Aus der NZZ: “Vom Menschenrecht auf einen «Automower»”

Eine Steuerpflichtige aus dem Kan­ton Zürich sah gle­ich vier Artikel der Bun­desver­fas­sung ver­let­zt, weil ihr das Steuer­amt nicht erlaubte, den Betrag für einen Rasen­mäher­ro­bot­er abzuziehen. Sie fand aber beim Ver­wal­tungs­gericht kein Gehör.  Wer ein Haus besitzt, darf die Unter­halt­skosten von den Steuern abziehen. Das tönt ein­fach; in der Prax­is steckt aber fast eine Wis­senschaft dahin­ter. Beim … weit­er­lesen

2C_614/2011: Weltenbummler auf hoher See behält seinen steuerlichen Wohnsitz in der Schweiz (amtl. Publ.)

Die Eheleute X. wohn­ten gemein­sam in Münchenstein/BL. Der Ehe­mann meldete sich im Jan­u­ar 2005 bei der Gemeinde auf den 15. März 2005 ab und gab als neue Adresse “Wel­tenbumm­ler” an, während die Ehe­frau in München­stein blieb. Der Ehe­mann hält sich im Aus­land auf seinem Segelschiff auf, wird regelmäs­sig von sein­er Ehe­frau besucht und hat kein­er­lei Absicht, … weit­er­lesen

BVGer: superprovisorisches Verbot der Veröffentlichung von Privatadresse auf moneyhouse.ch

Wie heute gemeldet wurde, hat der EDÖB vor dem BVGer heute ein super­pro­vi­sorisches Ver­bot der Veröf­fentlichung von Pri­vatadressen auf moneyhouse.ch erre­icht. Die Betreiberin, itonex ag, veröf­fentlicht offen­bar seit eini­gen Wochen die Pri­vatadressen von zahlre­ichen Per­so­n­en online und zur freien Ein­sicht, und zwar ohne Ein­willi­gung der betrof­fe­nen Per­son und ungeachtet der Tat­sache, dass viele Per­so­n­en ihre … weit­er­lesen

WEKO: Bussen gegen IFPI Schweiz und PhonoNet AG wegen Behinderung von Parallelimporten

Am 6. Juni 2011 hat­te die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) eine Unter­suchung gegen IF­PI Schweiz und des­sen Mit­glie­der eröffnet, nach­dem eine Vor­abklärung An­halts­punk­te ins­beson­dere da­für er­ge­ben hat­te, dass Par­al­lel­im­porte be­stimm­ter Ton- und Ton­bildträger be­hin­dert wur­den. IFPI Schweiz ist der Schweiz­er Ab­le­ger der Inter­na­tion­al Fe­dera­ti­on of the Pho­no­gra­phic In­dus­try, des Dachver­ban­des der Ton- und Ton­bildträger­her­steller (siehe unseren Bericht). … weit­er­lesen

WEKO publiziert Verfügung in Sachen BMW

Mit Entscheid vom 7. Mai 2012 hat die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) fest­ge­stellt, dass BMW AG (München) in ihrem Ver­trieb­ssys­tem den zuge­lasse­nen Händ­lern im Europäis­chen Wirtschaft­sraum EWR mit­tels ei­ner Ex­ports­ver­bots­klau­sel un­ter­sagt hat­te, Neu­fahr­zeu­ge der Mar­ken BMW und MI­NI an Kun­den aus­ser­halb des EWR respek­tive in der Schweiz zu ver­kau­fen. Die WEKO hat BMW deswe­gen mit ein­er Sank­tion … weit­er­lesen

5A_473/2011: IPRG 88 I, 91 I, 95 I: auf Erbverträge bei Nachlasspaltung anwendbares Recht (amtl. Publ.)

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Ver­fahren über das auf einen Erb­ver­trag zwis­chen Ehe­gat­ten anwend­bare Recht zu entschei­den. Diese Frage beurteilte sich hier — in einem schweiz­erisch-brasil­ian­is­chen Ver­hält­nis — nach dem IPRG, weil die Schweiz das über das auf die Erb­folge anzuwen­dende Recht zwar unterze­ich­net, aber noch nicht rat­i­fiziert hat, und weil zwis­chen der Schweiz … weit­er­lesen

5A_888/2011: Äusserungen des VgT/Erwin Kessler gegen Katja Stauber definitiv ungerechtfertigterweise schwer ehrverletzend

Das BGer weist eine Beschw­erde des VgT gegen ein Urteil des OGer ZH ab, das im Zusam­men­hang ste­ht mit im Inter­net ver­bre­it­eten Unver­schämtheit­en des VgT a.k.a. Erwin Kessler gegen die Tagess­chau-Mod­­er­a­­torin Kat­ja Stauber. Der VgT/Erwin Kessler hat­te einen Bericht der Tagess­chau über aus­ge­fal­l­ene kuli­nar­ische Genüsse zum Anlass genom­men, Kat­ja Stauber per­sön­lich zu beschimpfen. Diese hat­te … weit­er­lesen

5A_741/2011: kein “anspruchsvolles” Verfahren wegen hoher Anzahl der Verfahrensschritte oder besonderem Zeitaufwand (amtl. Publ.)

Strit­tig war im vor­liegen­den Fall ein Gesuch des Konkur­samtes See­land  über die Bewil­li­gung eines Ent­geltes von CHF 6000 nach GebV SchKG 47 wegen eines “anspruchsvollen Ver­fahrens”. Die Auf­sichts­be­hörde, das OGer BE, hat­te das Gesuch genehmigt. Dage­gen ist der Beschw­erde­führerin erneut ans BGer gelangt;ein “anspruchsvolles Ver­fahren” liege nicht vor. Das BGer heisst die Beschw­erde gut. Ein … weit­er­lesen

5A_843/2011: Vorschusspflicht für die Konkurseröffnung über eine ausgeschlagene oder überschuldete Erbschaft

SchKG 194 I (Ver­fahren der Konkurs­eröff­nung ohne vorgängige Betrei­bung) ver­weist auf SchKG 169 (Haf­tung für die Konkurskosten). Diese Ver­weisung ist klar, und sie umfasst, wie das BGer im vor­liegen­den Urteil fes­thält, namentlich auch den Fall der Konkurs­eröff­nung nach SchKG 193 (eine aus­geschla­gene oder über­schuldete Erb­schaft). Andern­falls hätte der Geset­zge­ber die Nicht­gel­tung von SchKG 169 aus­drück­lich … weit­er­lesen

4A_139/2012: Hinterlegungspriorität im Designrecht; DesG 6 enthält neben DesG 4 lit. b einen zusätzlichen Nichtigkeitsgrund (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Fall hat­te eine Uhren­her­stel­lerin gegen eine Konkur­rentin gestützt auf ihr Design auf Unter­las­sung geklagt. Diese ver­langte widerk­lageweise die Fest­stel­lung der Nichtigkeit des Designs der Klägerin (DesG 33), u.a. weil die Beklagte über ein älteres Design ver­fügte. Das BGer hält zunächst fest, dass die Ein­tra­gung eines Designs grund­sät­zlich neuheitss­chädlich ist: Lorsqu’un design entre en … weit­er­lesen