Schweiz — Frankreich: neues Erbschaftssteuerabkommen und “Finanzdialog”

…der Regeln zum Flughafen Basel-Mül­hausen. Die Unterze­ich­nung des neuen Erbschaftss­teuer­abkom­mens zwis­chen der Schweiz und Frankre­ich bildet den ersten konkreten Schritt in diesem Dia­log.  Das neue Abkom­men muss vor dem Inkraft­treten durch die Par­la­mente bei­der Län­der genehmigt wer­den. Zu den wichtig­sten Neuerun­gen gehört, dass Frankre­ich auf seinem Gebi­et wohn­hafte Erben und Ver­mächt­nis­nehmer besteuern kann, eine in der Schweiz bezahlte Erbschaftss­teuer aber…

Steuerthemen: Steuerstreit USA / Erbschafts-DBA mit F / Internkantonale Doppelbesteuerung — Verfahren

…Unterze­ich­nung des neuen franzö­sisch-schweiz­erischen Abkom­mens zur Ver­mei­dung der Dop­pelbesteuerung auf dem Gebi­et der Erbschaftss­teuern gegeben. Der Entwurf wurde auf Antrag der Schweiz geän­dert und sieht in drei Punk­ten Verbesserun­gen gegenüber der ursprünglichen Fas­sung vor: eine Min­destansäs­sigkeits­dauer für in Frankre­ich wohn­hafte Erben, eine gün­stigere Regelung bei den Immo­bilienge­sellschaften und einen neuen Zeit­punkt für die Erstan­wen­dung.  Die Unterze­ich­nung des Erbschaftss­teuer­abkom­mens zwis­chen der…

5A_111/2011: Haftung des Willensvollstreckers für Unterlassung; Mitverschulden der Erben

Im Urteil vom 20. April 2011 (5A_111/2011) beschäftigt sich das Bun­des­gericht mit der Haf­tung von Wil­lensvoll­streck­ern. Der Beschw­erde­führer, ein von seinem Amt als Wil­lensvoll­streck­er zurück­ge­treten­er Recht­san­walt, beantragte die Abweisung der Schadenser­satz­forderung der Beschw­erdegeg­n­er, der geset­zlichen Erben. Mit der Forderung soll abge­golten wer­den, dass er es als Wil­lensvoll­streck­er unter­lassen habe, von der ehe­ma­li­gen Arbeit­ge­berin des Erblassers den Lohn für die Zeit…

2C_821/2010: Steuerbarer Vermögenserwerb von Todes wegen durch Vermächtnis trotz späterer Fälligkeit

…gegen die Erben. Dieser Anspruch wird — sofern aus der Ver­fü­gung nichts anderes her­vorge­ht — fäl­lig, wenn der Beschw­erte die Erbschaft angenom­men hat oder sie nicht mehr auss­chla­gen kann. Die Ver­mächt­n­is­forderung entste­ht ipso iure mit dem Tod des Erblassers; eine Auss­chla­gung liesse diese Forderung lediglich nachträglich ent­fall­en. Auf­grund­dessen geht der Anspruch auf Aus­rich­tung des Ver­mächt­niss­es mit dem Erbgang in das…

4A_20/2012: technische Notwendigkeit infolge höherer Herstellungskosten der Alternativformen; “Lego”

…Mit­be­wer­bern dadurch angesichts vorhan­den­er gle­ich­w­er­tiger Alter­na­tiv­en kein Nachteil entste­ht. Ist die Her­stel­lung alter­na­tiv­er For­men mit Mehrkosten ver­bun­den, so führt dies auch dann zur Unzu­mut­barkeit der entsprechen­den Wahl ein­er anderen Waren­form, wenn der fest­stell­bare Unter­schied ger­ing aus­fällt. Im Sinne der Gle­ich­be­hand­lung im funk­tion­ieren­den Wet­tbewerb ist den Konkur­renten eine gle­ich­w­er­tige Aus­gangslage zu erhal­ten […]. Lassen sich — wie vor­liegend auf­grund ein­er Gerichtsexpertise…

Kartellgesetzrevision: Ausgewähltes aus der Session des Ständerates

…vor. Das heutige Sekre­tari­at der Wet­tbe­werb­skom­mis­sion sollte als Wet­tbe­werb­s­be­hörde die kartell­rechtlichen Unter­suchun­gen führen und vor der Entschei­din­stanz, ein­er als Wet­tbe­werb­s­gericht beze­ich­neten Kam­mer des Bun­desver­wal­tungs­gericht­es, Anklage erheben. Der Stän­der­at hat diesem Ansin­nen kein Gehör geschenkt und sich mit 29 zu 10 Stim­men für einen Vorschlag sein­er WAK aus­ge­sprochen. Dieser Vorschlag läuft im Wesentlichen auf das Beibehal­ten des beste­hen­den Mod­ells hin­aus (welch­es vom…

WEKO: Busse für Schweizerische Depeschenagentur AG wegen Gewährung von Exklusivitätsrabatten

Die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) hat mit Entscheid vom 14. Juli 2014 eine Busse in der Höhe von CHF 1.88 Mio. gegen die Schweiz­erische Depeschenagen­tur AG (SDA) ver­hängt. Nach den Fest­stel­lun­gen der WEKO hat SDA mit aus­gewählten Medi­enun­ternehmen Abon­nementsverträge mit Exk­lu­siv­ität­sra­bat­ten abgeschlossen, dadurch ihre mark­t­be­herrschende Stel­lung miss­braucht und die Konkur­renz im Wet­tbewerb behin­dert. Konkret waren die Rabat­te, die SDA den aus­gewählten Medienunternehmen…

2C_985/2015: Sanktionsverfügung — Preispolitik Swisscom ADSL; Bestätigung des Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung mittels Kosten-Preis-Schere (amtl. Publ.)

…eine miss­bräuch­liche Mark­tver­schlies­sung, welche einen echt­en Wet­tbewerb unter den End­pro­duk­tean­bi­etern wirk­sam unter­bun­den hätte. Insofern sei das abstrak­te Gefährdungspo­ten­tial und der Grad der Wet­tbe­werb­s­beein­träch­ti­gung sehr gross. Die Auf­fas­sung, dass nur die Tatbestände nach Art. 7 Abs. 2 KG schw­er­wiegende Miss­brauch­statbestände darstellen wür­den, sei falsch. Art. 7 Abs. 1 KG und Art. 7 Abs. 2 KG wür­den sich qual­i­ta­tiv nicht unter­schei­den. Vielmehr…

BVGer: Verfügung der WEKO gegen Altimum SA aufgehoben (B‑5685/2012)

Mit Urteil vom 17. Dezem­ber 2015 hat das Bun­desver­wal­tungs­gericht (BVGer) eine Ver­fü­gung der Schweiz­erischen Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) gegen Alti­mum SA aufge­hoben. Nach Ansicht des BVGer wurde der Wet­tbewerb auf dem rel­e­van­ten Markt trotz des Vor­liegens ein­er ver­tikalen Abrede über Min­destverkauf­spreise nicht erhe­blich beein­trächtigt. Mit Ver­fü­gung vom 20. August 2012 hat­te die WEKO eine Busse in der Höhe von CHF 470’000 gegen…

WEKO: Keine Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung i.S.v. Art. 5 BGBM bei Fehlen staatlicher Wettbewerbsvorteile

…5 BGBM ist der WEKO zufolge entschei­dend, ob die VRSG im Rah­men ihrer Tätigkeit im Absatz­markt einem aus­re­ichen­den Wet­tbe­werb­s­druck aus­ge­set­zt ist und von keinen staatlich ver­an­lassten Wet­tbe­werb­svorteilen prof­i­tiert. Gemäss WEKO ist ein solch­er Wet­tbe­werb­s­druck derzeit vorhan­den, da die VRSG an öffentlichen Auss­chrei­bun­gen sowohl ihrer Aktionäre als auch ander­er Gemein­we­sen teil­nimmt, sich also regelmäs­sig im Auss­chrei­bungswet­tbewerb behaupten muss. Nach Auf­fas­sung der…