4A_258/2012: Beschwerde der Bank Austria gegen die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben abgewiesen

Das BGer weist die Beschw­erde u.a. der Bank Aus­tria gegen die Bun­de­sanstalt für vere­ini­gungs­be­d­ingte Son­der­auf­gaben ab und bestätigt damit das ange­focht­ene Urteil des OGer ZH. Aus der NZZ (11. April 2013): Formell zur Zahlung verurteilt wor­den war die AKB Pri­vat­bank Zürich AG, die sich früher Bank Aus­tria (Schweiz) AG genan­nt hat­te. Sie war Anfang der neun­ziger … weit­er­lesen

5A_492/2012: Gerichtsgebühr des Arrestgerichts nach GebV SchKG, nicht nach kantonalem Tarif (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Entscheid hat­te das BGer die Kosten- und Entschädi­gungs­fol­gen im Rechtsmit­telver­fahren gegen Arrestein­spracheentschei­de zu beurteilen. Das OGer als Vorin­stanz hat­te fest­ge­hal­ten, dass für die Gerichts­ge­bühren in den gerichtlichen Sum­marsachen des SchKG seit Inkraft­treten der ZPO nicht mehr GebV SchKG  48 ff., son­dern der kan­tonale Tarif mass­gebend sei: Das Oberg­ericht (vgl. BlSchK 2011 S. 69 f.) … weit­er­lesen

4A_565/2012: Vertrauenshaftung; hier keine Schutzpflichten der Bank gegen betrügerische Inszenierung

Das BGer äussert sich im vor­liegen­den Urteil zur Ver­trauen­shaf­tung und führt damit seine inzwis­chen eher strenge Prax­is fort. Es ging um eine aufwendi­ge Insze­nierung durch eine ital­ienis­che Betrüger­bande, wobei ein Akt in den Räum­lichkeit­en der beklagten Bank aufge­führt wurde. Dabei gaben sich Mit­glieder der Betrüger­bande vor Ort als Bankangestellte aus. Da bei einem Teil der … weit­er­lesen

4A_297/2011: Zustellungsfiktion: Anwälte müssen ausgehändigte Sendungen auf Vollständigkeit prüfen

Das BGer hält im vor­liegen­den Urteil fest, dass die Zustel­lungs­fik­tion bei eingeschriebe­nen Sendun­gen (d.h. Fik­tion der Zustel­lung am let­zten Tag der Abhol­frist) auch dann gilt, wenn der Post­beamte beim Abholen der avisierten Sendun­gen verse­hentlich nicht alle Sendun­gen aushändigt, denn der Anwalt oder seine Hil­f­sper­son ist verpflichtet zu kon­trol­lieren, ob die aus­ge­händi­gen Sendun­gen den avisierten Sendun­gen … weit­er­lesen

4A_450/2012: Begriff des Pauschalreisevertrags; nicht beim Chartervertrag über eine Yacht (amtl. Publ.)

Die spätere Klägerin schloss auf Ver­mit­tlung einen Char­ter­ver­trag mit der Eigen­tümerin ein­er Yacht A für eine zwei­wöchtige Ferien­reise zum Preis von USD 177’500. Der Ver­mit­tler unterze­ich­nete den Ver­trag eben­falls, aber — laut AGB — nur mit Bezug auf Kom­mis­sion und Haf­tungsauss­chluss. Vor Antritt der Reise wurde die Yacht A jedoch zu Reparat­u­rar­beit­en trock­en­gelegt. Die Klägerin … weit­er­lesen

5A_659/2012: Ausübung des Pächter-Vorkaufsrecht (Form und Inhalt der Ausübungserklärung)

Im vor­liegen­den Fall war fraglich, in welch­er Form das Vorkauf­s­recht des Pächters nach BGBB 47 II auszuüben ist. Das BGer hält dazu Fol­gen­des fest: Das Gesetz enthält keine For­mvorschrift für die Ausübungserk­lärung. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beschw­erde­führers kann auf die bish­erige Prax­is abgestellt wer­den (vgl. E. 2.1 hier­vor). Danach bedarf die Ausübungserk­lärung zu ihrer Gültigkeit … weit­er­lesen

5A_795/2012: Streitwertbestimmung bei gerichtlicher Ernennung eines StWEG-Verwalters; Abberufung

Das BGer tritt auf eine Beschw­erde in Zivil­sachen gegen ein Urteil über die gerichtliche Ernen­nung eines Ver­wal­ters ein­er Stock­w­erkeigen­tümerge­mein­schaft nicht ein, weil die Stre­itwert­gren­ze nicht erre­icht wurde. Dabei hält das BGer zur Bes­tim­mung des Stre­itwerts Fol­gen­des fest: Sachen­rechtliche Stre­it­igkeit­en sind grund­sät­zlich ver­mö­gen­srechtlich­er Natur, was beispiel­sweise auch im Zusam­men­hang mit Stock­w­erkeigen­tümerbeschlüssen gilt (BGE 108 II 77). […] … weit­er­lesen

5A_527/2012: Abtretung zum Zweck der Zahlung; Abtretung an Zahlungs statt aufgrund der Interessenlage

Das BGer äussert sich zu eini­gen Grund­sätzen des Abtre­tungsrechts, namentlich zur Abtre­tung im Hin­blick auf eine Forderung des Zes­sion­ars gegen den Zeden­ten: Die Vergü­tungs­forderung des Unternehmers aus Werkver­trag kann nach Mass­gabe von Art. 164 ff. OR abge­treten wer­den (Bestä­ti­gung der Recht­sprechung). Die Abtre­tung bloss eines Teils ein­er Forderung ist grund­sät­zlich zuläs­sig (“Par­tialzes­sion”). Es entste­hen zwei … weit­er­lesen

2C_1008/2012: Täuschungsverbot i.S.v. EMKG 6; Anwendung lauterkeits- und markenrechtlicher Grundsätze

Die Beze­ich­nung ““Bilder­rah­men, sil­ber, Alu­mini­um, reflexfreies Glas” für Bilder­rah­men aus Alu­mini­um ist nicht irreführend. So beze­ich­nete Bilder­rah­men dür­fen, ent­ge­gen ein­er Ver­fü­gung der Eid­genös­sis­chen Zol­lver­wal­tung nach EMKG 20, in die Schweiz einge­führt wer­den. Namentlich ver­stösst diese Beze­ich­nung nicht gegen das Täuschungsver­bot von EMKG 6. Das BGer hält dabei zunächst fest, dass lauterkeits- und marken­rechtliche Gesicht­spunk­te bei … weit­er­lesen

4A_575/2012: Ausbildungskredite sind keine Konsumentenverträge i.S.v. KKG 3 (amtl. Publ.)

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Fall zu beurteilen, ob das KKG auf einen Aus­bil­dungskred­it der Thur­gauer Kan­ton­al­bank zugun­sten eines Stu­den­ten der Rechtswis­senschaften anwend­bar war. Es war unbe­strit­ten, dass eine Kred­it­fähigkeit­sprü­fung i.S.v. KKG 28 nicht erfol­gt war, was nach KKG 32 für die Kred­it­ge­bern den Ver­lust des von ihr gewährten Dar­lehens führen kann. Fraglich war konkret, … weit­er­lesen