4A_703/2016: Begründung der Kündigung eines Mietvertrags (amtl. Publ.; Präzisierung der Rechtsprechung)

Das Bun­des­gericht nahm dieses Ver­fahren zum Anlass, seine Recht­sprechung zur Begrün­dung bei ordentlichen Kündi­gun­gen von Mietverträ­gen und ins­beson­dere bei Kündi­gun­gen im Hin­blick auf Sanierungs– oder Umbauar­beit­en zu präzisieren. Gegen­stand bildete die von einem Ver­mi­eter aus­ge­sproch­ene, mit anste­hen­den drin­gen­den Sanierungsar­beit­en begrün­dete Kündi­gung. Der Mieter focht diese Kündi­gung an, unter anderem mit der Begrün­dung, sie ver­stosse gegen Treu und Glauben, da deren Begrün­dung unvoll­ständig, unge­nau und unzutreffend…

4A_318/2020: Umfang der zumutbaren Nachforschungspflicht bei der Beurteilung der Befangenheit eines Schiedsrichters (amtl. Publ.)

…kon­nten. Mit Ver­weis auf die Erwä­gun­gen in BGE 142 III 521 und auf das per 1. Jan­u­ar 2021 in Kraft getretene rev­i­dierte 12. Kapi­tel des IPRG, das neuerd­ings die Revi­sion regelt (vgl. Art. 190a IPRG), ein­schliesslich der Revi­sion auf­grund der Befan­gen­heit eines Schied­srichters, recht­fer­tigte es sich gemäss Bun­des­gericht, vor­liegend die altrechtliche Lücke zu schliessen und das frist­gerecht gestellte Revi­sion­s­ge­such zuzulassen.…

Urteil des Bundesgerichts in Sachen FINMA/UBS

…Steuer­sachen. Art. 25 BankG und Art. 26 BankG bilden nach ihrer Auf­fas­sung keine genü­gende geset­zliche Grund­lage für den inter­na­tionalen Infor­ma­tion­saus­tausch und die Lüf­tung des Bankge­heimniss­es. (Erw. 3.1) Die FINMA stützte die ange­focht­ene Ver­fü­gung auf Art. 25 und 26 BankG. Sie begrün­dete ihren Entscheid, die Beschw­erdegeg­ner­in zur Her­aus­gabe von Kun­den­dat­en zu verpflicht­en, damit, dass die Bank anson­sten in ern­sthafte Liq­uid­itätss­chwierigkeit­en geraten…

6B_80/2011: Herausgabe von eingezogenen Vermögenswerten; Dritterwerber oder Direktbegünstigter

…1 im Sinne eines Durch­gangser­werbs an, bevor die Ver­mö­genswerte auf das Kon­to des Beschw­erde­führers über­wiesen und dort gut­geschrieben wur­den. Der Beschw­erde­führer erwarb die von den Kon­ten der Beschw­erdegeg­n­er 2 und 3 abdisponierten Gelder fol­glich nach der Tat und nicht durch die Tat […]. […] Der Beschw­erde­führer ist damit angesichts des Umstands, dass die Ver­mö­genswerte für eine logis­che Sekunde bei einem…

Fernmeldegesetz: Entwurf und Botschaft

Der Entwurf und die Botschaft zum rev­i­dierten FMG wur­den heute im Bun­des­blatt pub­liziert. Die Botschaft umschreibt die wesentlichen Änderun­gen wie fol­gt: Inhalt der Vor­lage Angesichts neuer Inter­net­di­en­ste und der zunehmenden Zahl an – schweiz­erischen und aus­ländis­chen – Anbi­eterin­nen solch­er Dien­ste ist die Anwen­dung der all­ge­meinen Meldepflicht schwierig gewor­den. Deshalb wird vorgeschla­gen, diese abzuschaf­fen und durch eine Reg­istrierung der­jeni­gen Fer­n­melde­di­en­stan­bi­eterin­nen zu ersetzen,…

WEKO publiziert Verfügungen in Sachen Wettbewerbsabreden im Hoch- und Tiefbau im Kanton Aargau

…auf­grund von über­wiegen­den öffentlichen oder pri­vat­en Inter­essen ver­weigert bzw. eingeschränkt wer­den (Art. 27 Abs. 1 VwVG). Gren­ze bildet dabei die Sich­er­stel­lung ein­er wirk­samen Vertei­di­gung der Parteien, die durch die Selb­stanzeigen belastet wer­den. Im vor­liegen­den Fall wird Ein­sicht in sämtliche Ver­fahren­sak­ten gewährt. Ein Teil dieser Akten ist jedoch nur vor Ort ein­se­hbar und darf nicht kopiert wer­den. Grund­lage dieser Ein­schränkung bildet…

4A_444-2013: pharmazeutische Produkte u. Nahrungsergänzungsmittel nicht gleichartig; keine Abweichung vom Registerprinzip bei Hinterlegung für gesamte Klasse und neuen Oberbegriffen

…Hin­ter­leger — wie vor­liegend die Beschw­erde­führerin für ihre Marke […] — alle im Hin­ter­legungszeit­punkt in der betr­e­f­fend­en Klasse 5 vorge­se­henen Waren und Dien­stleis­tun­gen aufge­führt hat.[…] Sodann sind Nahrungsergänzungsmit­tel und phar­mazeutis­che Pro­duk­te nicht gle­ichar­tig: Bei der Prü­fung, ob ein Pro­dukt unter einen ver­wen­de­ten Ober­be­griff sub­sum­iert wer­den kann, sind ins­beson­dere der all­ge­meine Sprachge­brauch und auch “ökonomis­che Gesicht­spunk­te” zu berück­sichti­gen […]. Bere­its die oben…

Bundesrat begrüsst Einführung eines Widerrufsrechts bei Telefon- und Fernabsatzverträgen

…die berechtigten Inter­essen der Anbi­eterin­nen und Anbi­eter zu berück­sichti­gen, und es ist den Bedenken seit­ens der Wirtschaft best­möglich Rech­nung zu tra­gen, sodass die Regelun­gen nicht ein­seit­ig zu deren Las­ten gehen, die Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der Wirtschaft erhal­ten bleibt und für alle Beteiligten möglichst keine oder geringe Mehrkosten entste­hen.   Auf­grund der Par­la­men­tarischen Ini­tia­tive 06.441 – Mehr Kon­sumenten­schutz und weniger Miss­bräuche beim Tele­fon­verkauf hat…

8D_6/2013: Keine Nacht- und Sonntagszuschläge während den Ferien für VBZ-Angestellte

…Nach Auf­fas­sung der Beschw­erde­führer bestand die Ungle­ich­be­hand­lung darin, dass Angestell­ten, welche regelmäs­sig und über­wiegend Nacht- und Son­ntagsar­beit leis­ten, im Gegen­satz zu Mitar­bei­t­en­den, die keine oder nur spo­radisch Nacht- und Son­ntagsar­beit ver­richt­en, während den Ferien ein bedeu­tend niedrigeres Einkom­men zur Ver­fü­gung ste­ht als während der Zeit der effek­tiv­en Arbeit­stätigkeit. Angestellte, die regelmäs­sig und über­wiegend Nacht- und Son­ntagsar­beit ver­richt­en, müssten während den…

6B_660/2010 und 6B_661/2010: mehrfache Tierquälerei

In dem Urteil 6B_660/2010 und 6B_661/2010 vom 8. Feb­ru­ar 2011 find­et sich ein­er der weni­gen bun­des­gerichtlichen Entschei­de zu den Straf­bes­tim­mungen im Tier­schutzge­setz (TSchG). Die zwei miteinan­der ver­heirateten Beschw­erde­führer waren von der Vorin­stanz wegen mehrfach­er Tierquälerei durch Ver­nach­läs­si­gung ihrer 60 Katzen und mehrfach­er Übertre­tung des Tier­schutzge­set­zes gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a und 28 Abs. 1 lit. a und b…