2C_582/2016: Submission — Unzulässige Quersubventionierung bei einem staatlichen Anbieter (amtl. Publ.)

Gegen­stand dieses Urteils bildete das offene Ver­gabever­fahren, in welchem das BAKOM einen Auf­trag für die Analyse des Online-Ange­bots der SRG aus­geschrieben hat­te. Die Uni­ver­sität Zürich sowie die A. AG reicht­en je ein Ange­bot ein. Da das Ange­bot der Uni­ver­sität Zürich bess­er bew­ertet wurde, erteilte das BAKOM ihr den Zuschlag. Die A. AG erhob gegen den Zuschlag Beschw­erde an das Bun­desver­wal­tungs­gericht, welches…

4A_254/2013: Strenge Anforderungen an das Opting-out nach Art. 176 Abs. 2 IPRG / Kostenentscheidung im Dispositiv eines Schiedsspruchs stellt für die Parteien eine unverbindliche Rechnungsstellung dar

…im Sinne von Art. 182 Abs.  1 IPRG zu deuten. Danach kön­nen die Parteien das schied­srichter­liche Ver­fahren sel­ber oder durch Ver­weis auf eine schieds­gerichtliche Ver­fahrensor­d­nung regeln; sie kön­nen es auch einem Ver­fahrensrecht ihrer Wahl unter­stellen. Wenn nun die Parteien erk­lären, das Ver­fahren richte sich nach dem KSG, ohne gle­ichzeit­ig das IPRG als lex arbi­tri auszuschliessen, kann damit nur eine Rechtswahl…

4A_364/2017: klageweise Durchsetzbarkeit von Informationsrechten eines Verwaltungsrats

…Rechts­begehren nicht Auskun­ft, son­dern Ein­sicht in ver­schiedene Büch­er und Akten ver­lange. Dieser Anspruch sei in Art. 715a Abs. 4 OR geregelt und hänge nicht von der Teil­nahme an Sitzun­gen des Ver­wal­tungsrats ab. Die allfäl­lige Nichtigkeit des Auss­chlusses sei deshalb ohne Bedeu­tung für das stre­it­ge­gen­ständliche Ein­sichts­begehren und sei deshalb auch im Rah­men der Rück­weisung bei der Beurteilung des Begehrens nicht zu prüfen (E. 7).…

4D_68/2013: In der Regel kein unmittelbarer Weiterzug des Kostenentscheids in einer Klagebewilligung

Der Beschw­erde­führer wollte sich vor Bun­des­gericht über die ihm mit der Klage­be­wil­li­gung aufer­legten Kosten in der Höhe von CHF 525 beschw­eren. Das Bun­des­gericht trat jedoch auf seine Beschw­erde nicht ein (BGer. 4D_68/2013 vom 12. Novem­ber 2013, E. 4). Das Bun­des­gericht fasste seine Recht­sprechung zur Anfech­tung von Zwis­ch­enentschei­den zusam­men (E. 3): “Bei der Klage­be­wil­li­gung han­delt es sich nicht um einen Entscheid und sie…

1C_52/2025: Ausstandspflichten im Baubewilligungsverfahren

…vom 15 März 2019 E. 3 je mit Hin­weisen). Im prozess­ge­gen­ständlichen Fall liege kein solch­er Aus­stands­grund vor: Dass die Beschw­erde­führer bere­its mehrfach vor dem Kan­tons- bzw. Bun­des­gericht gegen Entschei­de des Gemein­der­ats obsiegten, lasse nicht ohne Weit­eres auf aus­stand­srel­e­vante Fehler des Gemein­der­ats schliessen. Die abwe­ichen­den Beurteilun­gen des Gemein­der­ats deuteten nicht auf eine Vor­ein­genom­men­heit hin. Die Beschw­erde­führer müssten konkret nach­weisen, dass die…

B‑6588/2018: Erweiterung des Bahnhofs Zürich Stadelhofen — Verletzung des Urheberrechtsgesetzes, unklare Ausschreibungsunterlagen, ungenügende Transparenz betreffend Vorbefassung

…11 Abs. 2 URG habe. Das Bun­desver­wal­tungs­gericht wies, ins­beson­dere unter Ver­weis auf die Recht­sprechung des Bun­des­gerichts, darauf hin, dass der Eigen­tümer — vor­be­hältlich der Urhe­ber­per­sön­lichkeit­srechte des Architek­ten sowie der Gren­zen des Rechtsmiss­brauchsver­bots — mit seinem Bauw­erk ver­fahren könne wie ihm beliebt. Ohne ander­slau­t­ende Vere­in­barung wür­den die Inter­essen des Eigen­tümers den­jeni­gen des Architek­ten vorge­hen. Der Eigen­tümer sei nicht verpflichtet, den Charakter…

2F_1/2010: Disziplinaraufsicht über die Rechtsanwälte

…vom 4. Mai 2009) blieben ohne Erfolg. Dage­gen ging X. in Revi­sion (vgl. Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG) mit der Begrün­dung, dass das Diszi­pli­narver­fahren vor der Anwalt­skam­mer auf­grund ein­er ille­galen Zen­sur ein­geleit­et wor­den sei. Das anzeigende Unter­suchungsrichter­amt habe die Hin­weise auf die Hon­o­rarzahlun­gen der brieflichen Kor­re­spon­denz des Z. mit sein­er Fre­undin ent­nom­men; zudem sei die Anwalt­spost an den…

1B_273/2011: Entlassung aus der U‑Haft; Antrag auf aufschiebende Wirkung (amtl. Publ.)

…aus­geübt wer­den. Nach dem Ein­gang der Beschw­erde hat die zuständi­ge Ver­fahrensleitung der Beschw­erde­in­stanz die erforder­lichen Anord­nun­gen im Sinne von Art. 388 StPO zu erlassen. Solche Anord­nun­gen müssen aus Grün­den der Dringlichkeit meist ohne Anhörung der betrof­fe­nen Per­son als super­pro­vi­sorische Ver­fü­gung erge­hen. Sie sind anschliessend nach Gewährung des rechtlichen Gehörs zu bestäti­gen oder zu ändern […]. Siehe auch unseren Beitrag zu 1B_232/2011.…

4A_475/2018: Rechtsmittelfrist bei Ablehnung eines Ausstandsbegehrens mit gleichzeitiger Auferlegung einer Ordnungsbusse (amtl. Publ.)

…Aus­stands­begehren gegen dieselbe Rich­terin. Die Vor­sitzende der Gen­fer groupe I du Tri­bunal des prud’hommes erk­lärte dieses erneute Gesuch mit Ver­fü­gung vom 17. Okto­ber 2017 für unzuläs­sig, da es ver­spätet und wieder­holend sei. Sodann ver­fügte sie eine Ord­nungs­busse wegen mutwilliger und verzögern­der Prozess­führung. In der entsprechen­den Ver­fü­gung waren die rel­e­van­ten Bes­tim­mungen der ZPO aufge­führt, ohne dass jedoch ins­beson­dere nähere Angaben gemacht…