Quellensteuerabkommen und Aufwandbesteuerung

…diesem Kom­pro­miss zuwider laufen. Der Bun­desrat anerken­nt zudem die Bedeu­tung, welche die Aufwandbesteuerung für die Fiskalein­nah­men, die Volk­swirtschaft und die Stan­dor­tat­trak­tiv­ität in eini­gen Kan­to­nen hat. Aus diesen Grün­den will er die Ini­tia­tive „Schluss mit den Steuer­priv­i­legien für Mil­lionäre (Abschaf­fung der Pauschalbesteuerung)” ohne Gegen­vorschlag zur Ablehnung empfehlen. Bund, Kan­to­nen und Gemein­den brachte die Aufwandbesteuerung im Jahr 2010 668 Mil­lio­nen Franken Steuereinnahmen.…

4A_680/2011: Anfechtung von Kostenvorschussentscheiden vor BGer

Nach der Recht­sprechung des Bun­des­gerichts kön­nen Zwis­ch­enentschei­de, mit denen zwecks Sich­er­stel­lung der mut­masslichen Gericht­skosten ein Kosten­vorschuss ver­langt wird, einen nicht wieder gutzu­machen­den Nachteil iSv BGG 93 I bewirken. Das BGer hält im vor­liegen­den Urteil obiter fest, es sei fraglich, ob dies ohne Weit­eres für Kosten­vorschussver­fü­gun­gen gilt, wenn nicht die Kostenpflichtigkeit des Ver­fahrens an sich, son­dern lediglich die Höhe des konkret…

A‑6171/2009: keine Zollerhöhung im Rahmen der Anpassung des Generaltarifs

ZTG 9 ermächtigt den Bun­desrat, Änderun­gen des sog. Har­mon­isierten Sys­tems (ein­er unter der Schirmherrschaft der Welt­zol­lor­gan­i­sa­tion erar­beit­ete inter­na­tionale Nomen­klatur) zur Beze­ich­nung und Codierung der Waren emp­fohle­nen Änderun­gen anzunehmen und den Gen­er­al­tarif entsprechend anzu­passen. Der Bun­desrat darf aber ohne geset­zliche Grund­lage nicht gle­ichzeit­ig mit der Anpas­sung der Nomen­klatur anwend­bare Zol­lan­sätze erhöhen, wie er es bei bes­timmten Mul­ti­funk­tions­druck­ern getan hat. Dies stellt das BVGer…

4A_301/2007: Warnpflicht der Banken vor betrügerischem Verhalten (hier verneint)

…nicht auf Risiken im Zusam­men­hang mit Aufträ­gen des Kun­den beziehen, son­dern auf uner­laubtes Ver­hal­ten von Drit­ten. Das BGer ver­weist auf Lehrmei­n­un­gen, wonach die Bank die Obliegen­heit tre­ffe, den Kun­den auf Risiken des eBank­ing hinzuweisen, aber ohne diese Ansicht zu bestäti­gen oder zu ver­w­er­fen: Jeden­falls beste­he keine Infor­ma­tion­spflicht für Risiken, die all­ge­mein bekan­nt seien. Zwar war im vor­liegen­den Fall nicht bewiesen,…

1C_556/2020: Kataster der belasteten Standorte / Unterscheidung zwischen Ablagerung und Verwertung (amtl. Publ.)

…Zur Unter­schei­dung von Ablagerung und Ver­w­er­tung schreibt das BGer mit Ver­weis auf die VVEA (Abfal­lverord­nung; SR 814.600) fol­gen­des: Art. 19 VVEA liegt ein weit­er Ver­w­er­tungs­be­griff zugrunde: Als Ver­w­er­tung wird jede Ver­wen­dung als Baustoff, namentlich zur Auf­schüt­tung und Ver­fes­ti­gung, beze­ich­net, ohne Rück­sicht auf den für den Abfallinhab­er im Vorder­grund ste­hen­den Zweck oder das Vorhan­den­sein oder Fehlen spez­i­fis­ch­er Mate­ri­aleigen­schaften; als Ablagerung gilt…

4A_357/2022: Ferienlohn, unregelmässige Tätigkeit bei Vollzeitbeschäftigung (amtl. Publ.)

…ermöglicht wer­den, sich zu erholen, ohne durch den Lohnaus­fall davon abge­hal­ten zu wer­den. Deshalb sei der Ferien­lohn grund­sät­zlich während dem tat­säch­lichen Ferien­bezug auszuzahlen. Mit Blick auf den Schutzgedanken könne eine Aus­nahme vom klaren Wort­lauts der zwin­gen­den Geset­zes­bes­tim­mung nur äusserst zurück­hal­tend angenom­men wer­den. Das Bun­des­gericht hielt dazu fest (E. 2.2.3): Es müssen unüber­wind­bare Schwierigkeit­en vor­liegen, die eine Auszahlung während der Ferien…

6B_316/2015: Geschädigtenstellung bei abstrakten Gefährdungsdelikten (amtl. Publ.)

…direkt durch die tätliche Auseinan­der­set­zung ohne das Hinzutreten weit­er­er Ele­mente und war unmit­tel­bare Folge des fraglichen Raufhan­dels. Der Beschw­erde­führer fällt mithin als unmit­tel­bar Betrof­fen­er unter den Schutzbere­ich der ver­let­zten Strafnorm (Art. 133 StGB). Er ist eine geschädigte Per­son in Bezug auf die von ihm vorge­brachte Ver­let­zung bzw. Gefährdung der kör­per­lichen Integrität, da er Träger des Rechtsgutes ist, welch­es durch die…

5A_449/2007: Prozessüberweisung (ZPO SO)

…auf der Über­legung, dass das Prozess­recht der Ver­wirk­lichung des materiellen Rechts diene und prozes­suale Fehler möglichst nicht zu einem Rechtsver­lust führen sollen. Dies erlaube es, die interkan­tonale pas­sive Prozessüber­weisung lück­en­fül­lend zuzu­lassen. Der von den zürcherischen Gericht­en über­wiesene Zivil­prozess sei dem­nach ohne Unter­brechung der Recht­shängigkeit weit­erzuführen, wom­it sich die Einrede der Litispendenz infolge der zwis­chen­zeitlich ange­hobe­nen Klage in Israel als unbegründeterweise.”…

Inkrafttreten von NSAG und NSAV

Der Bun­desrat hat heute entsch­ieden, das vom Par­la­ment im let­zten Jahr ver­ab­schiedete Nation­al­strassen­ab­gabege­setz (NSAG) und die Nation­al­strassen­ab­gabeverord­nung (NSAV) mit dem Vignetten­jahrgangswech­sel 2011/2012 auf den 1. Dezem­ber 2011 in Kraft zu set­zen. Die Auto­bah­n­vi­gnette kostet weit­er­hin 40 Franken pro Jahr. Die Busse für das Fahren ohne Vignette wird von 100 auf 200 Franken erhöht. Neu kann der Zoll die Kon­trollen an…

BVGer: superprovisorisches Verbot der Veröffentlichung von Privatadresse auf moneyhouse.ch

Wie heute gemeldet wurde, hat der EDÖB vor dem BVGer heute ein super­pro­vi­sorisches Ver­bot der Veröf­fentlichung von Pri­vatadressen auf moneyhouse.ch erre­icht. Die Betreiberin, itonex ag, veröf­fentlicht offen­bar seit eini­gen Wochen die Pri­vatadressen von zahlre­ichen Per­so­n­en online und zur freien Ein­sicht, und zwar ohne Ein­willi­gung der betrof­fe­nen Per­son und ungeachtet der Tat­sache, dass viele Per­so­n­en ihre Adressen aus Sicher­heits­grün­den ges­per­rt hatten.…