5A_46/2018: provisorische Rechtsöffnung (Art. 82 SchKG) / Aktivlegitimation von Erben

…zu erbrin­gen […] Vor­liegend müssen die Beschw­erde­führer dem­nach durch Urkun­den nach­weisen, dass sie Recht­snach­fol­ger von [D.] gewor­den sind. Da es sich bei der Gemein­schaft der Erben um eine Gesamthand­schaft han­delt und die in die Erbschaft fal­l­en­den Rechte grund­sät­zlich nur gemein­sam durch alle Erben aus­geübt wer­den kön­nen (vgl. oben E. 1.1), müssen sie zusät­zlich nach­weisen, dass sie die einzi­gen Erben von…

BGE 150 III 160 (BGer 5A_238/2023 vom 18. März 2024): Die altrechtliche “Zahlvaterschaft” begründet per se keinen Erbanspruch

CHF 120.-) verpflichtet. Der Erblass­er errichtete im Jahr 2015 ein Tes­ta­ment, in welchem er seine bei­den Kinder B. und C. aus sein­er mit­tler­weile geschiede­nen Ehe begün­stigte. Im Jahr 2017 ergänzte der Erblass­er sein Tes­ta­ment und ver­fügte die Errich­tung ein­er Erbstiftung. Gle­ichzeit­ig schloss er mit seinen bei­den Kindern B. und C. einen Erbver­trag, worin diese betr­e­f­fend die der Stiftung gewid­me­ten Vermögenswerte…

4A_364/2013: Vermögensverwaltung, mangelnde Aufklärung und Beratung, Beweis durch zu riskante Strategie; Schaden, hypothetisches Vergleichsportfolio; Honorar

Dem vor­liegen­den Urteil des BGer liegt ein Erbfall zugrunde, bei dem die Nichte der Erblasserin, eine aus­ge­bildete Kranken­schwest­er und früh­pen­sion­ierte Flight Atten­dant, als Alleinerbin eines Ver­mö­gens von rund CHF 3.5 Mio. vor Steuern einge­set­zt wor­den war. Sie zog dann auf Anrat­en des Anwalts der Erblasserin eine Per­son als exter­nen Ver­mö­gensver­wal­ter ein. Der Anwalt und der Ver­mö­gensver­wal­ter investierten sodann prak­tisch das…

4A_649/2012: Aufhebung eines internen Schiedsspruchs wegen offensichtlicher Verletzung des Rechts

Im Entscheid 4A_649/2012 vom 13. Mai 2013 prüfte das Bun­des­gericht, ob ein intern­er Schiedsspruch im Ergeb­nis willkür­lich war gemäss Art. 393 lit. e ZPO, weil er der Teilungsvorschrift von Art. 634 ZGB wider­sprach.  2004 ver­starb A.a. Als einzige geset­zliche Erben hin­ter­liess er A.x. (Kläger und Beschw­erde­führer) sowie dessen Schwest­ern A.w. und A.v. Der Erblass­er A.a. war zusam­men mit seinen Brüdern…

5A_860/2016: Schulden gemäss Art. 52 AHVG gehen auf die Erben über (Bestätigung der Rechtsprechung)

…nicht überge­gan­gen ist“. Das Bun­des­gericht erin­nerte aber in der Folge (E. 3.3.2) an seine Recht­sprechung, wonach Verpflich­tung aus uner­laubten Hand­lun­gen des Erblass­er (Art. 41 ff. OR) und auch Schaden­er­satzpflicht­en nach Art. 52 AHVG auf die Erben, welche die Erbschaft angenom­men haben, überge­hen (siehe u.a. BGE 129 V 300, E. 3.1; Urteil des BGer 9C_679/2009 vom 3. Mai 2010, E. 3;…

5A_875/2010: Entschädigung für Miteigentumeigentumsanteil; Passivlegitimation der Erbengemeinschaft

…übere­in­stimmte, weshalb die Vorin­stanz dem Beschw­erdegeg­n­er einen finanziellen Aus­gle­ich nach Art. 651 Abs. 3 ZGB zus­prach. Die Erbenge­mein­schaft machte in ihrer Beschw­erde erfol­gre­ich ihre fehlende Pas­sivle­git­i­ma­tion gel­tend. In seinen Erwä­gun­gen weist das Bun­des­gericht darauf hin, dass bei Pas­sivprozessen gegen Erbenge­mein­schaften gilt, dass bei der Gel­tend­machung dinglich­er Rechte alle Erben als Beklagte belangt wer­den müssen, weil sie als Gesamthän­der nur gemeinsam…

Eröffnung der Vernehmlassung zur Revision des IPRG — Kompetenzkonflikte bei grenzüberschreitenden Erbfällen sollen minimiert werden

Der Bun­desrat teilt in ein­er Medi­en­mit­teilung vom 14. Feb­ru­ar 2018 mit, dass es bei gren­züber­schre­i­t­en­den Erbfällen regelmäs­sig zu Kom­pe­ten­zkon­flik­ten zwis­chen den Behör­den der involvierten Staat­en und zu sich wider­sprechen­den Entschei­dun­gen kommt. Die EU habe deshalb mit der EU-Erbrechtsverord­nung (Verord­nung (EU) Nr. 650/2012) die zwis­chen­staatliche Zuständigkeit in inter­na­tionalen Erbfällen sowie die Anerken­nung von aus­ländis­chen Recht­sak­ten, die einen Nach­lass betr­e­f­fen, geregelt. Die Regelung…

5A_678/2014, 5A_725/2014: Präzisierungen zum Begriff Teilentscheid im Sinne von Art. 91 lit. a BGG (amtl. Publ)

…Die (ein­fache) Zuweisung ein­er Erbschaftssache im Sinne von Art. 612 Abs. 1 ZGB an einen von mehreren Erben könne nicht zum Gegen­stand eines eige­nen Prozess­es gemacht wer­den, es sei denn, die Erben hät­ten sich über sämtliche anderen Aspek­te der Erbteilung geeinigt oder sie ver­möcht­en sich nach dem Urteil über die Zuweisung mit hoher Wahrschein­lichkeit zu eini­gen (E. 2.4). Das Bun­des­gericht verneinte…

BR: Änderung der VVAG (SR 281.41) auf 1. Januar 2017

…Kraft geset­zt wird. Unter anderem wird Art. 2 VVAG um einen Abs. 2 mit fol­gen­dem Wort­laut ergänzt: “Befind­et sich der Wohnort des Schuld­ners im Aus­land, so ist zur Pfän­dung des Anteil­srechts an ein­er unverteil­ten Erbschaft und des Ertrages daraus das Betrei­bungsamt am let­zten Wohn­sitz des Erblassers zuständig. Hat der Erblass­er keinen let­zten Wohn­sitz in der Schweiz und beste­ht eine Zuständigkeit in…

2C_1031/2012: Biologisch Tochter aber rechtlich Nichte — keine Befreiung von der Erbschaftssteuer

Erbe und Erblass­er eine Beziehung bestand, die in aller Regel auf einem sozialen (Eltern/Kind-)Verhältnis grün­det. Aus den vorin­stan­zlichen Akten ist ein solch­es zwis­chen der Beschw­erde­führerin und ihrem biol­o­gis­chen Vater nicht doku­men­tiert, sodass sich eine Steuer­be­freiung auch unter diesem Blick­winkel nicht auf­drängt. Schliesslich ist für den vor­liegen­den Fall nicht von Belang, dass die Beschw­erde­führerin das Erbe ihres zivil­rechtlichen Vaters offen­bar aus­geschla­gen hat.…