9C_902/2010: Lebenspartnerrente im Todesfall durch die berufliche Vorsorge (amtl. Publ.)

Mit dem Entscheid 9C_902/2010 vom 14. Sep­tem­ber 2011 hat das Bun­des­gericht weg­weisend entsch­ieden, was unter einem min­destens fünf Jahre unun­ter­brochen geführten gemein­samen Haushalt zu ver­ste­hen ist. Der 1972 geborene B. war bei der C. GmbH angestellt uns seit 1. Mai 2008 bei Pen­sion­skasse Q. berufsvor­sorgev­er­sichert. B. starb bei einem Unfall am 8. Juni 2008. F. die … weit­er­lesen

6B_74/2011: Schweizerische Gerichtsbarkeit und rechtshängige Zivilforderung

Die Zuständigkeit von schweiz­erischen Gericht­en und die Recht­shängigkeit von Zivil­forderun­gen im Straf­prozess sind Gegen­stand des bun­des­gerichtlichen Urteils 6B_74/2011 vom 13. Sep­tem­ber 2011. Das Bun­des­gericht heisst die Beschw­erde in dem zweit­en Punkt gut, soweit eine Ver­let­zung des rechtlichen Gehörs gerügt wurde. Im Hin­blick auf die schweiz­erische Gerichts­barkeit in inter­na­tionalen Sachver­hal­ten (Art. 3 Abs. 1 und 8 … weit­er­lesen

4A_99/2011: Rentengarantie im Arbeitsvertrag

Mit Entscheid 4A_99/2011 vom 4. Juli 2011 hat­te das Bun­des­gericht über die Bedeu­tung ein­er Renten­garantie in einem Arbeitsver­trag zu urteilen. Im Arbeitsvertag von A. mit der X. Switzer­land GmbH war unter Zif­fer 7.6 fest­ge­hal­ten, dass der Arbeit­ge­ber bei ein­er Früh­pen­sion­ierung dem Arbeit­nehmer eine jährliche Rente von 45% des jährlichen Einkom­mens garantiert. Mit Hin­blick auf das … weit­er­lesen

9C_479/2011: Zugehörigkeit von Freizügigkeitseinrichtungen zur beruflichen Vorsorge

Im Entscheid 9C_479/2011 vom 12. Sep­tem­ber 2011 hat­te das Bun­des­gericht zu entschei­den, ob die Anbi­eter von Freizügigkeit­spo­li­cen eine Pflicht haben, die oblig­a­torische Vor­sorge in Form ein­er Ver­sicherung für den Inva­lid­itäts­fall fortzuführen. S. löste per Ende Okto­ber 2009 ihr Arbeitsver­hält­nis auf und über­mit­telte der Swiss Life AG die „Anmel­dung für eine Freizügigkeit­spo­lice“, gemäss der gegen die … weit­er­lesen

4A_261/2011: Lohngleichheit zwischen Frau und Mann

Mit Entscheid 4A_261/2011 vom 24. August 2011 hielt das Bun­des­gericht an sein­er Recht­sprechung fest, dass ungle­iche Löhne bei gle­ichar­tiger Arbeit durch objek­tive Kri­te­rien gerecht­fer­tigt sein müssen. A. und X. waren bei­de im Ver­wal­tungs­bere­ich der Y. SA angestellt. X. arbeit­ete teilzeit­ig zu 90 Prozent und A. war vol­lzeit­ig tätig. X. erhob beim Arbeits­gericht Klage wegen ein­er … weit­er­lesen

6B_127/2011: Verfahrenskosten bei Sicherheitsleistung

Ein Beschw­erde­führer, der gegen die vorin­stan­zliche Kosten­ver­legung vorge­gan­gen war, ist vor dem Bun­des­gericht erfol­gre­ich (Urteil 6B_127/2011 vom 5. Sep­tem­ber 2011). Es hebt das ange­focht­ene Urteil im Kosten- und Entschädi­gungspunkt auf und weist die Sache zur Neuentschei­dung an die Vorin­stanz zurück. Nach den im BGE 84 I 13 dargelegten Kosten­grund­sätze kann bei Offizialde­lik­ten der Geschädigte oder … weit­er­lesen

1B_273/2011: Entlassung aus der U‑Haft; Antrag auf aufschiebende Wirkung (amtl. Publ.)

Erneut beschäftigt sich das Bun­des­gericht in dem (für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen) Urteil 1B_273/2011 vom 31. August 2011 mit der vorzeit­i­gen Ent­las­sung aus der Unter­suchung­shaft (siehe auch Urteile 1B_232/2011 vom 12. Juli 2011, 1B_258/2011 vom 24. Mai 2011 und 1B_64/2011 vom 17. Feb­ru­ar 2011). Es heisst die Beschw­erde ein­er Staat­san­waltschaft gut und kommt zu dem … weit­er­lesen

4A_222/2011: Revisionsgesuch gegen einen Schiedsentscheid verspätet eingereicht

Mit Entscheid 4A_222/2011 vom 22. August 2011 trat das Bun­des­gericht auf ein Revi­sion­s­ge­such gegen einen Schied­sentscheid des Tri­bunal Arbi­tral du Sport (TAS) mit dem Argu­ment nicht ein, der Gesuch­steller habe sein Gesuch ver­spätet ein­gere­icht. Revi­sion­s­grund bildete Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, der bei inter­na­tionalen Schiedsver­fahren ana­log Anwen­dung find­et (vgl. E. 1). Gemäss dieser … weit­er­lesen

6B_230/2011: Unlauterer Versand täuschender Pseudo-Rechnungen

Das BGer bestätigt ein Urteil des OGer ZG, das den Beschw­erde­führer u.a. wegen straf­bar­er Wider­hand­lung gegen das UWG verurteilt hat­te. Der Beschw­erde­führer hat­te For­mu­la­re ver­sandt, die angesichts ihrer Auf­machung und einzel­ner darin enthal­tener Angaben Rech­nun­gen täuschend ähn­lich waren. Dies erfüllt den Tatbe­stand von UWG 3 b i.V.m. UWG 23, wenn die Rech­nun­gen  beim unbe­fan­genen Durch­schnittsadres­sat­en … weit­er­lesen

6B_175/2011: Strafzumessung bei Geständnis

Das Bun­des­gericht äussert sich im Urteil vom 1. Sep­tem­ber 2011 (6B_175/2011) zu ver­schiede­nen Fra­gen der Strafzumes­sung u.a. für gewerbs- und ban­den­mäs­si­gen Dieb­stahl, mehrfachen Betrug und mehrfachen Urkun­den­fälschung. Dabei weist es die Rüge des Beschw­erde­führers zurück, er sei härter bestraft wor­den als ein nicht geständi­ger Täter, der diesel­ben Delik­te verübt habe: 1.6 […] Nach der Recht­sprechung … weit­er­lesen