jekt, das 2003 mit der Schaf­fung der Ver­fas­sungs­grund­la­gen und des BG über den Finanz- und Las­te­naus­gle­ich begann und mit der Aus­führungs­ge­set­zge­bung 2006 fort­ge­set­zt wurde, seinen Abschluss. “Im…

B‑1831/2018: Begründung eines Zuschlagsentscheid, Protokollierung des Debriefings, Informationspflicht der Vergabestelle

und kein schriftlich­es Pro­tokoll des Debrief­in­gs vor­liege, sei es fast unmöglich, den Inhalt und die Durch­führung des Debrief­in­gs mit Sicher­heit und im Detail nachzu­vol­lziehen. Obwohl man­gels geset­zlich­er Verpflich­tung zur Erstel­lung eines Pro­tokolls des Debrief­in­gs kein Geset­zesver­stoss vor­liege, würde ein solch­es Pro­tokoll oder eine schriftliche Antwort der Ver­gabestelle mehr Trans­parenz und Rechtssicher­heit bieten (E. 2.4.3). Weit­er wies das Bun­desver­wal­tungs­gericht darauf hin,…

2C_399/2021, 2C_427/2021, 2C_565/2021: öffentliches Beschaffungswesen, Koordinationspflicht im Beschwerdeverfahren (amtl. Publ.)

…den Bahn­höfen Ober­dorf und Gäns­brun­nen”, in welchem A. den Zuschlag erhielt. Die Zweit­platzierte B. und die Viert­platzierte F. reicht­en Beschw­erde gegen die Zuschlagsver­fü­gung ein. Die Ver­gabestelle zog in der Folge ihre Zuschlagsver­fü­gung “in Wieder­erwä­gung” und “wider­rief die Ver­fü­gung”. Das Bun­desver­wal­tungs­gericht schrieb in der Folge die Beschw­erde von F. als gegen­stand­s­los gewor­den ab, wies den Antrag auf Abschrei­bung der Beschw­erde der…

4A_240/2016: Zulässigkeit des pactum de palmario (amtl. Publ.)

…27 BV) des Anwalts ein­greife und deshalb den Anforderun­gen von Art. 36 BV genü­gen, ins­beson­dere ver­hält­nis­mäs­sig sein müsse (E. 2.7.5). Im vor­liegen­den Fall erachtete das Bun­des­gericht die let­zte der ein­lei­t­end genan­nten Voraus­set­zun­gen als nicht gegeben: Die Parteien hät­ten erst am 18. Juni 2009 und damit erst rund ein Jahr nach Man­dat­süber­nahme (20. Mai 2008) eine Erfol­gs­beteili­gung vere­in­bart. Der Abschluss des pactum de pal­mario während des…

4A_564/2014: Passivlegitimation bei Entsendung; Stellung als Arbeitgebergesellschaft bezüglich Lohn

…sie könne keine geeignete Stelle offerieren. K kündigte das Arbeitsver­hält­nis mit B. Darauf klagte B gegen K auf den Bahamas und ver­langte ausste­hende Lohn­zahlun­gen und eine Abgangsentschädi­gung. K und B einigten sich auf einen Ver­gle­ich, worin B die Beendi­gung des Arbeitsver­hält­niss­es mit K anerkan­nte. In der Schweiz klagte B gegen die Bank A und ver­langte eine Zahlung als “Rest­lohn bzw.…

4A_41/2023: Aufgrund des gewählten Verfahrensrechts nicht oder nur sehr beschränkt überprüfbare Schiedsentscheide (amtl. Publ.)

…Schied­sentschei­ds führen. Namentlich wenn das Urteil etwa bloss mündlich eröffnet wer­den oder nicht begrün­det sein muss, reduziere sich die Möglichkeit ein­er effek­tiv­en (und erfol­gre­ichen) Beschw­erde­führung erhe­blich, weil das Bun­des­gericht kaum beurteilen könne, ob ein angerufen­er Beschw­erde­grund nach Art. 190 Abs. 2 IPRG vor­liegen würde. Damit das Bun­des­gericht den ange­focht­e­nen Schiedsspruch effek­tiv über­prüfen könne, bedürfe es zudem tat­säch­lich­er Fest­stel­lun­gen zum Ver­fahrens­ablauf und

4A_492/2015: Gültigkeit statutarischer Schiedsklauseln (amtl. Publ.)

…bere­its mit dem Erwerb ein­er Aktie der statu­tarischen Schied­sklausel unter­w­erfe (…). Diese Auf­fas­sung wird freilich von BÖCKLI aus aktien­rechtlich­er Sicht in Frage gestellt: Er ist der Auf­fas­sung, dass der Verzicht auf die staatlichen Gerichte und die Unter­w­er­fung unter ein Schieds­gericht verpflich­t­en­den Charak­ter aufweise und damit in einem Span­nungs­feld zum aktien­rechtlichen Grund­satz ste­he, wonach ein Aktionär zu nichts anderem verpflichtet sei…

2C_110/2008: § 2 Abs. 2 Gebührenverordnung des OGer ZH verfassungskonform

…18 Abs. 1 KV/ZH, Art. 8 BV und Art. 14 EMRK, Art. 29 und 29a BV und Art. 6 und 13 EMRK bzw. Art. 14 UNO-Pakt II, fern­er abgaberechtliche Grund­sätze (Art. 127 Abs. 2 BV) und ver­stosse gegen die bun­des- und kan­ton­al­rechtlich gewährleis­tete Dis­po­si­tion­s­maxime, den Grund­satz des sozialen Zivil­prozess­es und die Stre­itwertregelung gemäss § 18 Abs. 1 ZPO/ZH. Hin­ter­grund war…