BGE 150 III 160 (BGer 5A_238/2023 vom 18. März 2024): Die altrechtliche “Zahlvaterschaft” begründet per se keinen Erbanspruch

CHF 120.-) verpflichtet. Der Erblass­er errichtete im Jahr 2015 ein Tes­ta­ment, in welchem er seine bei­den Kinder B. und C. aus sein­er mit­tler­weile geschiede­nen Ehe begün­stigte. Im Jahr 2017 ergänzte der Erblass­er sein Tes­ta­ment und ver­fügte die Errich­tung ein­er Erb­s­tiftung. Gle­ichzeit­ig schloss er mit seinen bei­den Kindern B. und C. einen Erb­ver­trag, worin diese betr­e­f­fend die der Stiftung gewid­me­ten Vermögenswerte…

5A_668/2021: Überschussanteil des Kindes unverheirateter Eltern — revisited (amtl. Publ.)

…Eltern­teil quer­sub­ven­tion­iert wird. Zusam­men­fas­sung Im vor­liegen­den Fall befasste sich das Bun­des­gericht erst­mals unter voller Kog­ni­tion mit der Frage, wie sich der Über­schus­san­teil des Kindes unver­heirateter Eltern berech­net. Die Vorin­stanz hat­te den unter­haltss­chulden­den Vater als “grossen Kopf” (dop­pel­ter Über­schus­san­teil) und den unter­halts­berechtigten Sohn als “kleinen Kopf” (ein­fach­er Über­schus­san­teil) betra­chtet und entsprechend 2/3 des Über­schuss­es dem Vater und 1/3 dem Sohn zugewiesen. Der…

EFD: Vernehmlassungsverfahren betreffend ausgewogene Paar- und Familienbesteuerung

Das Eid­genös­sis­che Finanzde­parte­ment hat das Vernehm­las­sungsver­fahren zur geplanten Revi­sion des DBG “Aus­ge­wo­gene Paar- und Fam­i­lienbesteuerung” eröffnet. Die Revi­sion soll eine im Ein­klang mit der Ver­fas­sung ste­hende Ehep­aar- und Fam­i­lienbesteuerung zu ver­ankern, die sich möglichst neu­tral gegenüber den ver­schiede­nen Part­ner­schafts- und Fam­i­lienmod­ellen. Damit Ehep­aare kün­ftig nicht mehr stärk­er als Konku­bi­natspaare belastet wer­den, soll das Mod­ell «Mehrfachtarif mit alter­na­tiv­er Steuer­berech­nung» einge­führt werden.…

6B_1412/2021: Härtefallprüfung bei Landesverweisung

Im Urteil 6B_1412/2021 vom 9. Feb­ru­ar 2023 prüfte das Bun­des­gericht das Vor­liegen eines Härte­falls nach Anord­nung ein­er Lan­desver­weisung für sieben Jahre wegen gewerb­smäs­si­gen Dieb­stahls sowie mehrfachen Haus­friedens­bruchs. Die Beschuldigte hat­te in einem Zeitraum von 1.5 Jahren rund 40 Ladendieb­stäh­le und Dieb­stäh­le zum Nachteil von Pri­vat­per­so­n­en began­gen und dabei jew­eils Porte­mon­naies und Taschen entwen­det, wofür sie zu ein­er unbe­d­ingten Frei­heitsstrafe verurteilt…

5A_844/2024: Behauptungs- und Beweislast im Zusammenhang mit dem ehelichen Lebensstandard (amtl. Publ.)

…ehe­lichen Über­schus­san­teil zu behaupten und zu beweisen hat. Das Bun­des­gericht hält vor­ab fest, dass beim nachehe­lichen Unter­halt nicht das Gericht in der Pflicht sei, von sich aus den Sachver­halt bezüglich des let­zten gemein­samen Lebens­stan­dards abzuk­lären. Dies gelte grund­sät­zlich auch dann, wenn es, wie hier, gle­ichzeit­ig Kindesun­ter­halts­beiträge festzuset­zen habe. Zwar berück­sichtige das Gericht bei der Fest­set­zung des nachehe­lichen Unter­halts auf­grund der…

5A_330/2022: Überschussverteilung bei alternierender Obhut

…den gesamten auf die Kinder ent­fal­l­en­den Anteil am Fam­i­lienüber­schuss der Mut­ter zu. Dies rügte der Vater vor Bun­des­gericht. Das Bun­des­gericht hiess die Rüge gut. Es ver­wies auf zwei frühere Bun­des­gericht­surteile, in denen es zusam­menge­fasst fes­thielt, dass bei alternieren­der Obhut mit hälfti­gen Betreu­ungsan­teilen grund­sät­zlich jedem Eltern­teil die Hälfte des Über­schuss­es der Kinder zuste­he. Die Vorin­stanz war von diesem Grund­satz ohne Begründung…

Änderungen des DSG in Kraft per 1. Dezember 2010

…Das Arbeitsver­hält­nis richtet sich grund­sät­zlich nach dem Bun­des­per­son­alge­setz vom 24. März 200055 (BPG), soweit das DSG nichts anderes vor­sieht (Abs. 2), wie dies hin­sichtlich der Entste­hung und Beendi­gung des Arbeitsver­hält­niss­es der Fall ist. Der Beauf­tragte und sein Per­son­al bilden eine dezen­tral­isierte Ver­wal­tung­sein­heit im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Buch­stabe e BPG und von Artikel 2 Absatz 3 des Regierungs- und

5A_203/2016: prov. Rechtsöffnung und Art. 169 ZGB / Verschuldungsgrenze bei Immobilien (amtl. Publ.; frz.)

Im vor­liegen­den Urteil hat­te das Bun­des­gericht zu entschei­den, inwiefern die fehlende Zus­tim­mung des Ehe­gat­ten zu einem Grundp­fand in Bezug auf die Fam­i­lienwoh­nung die Nichtigkeit des Ver­trages her­beiführt. Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: Das Ehep­aar A. erhielt vom Betrei­bungsamt einen Zahlungs­be­fehl auf Grundp­fand­ver­w­er­tung. Nach dem Rechtsvorschlag bei­der Ehe­gat­ten ver­langte und erhielt die Gläu­bigerin C. SA pro­vi­sorische Recht­söff­nung. Hierge­gen wiederum erhoben…

2C_497/2011: Aufschub der Grundstückgewinnsteuer beim Verkauf von selbstgenutzter Wohnliegenschaft; “angemessene Frist” (amtl. Publ.)

Der Beschw­erde­führer hat­te während viel­er Jahre im Fam­i­lienhaus in NE gewohnt. 2001 zog er um nach NW, wo er in Miet­woh­nun­gen lebte und 2007 Wohneigen­tum erwarb. Das Fam­i­lienhaus in NE verkaufte er 2008. Im Entscheid hat­te sich das BGer im Zusam­men­hang mit dem Begehren um Auf­schub der Grund­stück­gewinns­teuer (vgl. StHG 12 III lit. e) mit der Frage nach der “dauernd und

5A_579/2018: Verzugszins für Unterhaltsbeiträge (Art. 105 OR, amtl. Publ.)

…vor­liegen­den Fall) das entsprechende Datum nicht behauptet und nicht ohne weit­eres ersichtlich sei, könne die Recht­söff­nung betr­e­f­fend Verzugszins (hil­f­sweise) ab dem Datum der Ausstel­lung des Zahlungs­be­fehls erteilt wer­den (E. 4.4.5.). Dem entsprechend wurde die Beschw­erde teil­weise gut­ge­heis­sen und der Entscheid der Vorin­stanz bezüglich Zin­sen­lauf aufge­hoben und der­selbe neu fest­ge­set­zt; für den vor diesem Datum ver­langten Verzugszins wurde die Recht­söff­nung verweigert.…