5A_925/2013: Vermutung des guten Glaubens; Sorgfaltspflicht beim Kauf eines Occasionswagens der oberen Mittelklasse

Das BGer hat­te vor­liegend zu entschei­den, ob die Erwer­berin eines Occa­sion­swa­gens der oberen Mit­telk­lasse (BMW 520d Tour­ing mit Zube­hör im Wert von ca. CHF 90’000) beim Erwerb die gebotene Sorgfalt ver­let­zt hat­te und sich deshalb nicht auf die Ver­mu­tung des guten Glaubens berufen kann. Die ursprüngliche Eigen­tümerin des Wagens, eine Leas­ingge­sellschaft, ver­leaste den Wagen an … weit­er­lesen

2C_753/2013: Eine Hauptpartei des erstinstanzlichen Verfahrens kann sich ihrer Kosten- und Parteientschädigungspflicht nicht dadurch entziehen, dass sie im Beschwerdeverfahren keine Anträge stellt

In diesem Entscheid beschäftigt sich das BGer mit der Verteilung der Kosten und der Parteientschädi­gung im Rah­men des vorin­stan­zlichen Ver­fahrens (BVGer). Mit Ver­fü­gung vom 14. Arpil 2011 genehmigte die ElCom (Eid­genös­sis­che Elek­triz­ität­skom­mis­sion) die Kosten für Sys­tem­di­en­stleis­tun­gen der Swiss­grid AG (Schweiz­er Über­tra­gungsnet­z­be­treiberin) und aufer­legte der Swiss­grid AG die Ver­fü­gungs­ge­bühren. Dage­gen erhoben die Swiss­grid AG und zahlre­iche … weit­er­lesen

4A_62/2014: Anschein der Befangenheit bei Oberrichterin wegen früherer Tätigkeit des Schwagers (amtl. Publ.)

In einem haftpflichtrechtlichen Regressprozess zwis­chen der Eid­genös­sis­chen Invali­den­ver­sicherung (IV) und dem Nationalen Ver­sicherungs­büro (NVB) kam das Bun­des­gericht zum Schluss, dass eine beteiligte Ober­rich­terin wegen Anscheins der Befan­gen­heit hätte in den Aus­stand treten müssen. Das Bun­des­gericht hob deshalb das ange­focht­ene Urteil auf und wies die Sache zur neuen Entschei­dung zurück (Urteil 4A_62/2014 vom 20. Mai 2014, … weit­er­lesen

5A_909/2013: ZPO 164; Verweigerung der Mitwirkung bei der Beweiserhebung, Beweiswürdigung (amtl. Publ.)

Das BGer hält im vor­liegen­den, zur amtl. Publ. vorge­se­henen Urteil Fol­gen­des zur Berück­sich­ti­gung der Ver­weigerung der Mitwirkung bei der Beweis­er­he­bung fest: 2.3. Gemäss Art. 160 Abs. 1 ZPO sind die Parteien und Dritte zur Mitwirkung bei der Beweis­er­he­bung verpflichtet. Ver­weigert eine Partei die Mitwirkung unberechtigter­weise, so berück­sichtigt dies das Gericht bei der Beweiswürdi­gung (Art. 164 ZPO). … weit­er­lesen

4A_3/2014: Sittenwidrigkeit bei Schenkungen an qualifizierte Berufsträger; Bestätigung der Rechtsprechung; Art. 38 Standesordnung FMH

Eine rohyp­no­lab­hängige Pati­entin hat­te ihrem Arzt im Sinne ein­er gemis­cht­en Schenkung ein Grund­stück zu rund CHF 2 Mio. unter dem Mark­twert verkauft. Vor BGer war nur noch strit­tig, ob eine solche Zuwen­dung sit­ten­widrig ist. Das BGer ref­eren­ziert zunächst insb. BGE 132 III 455 wie fol­gt: Das Bun­des­gericht fol­gte in sein­er pub­lizierten Recht­sprechung ein­er Lehrmei­n­ung, wonach bes­timmte … weit­er­lesen

4A_364/2013: Vermögensverwaltung, mangelnde Aufklärung und Beratung, Beweis durch zu riskante Strategie; Schaden, hypothetisches Vergleichsportfolio; Honorar

Dem vor­liegen­den Urteil des BGer liegt ein Erb­fall zugrunde, bei dem die Nichte der Erblasserin, eine aus­ge­bildete Kranken­schwest­er und früh­pen­sion­ierte Flight Atten­dant, als Alleinerbin eines Ver­mö­gens von rund CHF 3.5 Mio. vor Steuern einge­set­zt wor­den war. Sie zog dann auf Anrat­en des Anwalts der Erblasserin eine Per­son als exter­nen Ver­mö­gensver­wal­ter ein. Der Anwalt und der … weit­er­lesen

9C_783/2013: Übergangsbestimmungen der ersten BVG-Revision (amtl. Publ.)

In Urteil 9C_783/2013 vom 12. Mai 2014 äusserte sich das Bun­des­gericht zu den Über­gangs­bes­tim­mungen der ersten BVG-Revi­­sion vom 3. Okto­ber 2003. Nach diesen Bes­tim­mungen unter­ste­hen die Invali­den­renten in der beru­flichen Vor­sorge, die vor dem Inkraft­treten der Geset­zesän­derung zu laufen begonnen haben, dem bish­eri­gen Recht. Während zwei Jahren ab dem Inkraft­treten der Geset­zesän­derung unter­ste­hen die Invali­den­renten … weit­er­lesen

8C_837/2013: Arbeitgeber sind bei der Durchführung der Familienzulage blosse Zahlstellen (amtl. Publ.)

Die A. AG hat­te für einen ihrer Arbeit­nehmer, der gut zwei Jahre krank geschrieben war, zu Unrecht die Fam­i­lien­zu­lage aus­bezahlt. Die Aus­gle­ich­skasse forderte deshalb von der Arbeit­ge­berin den Betrag von CHF 3’680 zurück. Die A. AG und später das Bun­de­samt für Sozialver­sicherun­gen wehrten sich gegen diesen Entscheid. Das Bun­des­gericht verneinte eine Rück­er­stat­tungspflicht der Arbeit­ge­berin, obwohl … weit­er­lesen

8C_217/2014: Nicht wieder gutzumachender Nachteil bei einem Rückweisungsentscheid (amtl. Publ.)

Das nach­fol­gend zusam­menge­fasste Urteil wurde zwar im Zuge eines sozialver­sicherungsrechtlichen Ver­fahrens gefällt, kön­nte aber auch für den Zivil­prozess rel­e­vant sein, da sich das Bun­des­gericht auf das BGG abstützte und sich zum Begriff des nicht wieder gutzu­machen­den Nachteils im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG äusserte. A. lei­det an einem Geburts­ge­brechen, weshalb sie bei der IVweit­er­lesen

4A_521/2013: Geländerhöhe in einem Hotelzimmer stellte keinen Werkmangel dar

A. nahm mit seinen Eltern an einem Fam­i­lien­an­lass teil, der aus einem gemein­samen Essen, Über­nach­tung und Früh­stück in einem Hotel bestand. Nach Mit­ter­nacht begab sich A. in sein Zim­mer im zweit­en Obergeschoss des Hotel­ge­bäudes und wurde am frühen Mor­gen, nur mit ein­er Pyja­­ma-Hose bek­lei­det, schw­er ver­let­zt auf dem Bauch liegend und mit dem Kopf gegen … weit­er­lesen