5A_202/2012: Ausschluss aus einer GwG-SRO; umfassende Vereinsautonomie der SRO

Das BGer schützt den Auss­chluss eines Ver­mö­gensver­wal­ters aus ein­er als Vere­in organ­isierten Selb­streg­ulierung­sor­gan­i­sa­tion im Sinne der Geld­wäschereige­set­zge­bung, nach­dem die SRO den Ver­mö­gensver­wal­ter zum zweit­en Mal u.a. wegen Ver­let­zung der materiellen Iden­ti­fika­tion­spflicht, der beson­deren Abklärungspflicht, der Pflicht zur Fest­stel­lung des wirtschaftlich Berechtigten und der Doku­men­ta­tion­spflicht sank­tion­iert hat­te. Der vom Ver­mö­gensver­wal­ter angerufene Schied­srichter hat­te eine Ein­sprache gegen den Auss­chluss abgelehnt. Der Auss­chluss liege…

5A_596/2011: Verweigerte Genehmigung der Schlussrechnung bei Beendigung der Vormundschaft (amtl. Publ.)

Mit dem für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen Urteil 5A_596/2011 vom 1. Dezem­ber 2011 (frz.) weist das Bun­des­gericht die Beschw­erde eines Vor­mundes als unzuläs­sig ab. Die Vorin­stanz hat­te die Weigerung der zuständi­gen Vor­mund­schafts­be­hörde geschützt, die Schlussabrech­nung des Vor­mundes bei Beendi­gung seines vorüberge­hen­den Amtes zu genehmi­gen (vgl. Art. 451 ZGB i.V.m. Art. 386 Abs. 2 ZGB). Der Beschw­erde­führer hat­te gel­tend gemacht, dass…

2C_583/2007: Haftung einer IV-Stelle ist “Staatshaftung” iSv BGG 85 I a (amtl. Publ.)

Die Haf­tung ein­er IV-Stelle für eine rechtswidrige Hand­lung (ATSG 78) bet­rifft das Gebi­et der Staat­shaf­tung iSv BGG 85 I a: “Il s’agit donc d’un cas de respon­s­abil­ité réglé de manière spé­ci­fique par une dis­po­si­tion spé­ciale qui relève de la respon­s­abil­ité éta­tique au sens de l’art. 85 al. 1 let. a LTF.” Eine Beschw­erde in öffentlich-rechtlichen Angele­gen­heit­en ist daher — grund­sät­zliche Fragen…

5A_204/2017: Bestimmtheit eines Urteilsdispositivs für Unterhaltsbeiträge (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Urteil hat­te das Bun­des­gericht zu entschei­den, inwiefern gestützt auf einen Gericht­sentscheid betr­e­f­fend Kindesun­ter­halt defin­i­tive Recht­söff­nung erteilt wer­den kann. Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: Am 21. Sep­tem­ber 2010 hat­te das Kan­ton­s­gericht Nid­walden in der von A. (Jg. 1995, Tochter von B. und C. und dama­lige Klägerin / heutige Beschw­erde­führerin) gegen B. (Mut­ter von A., dama­lige Beklagte / heutige…

5A_207/2007: Limitiertes Vorkaufsrecht (amtl. Publ.)

…Auss­chluss der Kauf­preis­til­gung durch Ver­rech­nung enthielt. Der betr­e­f­fende Ver­trag (Verkauf des Grund­stücks durch den Vater an den Sohn) begrün­dete das Recht, das Grund­stück zurück­zukaufen. Der Zweck beste­ht also darin, die ursprüngliche Lage wieder­herzustellen. Da der Sohn den Kauf­preis u.a. durch Über­nahme der Grundp­fand­schulden getil­gt hat­te, muss davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Ausübung des Vorkauf­s­rechts auch dies rück­gängig machen sollte.  “Daher…

5D_153/2011: Rechtliches Gehör; zu Recht keine Stellungnahme zu einer inhaltslosen “Eingabe” eingeholt (amtl. Publ.)

Erhebt der Schuld­ner Rechtsvorschlag mit der Begrün­dung, er sei nicht zu neuem Ver­mö­gen gekom­men, so legt das Betrei­bungsamt den Rechtsvorschlag dem Richter des Betrei­bung­sortes vor. Dieser hört die Parteien an und entschei­det; gegen den Entscheid ist kein Rechtsmit­tel zuläs­sig (SchKG 265a). Im Ver­fahren um Bewil­li­gung des Rechtsvorschlags man­gels neuen Ver­mö­gens hat­te der Schuld­ner einge­wandt, sein Anspruch auf rechtlich­es Gehör sei…

5A_391/2017: Parteientschädigung unabhängig von der Notwendigkeit der berufsmässigen Vertretung (amtl. Publ.)

…erhal­ten. Sie erhielt zudem u.a. eine Parteientschädi­gung von Fr. 148.50 (Fr. 115.– Hon­o­rar, Fr. 22.50 Aus­la­gen, Fr. 11.– MwSt) zuge­sprochen. Gegen die Fes­tle­gung der Parteientschädi­gung erhob die Beschw­erde­führerin Beschw­erde ans Oberg­ericht und ver­langte eine Entschädi­gung von Fr. 570.78 (Fr. 506.– Hon­o­rar, Fr. 22.50 Aus­la­gen, Fr. 42.28 MwSt). Das Oberg­ericht wies die Beschw­erde ab. Hierge­gen erhob die Beschw­erde­führerin Beschw­erde in Zivilsachen…

5A_453/2011: Vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ist vorsorgliche Massnahme i.S.v. ZPO 6 V (amtl. Publ.)

Das BGer hält fest, dass  die vor­läu­fige Ein­tra­gung des Bauhandw­erk­erp­fan­drechts auch in der Begrif­flichkeit von Art. 6 Abs. 5 ZPO eine vor­sor­gliche Mass­nahme ist. Die Han­dels­gerichte sind somit zur Beurteilung entsprechen­der Gesuche zuständig, sofern die Haupt­sache han­del­srechtlich­er Natur ist (Art. 6 Abs. 2 ZPO).…

4A_254/2011: Schiedsspruch oder Schiedsgutachten?

Mit Entscheid 4A_254/2011 vom 5. Juli 2011 trat das Bun­des­gericht auf eine Beschw­erde gegen einen Bin­nen­schiedsspruch nicht ein. Das Bun­des­gericht hielt zunächst fest, dass die Parteien nicht im Voraus auf ein Rechtsmit­tel gegen einen Bin­nen­schiedsspruch verzicht­en kön­nen (E. 3.1). Fol­glich erachtete es die in der Schiedsvere­in­barung enthal­tene gegen­teilige Abrede (“Les par­ties s’engagent à se con­former à cette déci­sion et ne plus…