Polanski wird nicht an die USA ausgeliefert

Roman Polan­s­ki wird nicht an die USA aus­geliefert, wie Wid­mer-Schlumpf heute bekan­nt gab (vgl. Medi­en­mit­teilung). Es liess sich nicht auss­chliessen, dass die von Polan­s­ki in ein­er psy­chi­a­trischen Abteilung eines kali­for­nischen Gefäng­niss­es ver­bracht­en 42 Tage Frei­heit­sentzug die gesamte Frei­heitsstrafe darstell­ten, die er zu ver­büssen hat­te. In diesem Fall hätte Polan­s­ki seine Strafe ver­büsst, und dem Aus­liefer­ungser­suchen … weit­er­lesen

5A_277/2010: Konkurshinderungsgründe von SchKG 174 II müssen sich in der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben (amtl. Publ.)

Das BGer hält fest, dass für die Konkur­shin­derungs­gründe nach SchKG 174 2 Ziff. 1–3 gilt, was nach der Recht­sprechung auch für das Beib­rin­gen der Urkun­den zu ihrem Beweis gilt:  “[Sie] sind gemäss Art. 174 SchKG nur zu berück­sichti­gen, wenn sie sich innert der Rechtsmit­tel­frist ver­wirk­licht haben und gel­tend gemacht wer­den. (…) Die Vor­brin­gen der Beschw­erde­führerin … weit­er­lesen

BGH: Pflicht zur Aufklärung über Retrozessionen seit 1990 erkennbar (Verletzung daher schuldhaft)

Aus der Medi­en­mit­teilung des BGH: “(…) Es war rechtlich nicht zu bean­standen, dass das Ober­lan­des­gericht einen unver­mei­d­baren Recht­sir­rtum der insoweit dar­le­gungs- und beweispflichti­gen Beklagten über Beste­hen und Umfang ein­er Aufk­lärungspflicht über die Zahlung von Rück­vergü­tun­gen und deren Höhe für den hier maßge­blichen Zeit­punkt verneint hat. Vielmehr war für Kred­itin­sti­tute bere­its auf der Grund­lage von zwei … weit­er­lesen

UBI: Beschwerden gegen “10 vor 10”-Beiträge abgewiesen

Die UBI hat eine Beschw­erde gegen drei Beiträge der Sendung “10 vor 10” des Schweiz­er Fernse­hens abgewiesen (vgl. Medi­en­mit­teilung und Entscheid der UBI, pdf). Das Nachricht­en­magazin hat­te drei Beiträge über die Antibabyp­ille “Yas­min” gesendet, die wahrschein­lich ursäch­lich für eine fol­gen­schwere Lun­genem­bolie war. In der Beschw­erde vor der UBI war gerügt wor­den, es werde der Ein­druck … weit­er­lesen

6B_143/2010: Entschädigung für Verteidigerkosten wegen Verstoss gegen UWG

Verzichtet ein Gericht bei Freis­pruch oder Ver­fahren­se­in­stel­lung auf Entschädi­gung des Angeschuldigten für dessen Kosten der Strafvertei­di­gung, weil dieser gegen Bes­tim­mungen des UWG ver­stossen hat, ver­let­zt eine solche Entschei­dung die Unschuldsver­mu­tung nicht. Dies hat das Bun­des­gericht mit Urteil vom 22. Juni 2010 (6B_143/2010) fest­ge­hal­ten. Die Vorin­stanz war davon aus­ge­gan­gen, dass der Beschw­erde­führer das gegen ihn angestrengte … weit­er­lesen

6B_30/2010: Unschuldsvermutung und Prozessentschädigung

Das Bun­des­gericht äussert sich im Urteil vom 1. Juni 2010 (6B_30/2010) zur Unschuldsver­mu­tung und zur Prozesskoste­nentschädi­gung. Der wegen Verun­treu­ung gemäss gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB verurteilte Beschw­erde­führer hat­te die Entschei­dung der Vorin­stanz unter anderem gerügt mit der Begrün­dung, sie ver­let­ze nicht nur die Unschuldsver­mu­tung als Beweis­las­tregel und das Aus­sagev­er­weigerungsrecht, son­dern set­ze auch … weit­er­lesen

6B_323/2010: Strafzumessung; Gesamtstrafe, Rücksetzung und Strafmassempfehlung

Das Bun­des­gericht hiess mit Urteil vom 23. Juni 2010 (6B_323/2010) eine Beschw­erde gut, die sich gegen die Strafzumes­sung mit der Begrün­dung richtete, die Vorin­stanz habe eine deut­lich zu hohe Strafe aus­ge­sprochen und auf eine falsche Stra­fart erkan­nt.  Bei der Beurteilung der erkan­nten Gesamt­frei­heitsstrafe äussert sich das Bun­des­gericht ein­gangs zu den Gren­zen der Gesamt­strafen­bil­dung gemäss Art. … weit­er­lesen

EuG bestätigt Busse gegen AstraZeneca (Missbrauch marktbeherrschender Stellung)

AstraZeneca hat seine beherrschende Stel­lung miss­braucht, indem das Inverkehrbrin­gen von gener­ischem Losec (ein Magengeschwür-Arzneim­it­­tel) ver­hin­dert wurde. Der EuG hat mit Urteil vom 1. Juli 2010 (Rs. T‑321/05) eine entsprechende Entschei­dung der Kom­mis­sion weit­ge­hend bestätigt. Erstens habe AstraZeneca vor nationalen Paten­tämtern irreführende Angaben gemacht. Zweit­ens könne daraus, dass Phar­maun­ternehmen in der Regel berechtigt seien, den Wider­ruf … weit­er­lesen

4A_490/2009: Beschwerde gegen das TAS wegen Verletzung des ordre public (mat. Rechtskraft) gutgeheissen (amtl. Publ.)

Im einem Ver­fahren des Club Atléti­co de Madrid SAD gegen Sport Lis­boa E Ben­fi­ca Fute­bol SAD und die FIFA heisst das BGer ein Urteil des CAS wegen Ver­let­zung des Ordre Pub­lic gut.  Im Sep­tem­ber 2000 war der Spiel­er Daniel da Cruz Car­val­ho von Ajax zu Liss­abon gewech­selt. Er kündigte seinen Ver­trag in der sel­ben Sai­son frist­los … weit­er­lesen

B‑6959/2009: “CAPRI” (fig.) für Tabak irreführende geographische Bezeichnung

Das BVer­wGer beurteilt die Wort-Bild­­marke “CAPRI” (s. Abb.) für u.a. Zigaret­ten, Feuerzeuge und Stre­ich­hölz­er als geo­graphisch irreführend i.S.v MSchG 2 c, weil es von den mass­ge­blichen Verkehrskreisen als Hin­weis ver­standen werde, die entsprechend beze­ich­neten Waren stammten von der Insel Capri. Die stil­isierten Son­nen­strahlen waren als Bildele­ment nicht geeignet, diese Verbindung zu ver­hin­dern. Auch wäre der Tabakan­bau … weit­er­lesen