4A_340/2015: Internationale Rechtshilfe in Zivilsachen; Bankkundengeheimnis (amtl. Publ.)

…dem Hin­ter­grund, dass sich die vom Recht­shil­fege­such erfasste Bank zunächst auf das Bankkun­denge­heim­nis berufen hat­te.  Das Bun­des­gericht hält fest, dass die dem Bankkun­denge­heim­nis unter­wor­fe­nen Per­so­n­en sich nicht auf das Mitwirkungsver­weigerungsrecht gemäss Art. 166 Abs. 1 lit. b ZPO berufen kön­nen, son­dern als “Träger ander­er geset­zlich geschützter Geheimnisse” die Mitwirkung nur nach Mass­gabe von Art. 166 Abs. 2 ZPO ver­weigern können,…

4A_258/2012: Beschwerde der Bank Austria gegen die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben abgewiesen

…Län­derbank (ÖLB) beziehungsweise der Bank Aus­tria. Heute ist sie eine Tochterge­sellschaft der Aar­gauer Kan­ton­albank. Sie kon­nte dem Aus­gang des Prozess­es indes gelassen ent­ge­gense­hen, weil die Uni­Cred­it Bank Aus­tria AG als Recht­snach­fol­gerin der ÖLB, die durch Fusion in der Bank Aus­tria aufge­gan­gen war, sich gegenüber der AKB Pri­vatbank verpflichtet hat­te, sie für den Prozes­saus­gang schad­los zu hal­ten. Im Hin­ter­grund des Ganzen ste­ht eine gewisse Rudolfine…

BGE 5A_496/2015: Ein „Gattungsarrest“ gegen eine Bank ist auch dann zulässig, wenn der Arrest die Vermögenswerte der Bank selber und nicht diejenigen eines Kunden betrifft. Zuständigkeit zur Prüfung der Zulässigkeit (frz., amtl. Publ.)

…de la Banque A., auprès de la Banque A.” mit Arrest belegt.  Gle­ichen­tags hat­te das Betrei­bungsamt der Bank A. eine „Anzeige betr­e­f­fend Arrestvol­lzug“ unter Ver­weis auf den Arrest­be­fehl zugestellt. Später wurde die Arresturkunde ver­sandt. Die Bank A. erhob Beschw­erde und machte Nichtigkeit der Arresturkunde sowie der Anzeige betr­e­f­fend Arrestvol­lzug gel­tend. Gle­ichzeit­ig wurde Ein­sprache erhoben. Nach Abweisung der Ein­sprache hiess die…

4A_430/2015: Kontokorrentvertrag; internationale Zuständigkeit (amtl. Publ.)

…Bun­des­gericht — die Bank hin­sichtlich dieses Bankkun­den keine beru­fliche oder gewerbliche Tätigkeit in dessen Wohn­sitzs­taat ausübte (E. 3.2). Ander­er­seits hielt das Bun­des­gericht fest, dass die Bank ihre Tätigkeit in Genf nicht auf Frankre­ich aus­gerichtet hat. Die Vorin­stanz hat­te dies­bezüglich verbindlich fest­gestellt, dass die Bank kein­er­lei Wer­bung betreibt, mit dem Ziel, Kon­sumenten ausser­halb der Schweiz dazu zu brin­gen, mit ein­er Schweizer…

Bundesrat befürwortet Initiative zur Stärkung des Bankkundengeheimnisses

Der Bun­desrat pub­lizierte heute seine Stel­lung­nahme im Zusam­men­hang mit der par­la­men­tarischen Ini­tia­tive “Den Verkauf von Bankkun­den­dat­en hart bestrafen”. Gemäss Stel­lung­nahme befür­wortet der Bun­desrat, den bish­eri­gen Artikel 47 Abs. 1 BankG (Bank[kunden]geheimnis) um eine Bes­tim­mung zu ergänzen, wonach mit Frei­heitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft wird, wer ein unter Ver­let­zung des Beruf­s­ge­heimniss­es offen­bartes Geheim­nis weit­eren Per­so­n­en offen­bart oder für sich oder…

4A_83/2016: Bundesgericht schützt an Bank gerichtetes Verbot, Daten von Anwälten an US-Behörden herauszugeben

Im Entscheid 4A_83/2016 hat­te das Bun­des­gericht die Gele­gen­heit, sich zur Frage der Daten­liefer­ung unter dem US-Steuer­pro­gramm zu äussern.  Zum Hin­ter­grund: Beklagte und Beschw­erde­führerin war eine Tessin­er Bank, die zur Bei­le­gung des Steuer­stre­its mit den USA am US-Steuer­pro­gramm teil­nimmt. Die Bank beab­sichtigte, in diesem Zusam­men­hang Dat­en zweier Schweiz­er Anwälte sowie ein­er Anwalt­skan­zlei an die amerikanis­chen Behör­den her­auszugeben.  Das Han­dels­gericht Zürich hiess…

4A_436/2011: Equity Linked Notes, Bank haftet nicht für Verluste

Im Entscheid 4A_436/2011 hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Klage eines Bankkun­den gegen seine Bank (Cred­it Suisse) zu befassen. Gegen­stand waren Ver­luste im Zusam­men­hang mit Investi­tio­nen in struk­turi­erte Pro­duk­te (sog. Equi­ty Yield Notes).  Der Kunde bestritt, die Aufträge für die Käufe der Notes erteilt zu haben; die Bank habe ohne seine Ken­nt­nis und ohne Zus­tim­mung in diese deriv­a­tiv­en Pro­duk­te investiert. Das…

Bundesgesetz über die Psychologieberufe per 1. April 2013 in Kraft

Der Bun­desrat hat das Bun­des­ge­setz über die Psy­cholo­gieberufe (PsyG) auf den 1. April 2013 in Kraft geset­zt. Das PsyG hat nach seinem Art. 1 fol­gen­den Zweck und Gegen­stand: 1 Dieses Gesetz bezweckt: a. den Gesund­heitss­chutz; b. den Schutz vor Täuschung und Irreführung von Per­so­n­en, die Leis­tun­gen auf dem Gebi­et der Psy­cholo­gie in Anspruch nehmen. 2 Zu diesem Zweck legt es fest:…

Heilmittelverordnungspaket IV: Entwurf des neues Verordnungsrechts

…Phar­ma­covig­i­lance-Plans, Anwen­dung der Good Vig­i­lance Prac­tice, Ergänzung und Präzisierung des Umfangs der Meldepflicht­en); Verbesserung der Sicher­heit des Arzneimit­telein­satzes in der Pädi­a­trie (Pub­lika­tion eines Verze­ich­nis für Off-Label Dosierungsempfehlun­gen bezüglich der in der Pädi­a­trie einge­set­zten Arzneimit­tel, Schaf­fung neuer Verpflich­tun­gen und Anreize für die Phar­main­dus­trie zur Förderung der Entwick­lung von pädi­a­trischen Arzneimit­teln); Fes­tle­gung von Min­i­malan­forderun­gen an die Ver­schrei­bung von Arzneimit­teln. Erhöhung der Transparenz:…

BR: Revidierte HMG-Bestimmungen über Einsatz von Arzneimitteln bei Kindern vorzeitig in Kraft

…Behör­den geprüft und zuge­lassen. Mit der 2016 vom Par­la­ment ver­ab­schiede­ten Revi­sion des Heilmit­telge­set­zes soll die Sit­u­a­tion bei den Kinder­arzneimit­teln und das Infor­ma­tions­de­fiz­it in der Pädi­a­trie verbessert wer­den. Fol­gende Neuerun­gen sind geplant: Vorge­se­hen ist unter anderem ein nationales Verze­ich­nis, in dem har­mon­isierte Empfehlun­gen zur Off-Label-Dosierung von Wirk­stof­fen pub­liziert wer­den, die in der Pädi­a­trie zum Ein­satz kom­men. Es soll den Ärzten im…