Totalrevision des ZertES: Entwurf liegt vor

Der Bun­de­sat hat den Entwurf ein­er Total­re­vi­sion des  Bun­des­ge­set­zes über die elek­tro­n­is­che Sig­natur (ZertES) vorgelegt. Aus der Botschaft: Mit der vor­liegen­den Total­re­vi­sion des ZertES soll dem Bun­desrat die Kom­pe­tenz gegeben wer­den, neb­st der bish­eri­gen qual­i­fizierten elek­tro­n­is­chen Sig­natur, die weit­er­hin nur natür­lichen Per­so­n­en zugänglich ist, zwei weit­ere, ähn­liche Anwen­dun­gen von elek­tro­n­is­chen Zer­ti­fikat­en zu regeln. Neb­st der … weit­er­lesen

Revision des BÜPF: Entwurf veröffentlicht; laufende Referendumsfrist

Die eidg. Räte haben sich am 18. März 2016 auf den Entwurf des Bun­des­ge­set­zes betr­e­f­fend die Überwachung des Post-und Fer­n­melde­v­erkehrs BÜPF geeinigt, nach­dem der let­zte Stre­it­punkt (der Spe­icherort von Vor­rats­dat­en) bere­inigt wurde. Der Entwurf wurde im BBl 2016 1991 ff. veröf­fentlicht. Wesentliche Neuerun­gen betr­e­f­fen u.a. eine erhe­bliche Erweiterung des per­sön­lichen Gel­tungs­bere­ichs oder den Ein­satz von … weit­er­lesen

1C_81/2016, 1C_83/2016: BGer fällt Nichteintretensentscheid, da Abstimmungsfrage Akt des Bundesrats darstellt und nicht überprüft werden kann (Art. 189 Abs. 4 BV)

Dem Urteil des BGer vom 17. März 2016 liegen zwei vere­inigte Beschw­er­den gegen die Abstim­mungs­frage der Volksab­stim­mung über die 2. Got­thardröhre zugrunde. Am 28. Feb­ru­ar 2016 fand die eid­genös­sis­che Volksab­stim­mung statt über den Beschluss der Bun­desver­samm­lung betr­e­f­fend diverse Änderun­gen des Bun­des­ge­set­zes über den Strassen­tran­sitverkehr im Alpenge­bi­et (STVG, SR 725.14). Die auf den Stim­mzetteln abge­druck­te Abstim­mungs­frage … weit­er­lesen

4A_536/2015: Handelsregistereintrag betreffend Zeichnungsberechtigung (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht bestätigte in seinem Urteil seinen Leit­entscheid aus dem Jahr 1995 (BGE 121 III 368), wonach die Ein­tra­gung von Kollek­tivun­ter­schriften, bei denen die zur gemein­samen Unterze­ich­nung befugten Per­so­n­en namentlich genan­nt wer­den, zuläs­sig ist. Das Han­del­sreg­is­ter teilte der gesuch­stel­len­den Aktienge­sellschaft mit, dass es nur eine Beschränkung der Zeich­nungs­berech­ti­gung geknüpft an eine Funk­tion akzep­tiere. Die beantragte Ein­tra­gung … weit­er­lesen

2C_794/2015: Obwaldner Tourismusabgabe für Feriengäste mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons verstösst gegen Gebot der Rechtsgleichheit

Im Urteil vom 22. Feb­ru­ar 2016 klärte das BGer im Rah­men ein­er inzi­den­ten Nor­menkon­trolle, ob das Touris­mus­ge­setz des Kan­tons Obwalden (TG/OW, GDB 971.3) gegen Art. 8 und 9 BV ver­stösst. Das Gesetz sieht vor, dass der Kan­ton eine Touris­mus­ab­gabe erheben kann. Der sub­jek­tiv­en Abgabepflicht unter­liegen dabei im Wesentlichen die Bere­iche Hotel­lerie und Para­hotel­lerie sowie Gas­tronomie und Para­gas­tronomie. … weit­er­lesen

BGer: Geschäftsbericht der eidgenössischen Gerichte

Das BGer, das Bun­desstrafgericht, das Bun­desver­wal­tungs­gericht und das Bun­despatent­gericht haben an ein­er gemein­samen Medi­enkon­ferenz (vgl. Medi­en­mit­teilung vom 21. März 2016) ihre Geschäfts­berichte für das Jahr 2015 vorgestellt. Im Jahr 2015 wur­den beim BGer 7853 Beschw­er­den ein­gere­icht. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vor­jahr um 148 Fälle. Im gle­ichen Jahr erledigte das BGer 7695 Fälle (+ … weit­er­lesen

4A_487/2015: Beweisanträge müssen den zu beweisenden Tatsachenbehauptungen eindeutig zugeordnet werden

In ein­er arbeit­srechtlichen Auseinan­der­set­zung warf das Oberg­ericht des Kan­tons Zürich der Arbeit­nehmerin (Beschw­erde­führerin) vor, sie habe betr­e­f­fend ihre Behaup­tun­gen zur Miss­bräuch­lichkeit der Kündi­gung (Mob­bing) keine Beweisanträge gestellt, die im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. e ZPO den entsprechen­den Vor­brin­gen zuge­ord­net seien, weshalb für ein Beweisver­fahren kein Raum beste­he (E. 5.3). Die Beschw­erde­führerin rügte … weit­er­lesen

4A_432/2015: Sozialer Untersuchungsgrundsatz; Parteien müssen Beweisantrag für ein Gutachten stellen

In ein­er gerichtlichen Auseinan­der­set­zung betr­e­f­fend Forderun­gen aus ein­er Kranken­taggeld­ver­sicherung nach VVG (Zusatzver­sicherung zur sozialen Kranken­ver­sicherung) äusserte sich das Bun­des­gericht zum sozialen Unter­suchungs­grund­satz nach Art. 247 Abs. 2 ZPO (Urteil 4A_432/2015 vom 8. Feb­ru­ar 2016). Die Beschw­erde­führerin (Ver­sicherung) rügte vor Bun­des­gericht eine Ver­let­zung der Unter­suchungs­maxime (Art. 243 ZPO), des rechtlichen Gehörs (Art. 29 BV) und ihres Rechts … weit­er­lesen

2C_255/2015: Berichterstattung der RTS 1 über die “Affaire Giroud” verletzt Sachgerechtigkeitsgebot nicht

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Urteil eine Beschw­erde gegen den Entscheid der Unab­hängi­gen Beschw­erde­in­stanz UBI zu beurteilen. Der Sache lag eine Radiosendung Radio von RTS 1 zugrunde, die über Stre­it­igkeit­en und mögliche Betrugs­fälle bei einem Wein­händler berichtet hat­te, die sog. “Affaire Giroud”. Dominique Giroud und Giroud Vins SA hat­ten vor UBI im Wesentlichen gel­tend gemacht, … weit­er­lesen

4A_571/2015: Abgeurteilte Sache; kein Aktenbeizug zur Bestimmung des Streitgegenstandes (amtl. Publ.)

Zwei Aktienge­sellschaften und deren Organe standen sich in ein­er Vielzahl gerichtlich­er Ver­fahren gegenüber. Unter anderem betrieb die Beschw­erde­führerin die Beschw­erdegeg­ner­in für den Betrag von CHF 999’000. Als Forderungs­grund stand im Zahlungs­be­fehl “Schaden­er­satz, Genug­tu­ung. Dient zur Unter­brechung der Ver­jährungs­frist.” Die Beschw­erdegeg­ner­in erhob Rechtsvorschlag und reichte eine neg­a­tive Fest­stel­lungsklage ein, die vom Richter­amt Solothurn-Lebern und dem Oberg­ericht des … weit­er­lesen