5A_355/2016: Vereinbarkeit eines ägyptischen Erbscheins mit dem schweizerischen Ordre public (amtl. Publ.; frz.)

…aus, in welchem der Tod des Erblassers fest­gestellt und als einzige Erben die Brüder und Schwest­ern des Ver­stor­be­nen unter Auss­chluss der Ehe­frau aufge­führt wur­den. Um über die Ver­mö­genswerte in der Schweiz ver­fü­gen zu kön­nen, ver­langten die Brüder und Schwest­ern des Ver­stor­be­nen im Jahr 2010 die Anerken­nung des ägyp­tis­chen “acte d’hoirie” beim Tri­bunal de pre­mière instance de Genève. Das erstin­stan­zliche Gericht anerkan­nte den “Erbschein”…

4A_344/2013: Erbrechtliche Vorfragen zuständigkeitsrechtlich irrelevant

…gel­tend gemachte Anspruch bere­its im Ver­mö­gen des Erblassers befand, mithin nur die Aktivle­git­i­ma­tion des Erben auf einem erbrechtlichen Titel beruht. In solchen Fällen ist der Bestand und Inhalt des gel­tend gemacht­en Anspruchs nicht nach dem Erbstatut, son­dern nach einem anderen ver­mö­gen­srechtlichen Statut zu beurteilen und nur die Aktivle­git­i­ma­tion wird durch das Erbrecht im Sinne ein­er Vor­frage bes­timmt (BGE 135 III

5A_363/2017: Befugnis der Quotenvermächtnisnehmerin das Willensvollstreckerhonorar im Rahmen einer Verantwortlichkeitsklage gegen den Willensvollstrecker überprüfen zu lassen (amtl. Publ.)

…zugrunde: A. war eine von elf Ver­mächt­nis­nehmerin­nen im Nach­lass von C. Gemäss let­ztwilliger Ver­fü­gung von C. sollte der Ver­mächt­nis­nehmerin A. ein Zwanzig­s­tel des Net­tonach­lass­es zukom­men. Der Erblass­er hat­te als einzi­gen Erben den D. einge­set­zt. Als Wil­lensvoll­streck­er amtete Advokat und Notar B. B. unter­bre­it­ete in der Folge dem einzi­gen Erben und sämtlichen Ver­mächt­nis­nehmern seine Nach­lassabrech­nung. Dem­nach betrug der Net­tonach­lass CHF 54…

4A_389/2020: Berechnung des Regressanspruches beim Versorgungsschaden (amtl. publ.)

…aus­gle­ichen will, ver­min­dert. Des Weit­eren bilde die Ver­sicherungsleis­tung Teil der Erbschaft (Art. 476 ZGB), wenn ein Ver­sicherungsanspruch – wie in casu – nicht zu Lebzeit­en zugun­sten eines Drit­ten begrün­det wird. Deshalb sei es fol­gerichtig, den Ertrag aus diesem Teil der Erbschaft genau­so zu berück­sichti­gen wie den Ertrag aus der übri­gen Erbschaft. Sowohl die Erbschaft wie die auf den Todes­fall ausbezahlte…

In eigener Sache: Der “neue” Swissblawg

Bei Swiss­blawg gibt es einige Neuerun­gen zu verkün­den. Swiss­blawg ist eine Koop­er­a­tion mit der Dike Ver­lag AG einge­gan­gen. Wir freuen uns über diese Zusam­me­nar­beit und danken dem Ver­lag für die kün­ftige Unter­stützung. Gemein­sam wollen wir weit­er­hin schnell und über­sichtlich über die wichtig­sten Entwick­lun­gen im schweiz­erischen Wirtschaft­srecht bericht­en. Im Zuge dieser Neu­lancierung von Swiss­blawg hat sich David Vasel­la aus dem Projekt…

5A_650/2022: Zustellung des Zahlungsbefehls an den Ehengatten (amtl. Publ., FR)

In diesem zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid 5A_650/2022 vom 13. Okto­ber 2022 set­zte sich das Bun­des­gericht mit der Frage, ob Art. 153 Abs. 2 lit. b SchKG im Fall eines gemein­sam betriebe­nen land­wirtschaftlichen Gewerbes nach Art. 40 Abs. 1 BGBB anwend­bar ist, wenn es sich dabei nicht um eine Fam­i­lien­woh­nung nach Art. 169 ZGB han­delt. Das Bun­des­gericht verneinte das Vor­liegen ein­er Geset­zes­lücke und bestätigte, dass der Ehegatte…

In eigener Sache: RA Sabine Herzog, LL.M., und RA Philipp Kruse, LL.M., verstärken swissblawg

…bericht­en. Sabine Her­zog ist Recht­san­wältin bei Bak­er & McKen­zie in Zürich. Zuvor arbeit­ete sie als juris­tis­che Sekretärin am Bezirks­gericht Hor­gen und am Han­dels­gericht Zürich. Sie ist auf Prozess­führung und Nach­lass­pla­nung spezial­isiert und pro­moviert über ein The­ma im Bere­ich IPR und Erbrecht. Bei Swiss­blawg übern­immt sie die Gebi­ete Erb- und Fam­i­lien­recht. Damit beste­ht das Redak­tion­steam von swiss­blawg nun­mehr aus elf Juristen. …

5A_334/2014: Namensänderung minderjähriger Kinder nach Scheidung der Eltern; geänd. Rspr. zum neuen Namensrecht (amtl. Publ.)

In einem aktuellen Entscheid äussert sich das Bun­des­gericht erneut zur Frage, unter welchen Voraus­set­zun­gen der Nach­name eines min­der­jähri­gen Kindes in den Ledig­na­men der Mut­ter abgeän­dert wer­den kann, den diese nach der Schei­dung vom Kinds­vater wieder angenom­men hat. Soweit ersichtlich han­delt es sich aber um das erste höch­strichter­liche Urteil zum neuen Namen­srecht. Ein­gangs hält das Bun­des­gericht fest, dass das Recht auf…

8C_827/2012: Absolvierte Ausbildung als Kriterium bei der Lohneinstufung im öffentlichen Personalrecht (amtl. Publ.)

…Vorin­stanz die fehlende juris­tis­che Aus­bil­dung der Beschw­erde­führerin und somit die Nichter­fül­lung der Wählbarkeitsvo­raus­set­zun­gen nach Art. 26 GerG sowie die daraus fol­gende beschränk­te Ein­set­zbarkeit als Fam­i­lien­rich­terin als sach­lich halt­bare Gründe für eine unter­schiedliche Ein­stu­fung bejaht, kann darin keine Bun­desrechtswidrigkeit erblickt wer­den. Dass auch fes­tangestellte Kreis­rich­terin­nen und Kreis­richter, welche die Anforderun­gen gemäss Art. 26 GerG erfüllen, lediglich als Fam­i­lien­rich­terin­nen und Fam­i­lien­richter tätig seien — wie…

5A_638/2009: Erbrechtlicher Auskunftsanspruch der Erben eines wirtschaftlich Berechtigten gegenüber einer Bank nach franz. Erbstatut

Das BGer bestätigt, dass sich die Erben eines wirtschaftlich Berechtigten gegenüber der Bank nicht einen auftrags‑, son­dern allen­falls einen erbrechtlichen Auskun­ft­sanspruch besitzen. Nach dem hier mass­ge­blichen franzö­sis­chem Erbstatut kann ein solch­er Anspruch wohl beste­hen: Nach der Recht­sprechung ergibt sich aus Art. 10 des franz. Code Civ­il, dass ein Drit­ter, z.B. eine Bank, den Erben Auskun­ft über die Ver­mö­genswerte des Erblassers…