B‑2844/2009: “SAP” / “;asap” (fig.) nicht verwechselbar

Das BVer­wGer beurteilt die Wort­marke “SAP” und die (unwesentlich stil­isierte) Wort-/Bild­­marke “;asap” als nicht ver­wech­sel­bar, weil die Wider­spruchs­marke “SAP” in der ange­focht­e­nen Marke “:asap” mit dem Anfangs­vokal ver­schmilzt und daher insb. auch nicht als Serien­marke von SAP wahrgenom­men wer­den kann. Fern­er gilt die Regel dass die Beifü­gung oder Weglas­sung eines Buch­stabens bei Wort­marken  den Gesamtein­druck i.d.R. … weit­er­lesen

4A_458/2009: Urteil des TAS i.S. Mutu c. FC Chelsea nicht aufgehoben; keine Befangenheit, keine ordre public-Widrigkeit

Adri­an Mutu hat­te ein Urteil des TAS im Ver­fahren gegen den Chelsea Foot­ball Club Lim­it­ed, das Mutu zu Schaden­er­satz­zahlun­gen von rund EUR 17 Mio. verpflichtet hat­te, vor BGer ange­focht­en. Das BGer weist die Beschw­erde ab. Strit­tig waren Fra­gen der Befan­gen­heit von Schied­srichtern des CAS und die Vere­in­barkeit des Urteils des CAS mit dem materiellen ordre … weit­er­lesen

2C_59/2010: Eintreten der UBI auf Zugangsbeschwerden bei Indizien auf Verfassungsverletzung

Der VgT hat­te gegen die SSR SSG Idée Suisse geklagt, weil es nicht über ein EGMR-Urteil zugun­sten des VgT nicht berichtet hat­te und dadurch das Vielfalts­ge­bot ver­let­zt habe. Das BGer  — das in früheren Entschei­den ein “Recht auf Antenne” verneint hat — weist die Sache an die UBI zurück: Die Beschw­erde musste zwar nicht als … weit­er­lesen

2D_76/2009: Anfechtbarkeit einer Notengebung; Beschwerdelegitimation; Beurteilung einer Note in der Sache

In einem von ein­er Stu­dentin der Uni­ver­sität Bern (Rechtswiss. Fakultät) angestrengten Ver­fahren zur Kor­rek­tur ein­er Note hielt das BGer fest, dass einzelne Noten anfecht­bar sind, wenn sie das Gesamt­prädikat bee­in­flussen. Hier hat­te die Kan­di­datin für ihre Mas­ter­ar­beit die Note 5,0 und das Gesamt­prädikat “magna cum laude” erhal­ten. Da sie bei ein­er Bew­er­tung der Mas­ter­ar­beit mit … weit­er­lesen

4A_62/2010: Erstreckung des Geschäftsmietverhältnisses; hier: einmalig, 1 Jahr

:Das BGer fasst im vor­liegen­den Urteil die Kri­te­rien zusam­men, die es an ein Erstreck­ungs­begehren betr. ein Geschäftsmi­etver­hält­nis anlegt (und bei der Beurteilung der Frage, ob eine erst- oder ein­ma­lige Erstreck­ung zu gewähren ist), ins­beson­dere bei der Inter­essen­ab­wä­gung nach OR 272 I, und schützt u.a. angesichts früher­er Ver­tragsver­let­zun­gen durch die (im Übri­gen sol­vente) Mieterin die ein­ma­lige … weit­er­lesen

4A_54/2010: Feiertagsentschädigung im Stundenlohn nur für den 1. August (amtl. Publ.)

Das BGer hält fest, dass eine Entschädi­gungspflicht des Arbeit­ge­bers gegenüber im Stun­den­lohn angestell­ten Arbeit­nehmern für Feiertage nur für den 1. August beste­ht. Eine früher im Stun­den­lohn angestellte Lehrerin klagte nach ihrer Kündi­gung auf Zahlung von Entschädi­gun­gen für Feiertage. Wie das BGer fes­thält, beste­ht eine Grund­lage für eine solche Forderung im Bun­desrecht nur in BV 110 … weit­er­lesen

1B_102/2010: Dringlichkeit bei vorzeitigem Massnahmeantritt

Ein Beschw­erde­führer, dem der vorzeit­ige Mass­nah­meantritt ver­weigert wor­den war, gelangte vor das Bun­des­gericht mit der Rüge, die Vorin­stanz ver­let­ze mit ihrer Prax­is, den vorzeit­i­gen Antritt ein­er Mass­nahme mit Rück­sicht auf die Entschei­d­kom­pe­tenz des Sachrichters nur in drin­gen­den Fällen anzuord­nen, unter anderem Art. 58 Abs. 1 StGB. Die Dringlichkeit sei nach dieser Bes­tim­mung kein mass­ge­blich­es Kri­teri­um … weit­er­lesen

4A_118/2010: Besetzung eines HGer mit einer Mehrheit von Fachrichtern; ausserkantonaler Wohnsitz eines Zürcher Handelsrichters (amtl. Publ.)

Die Klägerin hat­te sich in den Räum­lichkeit­en der Beklagten die Hand in ein­er Drehtür eingek­lemmt. Sie klagte daraufhin frei­willig vor dem HGer ZH (anstatt vor dem eben­falls zuständi­gen BezGer ZH) auf eine Genug­tu­ung in der Höhe von CHF 50’000. Vier Jahre nach Klageein­re­ichung ersuchte sie die Ver­wal­tungskom­mis­sion des OGer ZH um Fest­stel­lung, dass das HGer … weit­er­lesen

4A_23/2010: Kein Mobbing, sondern Arbeitskonflikt

Das BGer fasst im vor­liegen­den Urteil seine Recht­sprechung zu den Voraus­set­zun­gen von Mob­bing zusam­men. Dazu gehören während ein­er gewis­sen Zeit häu­fig wieder­holte, feind­selige Hand­lun­gen ein­er oder mehrerer Per­so­n­en mit dem Ziel, den Betrof­fe­nen am Arbeit­splatz zu isolieren oder auszuschliessen. Die einzel­nen Hand­lun­gen kön­nen für sich genom­men ger­ingfügig sein,  in ihrer Gesamtheit aber Desta­bil­isierung der Per­sön­lichkeit … weit­er­lesen

2C_694/2009: Texas Hold’em ist ein Glücksspiel (amtl. Publ.)

Wie die Medi­en berichtet haben, hat das BGer das Pok­er­spiel in der Vari­ante “Texas Hold’em” in einem aus­führlich begrün­de­ten Urteil als Glücksspiel i.S.v. SBG 3 I qual­i­fiziert. Es kam zum Schluss, dass bei dieser Pok­er­vari­ante ein geld­w­ert­er Vorteil in Aus­sicht ste­ht, der über­wiegend vom Zufall abhängt. Ein Turnier sei ins­ge­samt als ein Spiel zu betra­cht­en, weil … weit­er­lesen