FATF: verschärfte Standards zur Bekämpfung der Geldwäscherei — schwere Steuerdelikte künftig als mögliche Vortaten

…und sollen die nationalen Behör­den befähi­gen, effek­ti­vere Mass­nah­men auf allen Ebe­nen zu ergreifen. Dabei geht es um die Iden­ti­fizierung der Bankkun­den, die Ermit­tlun­gen, die Anklageer­he­bung und die Beschlagnah­mung von Ver­mö­gen. Jed­er Staat bzw. jede Juris­dik­tion ver­fügt dabei über Freiraum bei der Umset­zung. Den­noch kön­nen die rev­i­dierten Leitlin­ien für die Schweiz erhe­bliche Auswirkun­gen zeit­i­gen. Denn in der Liste der Straftat­en, die…

6B_262/2024: Betrug und Falschbeurkundung im Rahmen von Covid-19-Krediten (amtl. Publ.)

Mit dem Urteil 6B_262/2024 vom 27. Novem­ber 2024 kassierte das Bun­des­gericht einen Entscheid über die Verurteilung eines Beschuldigten wegen Betrugs und Falschbeurkun­dung im Rah­men der Gewährung eines Covid-19-Kred­its. Am 26. März 2020 hat­te der Beschuldigte als Geschäfts­führer der C. AG bei deren Hausbank einen Covid-19-Kred­it in der Höhe von Fr. 500’000 erhal­ten. Daraufhin hat­te der Beschuldigte den Betrag unter anderem zum…

5A_29/2007: Paulianische Anfechtung ZKB/SAirGroup

Am 29. Mai 2008 entsch­ied das Bun­des­gericht (5A_29/2007), dass die Zürcher Kan­ton­albank (ZKB) im Rah­men ein­er pau­lian­is­chen Anfech­tungsklage der SAir­Group in Nach­lassliq­ui­da­tion 80,5 Mio. CHF zahlen muss (NZZ, Han­del­szeitung). Das Bun­des­gericht hat gestern die Entschei­d­be­grün­dung veröf­fentlicht. Sachver­halt Die ZKB gewährte im August 1999 der SAir­Group einen Kred­it von CHF 100 Mio. (Blankolim­ite), der voll in Anspruch genom­men und mehrfach verlängert…

5A_66/2013: Auslegung ungemessener Dienstbarkeiten; Berücksichtigung öffentlich-rechtlicher Vorschriften; hier Anspruch auf ein Strassenbankett (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Ver­fahren war strit­tig, ob den aus einem Fuss- und Fahrwe­grecht Berechtigten (Beschw­erde­führern) neben der unange­focht­e­nen Fahrbahn­bre­ite von 2.30 m ein Anspruch auf einen freizuhal­tenden Rand­streifen, ein sog. Strassen­ban­kett, zuste­ht. Das Bezirks­gericht hat­te fest­ge­hal­ten, die Parteien hät­ten ein Recht auf ein Strassen­ban­kett vere­in­baren müssen, hät­ten sie zusät­zlich zur gewährten Weg­bre­ite ein solch­es ein­richt­en wollen. Aus dem Dien­st­barkeitsver­trag gehe solches…

EFD: DBA mit Griechenland und Japan geändert; DBA mit Uruguay neu in Kraft

…Null­satz; Zin­szahlun­gen an Finanzin­sti­tute (Banken, Ver­sicherun­gen oder Rück­ver­sicherun­gen, Effek­ten­händler) oder an Vor­sorgeein­rich­tun­gen generell von der Quel­len­s­teuer befre­it. Das neue DBA mit Uruguay enthält ins­beson­dere die fol­gen­den Bes­tim­mungen Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen gemäss heute gel­ten­dem inter­na­tionalen Stan­dard; Div­i­den­den wer­den im Quel­len­staat mit 15 % besteuert (bei Beteili­gung über 25 % gilt ein Sock­el­satz von 5 %); Bei Zin­sen liegt das Besteuerungsrecht grund­sät­zlich im Ansässigkeitsstaat,…

Bundesrat: Botschaft zum Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG)

Der Bun­desrat hat die Botschaft zum Finanz­mark­t­in­fra­struk­turge­setz (Fin­fraG, Entwurf siehe hier) ver­ab­schiedet. Mit dem Fin­fraG soll die Reg­ulierung der Finanz­mark­t­in­fra­struk­turen und des Han­dels mit Derivat­en an die Entwick­lun­gen des Mark­tes sowie an inter­na­tionale Vor­gaben angepasst wer­den. Für weit­ere Infor­ma­tio­nen siehe Medi­en­mit­teilung des Eid­genös­sis­chen Finanzdepartements. …

SIX: Kotierungsreglement und weitere Reglemente in Kraft per 1. Juli 2009

Fol­gende Regle­mente der SIX Swiss Exchange treten per 1. Juli 2009 in ein­er neuen Fas­sung in Kraft: KR Kotierungsre­gle­ment ZRA Zusatzre­gle­ment für die Kotierung von Anlei­hen ZRD Zusatzre­gle­ment für die Kotierung von Derivat­en RSS Regle­ment für die Zulas­sung zum Han­del von Beteili­gungsrecht­en im SIX Swiss Exchange-Spon­sored Seg­ment RIA Regle­ment für die Han­del­szu­las­sung von inter­na­tionalen Anlei­hen an der SIX Swiss Exchange RHDA

EuGH: Marktmissbrauchsrichtlinie: verbotene Nutzung von Insider-Informationen auch ohne Feststellung des Vorsatzes

Der EuGH legt (auf Vor­lage ein­er bel­gis­chen Gerichts) die Mark­t­miss­brauch­srichtlin­ie so aus, dass eine ver­botene Nutzung von Insid­er-Infor­ma­tio­nen auch ohne geson­derte Fest­stel­lung eines entsprechen­den Tatvor­satzes anzunehmen ist. Aus der Berichter­stat­tung der NJW:  “Der EuGH weist darauf hin, dass die Richtlin­ie 2003/6 die Insid­er-Geschäfte in objek­tiv­er Weise definiert – ohne dass in deren Def­i­n­i­tion der sie tra­gende Vor­satz aus­drück­lich ein­be­zo­gen wor­den wäre…

Datenverordnung-FINMA

Per 1. Okto­ber 2011 tritt die Verord­nung der FINMA über die Daten­bear­beitung in Kraft (Daten­verord­nung-FIN­MA). Die FINMA führt eine Daten­samm­lung über Per­so­n­en, deren Gewähr für eine ein­wand­freie Geschäft­stätigkeit nach den Finanz­mark­t­ge­set­zen und dem FINMAG zweifel­haft oder nicht gegeben ist (zum sog. Gewährser­forder­nis siehe hier). Die Verord­nung stützt sich auf Art. 23 Abs. 1 FINMAG und regelt die Einzel­heit­en der Datensammlung.…

FINMA: Anhörung zum Rundschreiben “Vertrieb kollektive Kapitalanlagen”

Am 1. März trat­en das rev­i­dierte Kollek­ti­van­la­genge­setz (KAG) und die rev­i­dierte Kollek­ti­van­lageverord­nung (KKV) in Kraft. Unter anderem fiel der Begriff der “öffentlichen Wer­bung” weg und wurde durch den Begriff des “Ver­triebs” erset­zt.  Die FINMA nimmt dies zum Anlass, das bish­erige FINMA-RS 2008/8 “Öffentliche Wer­bung kollek­tive Kap­i­ta­lan­la­gen” neu zu ver­fassen.  Der Entwurf des neuen Rund­schreibens konkretisiert ins­beson­dere den Begriff des Vertriebs…