2C_948/2010: Überführung von Geschäftsliegenschaften ins Privatvermögen setzt (u.a.) Abrechnung über stille Reserven voraus

Dem Entscheid des BGer lag eine Bau(Per­so­n­en-)gesellschaft zugrunde, die eine Liegen­schaft mit Gewinn verkaufte. Bei der Beschw­erde­führerin wurde der anteilige Grund­stück­gewinn als Einkom­men aus selb­ständi­ger Erwerb­stätigkeit besteuert. Die Beschw­erde­führerin hat­te ihren Anteil an der Per­so­n­engesellschaft vom Vater geerbt. Das BGer bestätigt seine Prax­is zum Begriff der selb­ständi­gen Erwerb­stätigkeit (Teil­nahme am Wirtschaftsverkehr Unternehmer mit eigen­em Risiko, Ein­satz von Arbeit und Kapital,…

Informationsaustausch und Amtshilfe: Bundesrat macht Tempo bei der Umsetzung zentraler OECD-Standards

…Anlageve­hikel und Ver­sicherun­gen eines teil­nehmenden Lan­des betr­e­f­fen. Diese Insti­tu­tio­nen wer­den gewisse Kun­den­dat­en unaufge­fordert an die Steuer­be­hör­den weit­erzuleit­en haben. Zu melden wären inskün­ftig neben den Kon­tosal­di alle Arten von Investi­tion­seinkün­ften (Zin­sen, Div­i­den­den, gewisse Ver­sicherung­seinkün­fte, Kap­i­tal­gewinne etc.). Betrof­fen wären die Kon­ten natür­lich­er wie auch juris­tis­ch­er Per­so­n­en, inkl. Trusts und Stiftun­gen — mit Aus­nahme u.a. von börsenkotierten Fir­men, inter­na­tionalen Organ­i­sa­tio­nen und staatlichen Betrieben.…

Weisung der OAK BV: Zulassung von unabhängigen Vermögensverwaltern zur Verwaltung von Vorsorgevermögen

Art. 48f BVV 2 (in Kraft seit dem 1. Jan­u­ar 2014) zählt abschliessend Per­so­n­en und Insti­tu­tio­nen auf, die mit der Ver­wal­tung von Vor­sorgev­er­mö­gen betraut wer­den dür­fen. Dazu gehören Anbi­eter, die ein­er spezialge­set­zlichen Finanz­mark­tauf­sicht unter­stellt sind. Daneben kann die Ober­auf­sicht­skom­mis­sion Beru­fliche Vor­sorge (OAK BV) weit­eren Per­so­n­en und Insti­tu­tio­nen eine Zulas­sung erteilen. Dies bet­rifft ins­beson­dere unab­hängige Ver­mö­gensver­wal­ter, die nicht von der Finanz­mark­tauf­sicht (FINMA)…

2C_505/2010: Gesuch um Zulassung als Revisionsexperte

Ein rechtzeit­ig ein­gere­icht­es Gesuch (RAG 43 III) für die Gesellschaft um Zulas­sung als Revi­sion­sex­per­tin gilt nicht auch als rechtzeit­iges Gesuch um per­sön­liche Zulas­sung. Das BVGer hat­te fest­ge­hal­ten, “[…] beim per­sön­lichen Zulas­sungs­ge­such han­dle es sich nicht um eine Ergänzung oder Präzisierung des Gesuchs des Revi­sion­sun­ternehmens, son­dern um ein selb­ständi­ges Gesuch, das ein vom Zulas­sungsver­fahren des Revi­sion­sun­ternehmens getren­ntes Zulas­sungsver­fahren eröffnet.” Das BGer…

Archivierung von Patientendaten und Verletzung des Arztgeheimnisses

Ärzte und ihre Hil­fsper­so­n­en, die Patien­ten­doku­men­ta­tio­nen an ein Staat­sarchiv über­mit­teln oder die Über­mit­tlung ermöglichen, ver­let­zen das Arzt­ge­heim­nis und machen sich somit straf­bar gemäss Art. 321 StGB, da für die Weit­er­gabe der Dat­en keine genü­gende geset­zliche Grund­lage beste­ht. Zu diesem Schluss kommt das Bun­de­samt für Jus­tiz (EJPD) in seinem Gutacht­en vom 30. Juni 2010. Die Archivierung von Patien­ten­dat­en liesse sich allen­falls durch…

4A_50/2012: Wirkungen von ausländischen Insolvenzvorschriften auf internationale Schiedsverfahren (amtl. Publ.)

…oder Gesellschaftsstatuts, welche die Rechtsper­sön­lichkeit des aus­ländis­chen Gebildes unberührt lassen, sind unter dem Gesicht­spunkt der Fähigkeit, in einem Schiedsver­fahren mit Sitz in der Schweiz als Partei aufzutreten, grund­sät­zlich unbeachtlich (vgl. TSCHANZ, a.a.O., N. 63 zu Art. 178 IPRG). Dann wandte sich das Bun­des­gericht dem konkreten Fall zu. Auf das Argu­ment der Beschw­erde­führerin,  ihr fehle die Fähigkeit, Partei eines Schiedsver­fahrens zu sein,…

Änderung des Firmenrechts: Vernehmlassung eröffnet

Am 22. Jan­u­ar 2014 wurde die Vernehm­las­sung für Anpas­sun­gen im Fir­men­recht für Kollektiv‑, Kom­man­dit- und Kom­man­di­tak­tienge­sellschaften sowie Einzelun­ternehmen eröffnet. Aus dem Begleit­bericht zur Vernehm­las­sungsvor­lage: Der Voren­twurf ver­fol­gt daher vier Hauptziele: Die ein­mal gewählte Fir­ma soll auf unbes­timmte Zeit weitergeführt wer­den können. Ins­beson­dere sollen bei Per­so­n­engesellschaften Gesellschafter­wech­sel ohne Änderung der Fir­ma möglich sein und die Umwand­lung in eine andere Rechts­form soll…

4A_646/2018: Die Formvorschriften nach dem NYÜ schliessen eine Ausdehnung der Schiedsklausel auf Dritte nicht aus (amtl. Publ.)

…Sitz in Ljubl­jana, Slowe­nien. Die Partei B (Beklagte und Beschw­erdegeg­ner­in) ist eine Aktienge­sellschaft in V.___/Aargau. Sie ist eine Gesellschaft der B‑Gruppe. Im Okto­ber 2009 unterze­ich­nete die Klägerin eine als “Dis­tri­b­u­tion Agree­ment” beze­ich­nete Vere­in­barung, die eine Schied­sklausel enthielt. Nach dieser Klausel waren Stre­it­igkeit­en aus dem Ver­trag von einem Schieds­gericht mit Sitz in Ljubl­jana zu entschei­den. Die Klägerin erhob Klage gegen die…

Totalrevision des ZertES: Entwurf liegt vor

Der Bun­de­sat hat den Entwurf ein­er Total­re­vi­sion des  Bun­des­ge­set­zes über die elek­tro­n­is­che Sig­natur (ZertES) vorgelegt. Aus der Botschaft: Mit der vor­liegen­den Total­re­vi­sion des ZertES soll dem Bun­desrat die Kom­pe­tenz gegeben wer­den, neb­st der bish­eri­gen qual­i­fizierten elek­tro­n­is­chen Sig­natur, die weit­er­hin nur natür­lichen Per­so­n­en zugänglich ist, zwei weit­ere, ähn­liche Anwen­dun­gen von elek­tro­n­is­chen Zer­ti­fikat­en zu regeln. Neb­st der geregel­ten elek­tro­n­is­chen Sig­natur, an die…

Bundesrat: Steuerstreit USA und andere Nachrichten

Mit­teilun­gen des Bun­desrates Grund­lage zur Bere­ini­gung des Steuer­stre­its mit den USA Aus der amtlichen Mit­teilung: Die Botschaft zu einem „Bun­des­ge­setz über Mass­nah­men zur Erle­ichterung der Bere­ini­gung des Steuer­stre­its der Schweiz­er Banken mit den Vere­inigten Staat­en” soll in der kom­menden Som­mers­es­sion im Son­derver­fahren in bei­den Räten behan­delt wer­den und anschliessend in Kraft treten. Der vom Bun­desrat ver­ab­schiedete Geset­ze­sen­twurf ermächtigt die Banken,…