1C_193/2013: Der Beschwerdeführer ist auch zur Beschwerde gegen jene Intensivlandwirtschaftszonen legitimiert, welche keine räumliche Nähe zu seiner Parzelle aufweisen (amtl. Publ.)

Im Urteil vom 4. Dezem­ber 2014 musste sich das BGer zur Beschw­erdele­git­i­ma­tion in einem pla­nungsrechtlichen Ver­fahren äussern. Im Som­mer 2010 beschloss die Gemein­de­v­er­samm­lung von Golaten/BE eine Revi­sion der Ort­s­pla­nung. Dabei wies sie im Zonen­plan elf Gebi­ete der Inten­siv­land­wirtschaft­szone zu, wobei eine dieser Inten­siv­land­wirtschaft­szo­nen an die Parzelle von A. gren­zt. Dieser erhob zuerst Ein­sprache und führte … weit­er­lesen

4A_384/2014: Recht auf letzte Chance für ältere Arbeitnehmer mit langer Beschäftigungsdauer

Der Arbeit­nehmer (Beschw­erdegeg­n­er) war während 35 Jahren grund­sät­zlich gut und loy­al als Key-Account-Man­ag­er für die Arbeit­ge­berin (Beschw­erde­führerin) tätig. Im Jahr 2007 erlitt der Arbeit­nehmer ein erstes Burn-out, worauf ver­schiedene Anstren­gun­gen unter­nom­men wur­den, ihn wieder im Unternehmen zu inte­gri­eren. Er kon­nte ohne Lohnkürzung gewisse Führungsauf­gaben abgeben. Als sich im Jan­u­ar 2010 ein zweit­er Erschöp­fungszu­s­tand abze­ich­nete, richtete … weit­er­lesen

6B_912/2013: Vielzahl formeller Rügen – insbesondere zum Fehlen der formellen Untersuchungseröffnung und zur allfälligen Verfügungspflicht bzgl. der Anklageprüfung (amtl. Publ.)

Viel hil­ft viel – das stimmt vor Gericht nicht unbe­d­ingt: Diese Erfahrung musste ein Beschw­erde­führer machen, der vor dem Bun­des­gericht – neben der unrichti­gen Sachver­halts­fest­stel­lung (E. 2) und der Ver­let­zung der Begrün­dungspflicht (E. 3) – eine Rei­he formeller Rügen (E. 1) vorge­bracht hat­te. Im Fol­gen­den wer­den nur die wichtig­sten Erwä­gun­gen des umfan­gre­ichen Urteils wiedergegeben. Zum … weit­er­lesen

6B_183/2014: Tatbestandliche Einschränkung des untauglichen Versuchs (neue Rspr.; amtl. Publ.)

Der untaugliche Ver­such bedarf ein­er tatbe­standlichen Straf­barkeit­sein­schränkung insoweit, als nur Ver­hal­tensweisen bestraft wer­den sollen, die sich als „ern­stlich­er Angriff auf die rechtlich geschützte Ord­nung“ darstellen. Daher ist auss­er dem Delik­tsver­wirk­lichungswillen des Täters auch eine “min­i­male objek­tive Gefährlichkeit” des Täter­ver­hal­tens erforder­lich. Zu diesem Schluss kommt das Bun­des­gericht in einem Grund­satzentscheid. Dem Urteil lag fol­gen­der Sachver­halt zugrunde: … weit­er­lesen

4A_28/2014: Doppelrelevante Tatsachen und Gerichtsstand des Handlungsorts (amtl. Publ.)

Die Witwe und Tochter des in den USA ver­stor­be­nen Erblassers klagten gegen eine Bank in der Schweiz und gegen den Geschäftspart­ner des Erblassers sowie einen Mitar­beit­er der Bank. Sie war­fen dem Geschäftsmi­tar­beit­er und dem Bankmi­tar­beit­er im Wesentlichen vor, sie hät­ten ins­ge­samt einen Betrag von USD 90 Mio. verun­treut. Die Vorin­stanz erk­lärte sich gestützt auf Art. … weit­er­lesen

5A_249/2014: Keine definitive Rechtsöffnung für ein Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts Wien (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Entscheid hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Frage zu befassen, ob gestützt auf ein Urteil des Arbeits- und Sozial­gerichts Wien betr­e­f­fend die Bezahlung von Lohnzuschlä­gen für das Urlaub­sent­gelt von Arbeit­nehmern nach öster­re­ichis­chem Recht die defin­i­tive Recht­söff­nung erteilt wer­den könne. Die erste und die zweite Instanz hat­ten die Recht­söff­nung ver­weigert. Das Bun­des­gericht erwog zunächst, … weit­er­lesen

6B_718/2014: (Un-)Rechtmässigkeit von generell angeordneten Zwangsmassnahmen; keine DNA-Profile “auf Vorrat” (amtl. Publ.)

Die formelle und materielle Recht­mäs­sigkeit von Zwangs­mass­nah­men (erken­nungs­di­en­stliche Erfas­sung und Erstel­lung eines DNA-Pro­­fils) ist Gegen­stand eines für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen Urteils des Bun­des­gerichts. Die Beschw­erde­führerin deponierte zusam­men mit drei weit­eren Per­so­n­en während ein­er Ver­anstal­tung an der Uni­ver­sität Bern Mist auf Tis­chen im Vor­tragsraum. Alle vier ver­weigerten in der polizeilichen Befra­gung die Aus­sage und stimmten … weit­er­lesen

6B_262/2014: Verletzung des Anklageprinzips durch Strafbefehl ohne Umschreibung des Lebenssachverhaltes (amtl. Publ.)

Ein Straf­be­fehl muss den konkreten Lebenssachver­halt enthal­ten. Die Sachver­halt­sum­schrei­bung hat dabei den formellen Anforderun­gen an eine Anklageschrift vol­lum­fänglich zu genü­gen. Das gilt nach einem aktuellen Urteil des Bun­des­gerichts ungeachtet der Frage, wie kom­plex sich der Sachver­halt erweist oder welche Art von Delik­ten zur Diskus­sion ste­ht. Der Beschw­erde­führer hat­te gegen einen Straf­be­fehl wegen ein­fach­er Ver­let­zung der Verkehrsregeln … weit­er­lesen

4A_330/2014: “THINK” nicht absolut freihaltebedürftig; keine Verwechslungsgefahr zwischen “THINK” und “THINK WEINBRENNER” bzw. “THINK OUTDOORS

Der vor­liegende Entscheid bet­rifft eine Stre­it­igkeit zwis­chen Bata und der öster­re­ichis­chen Think Schuh­w­erk GmbH, Inhab­erin der seit spät. 2007 inter­na­tion­al reg­istri­erten Wort­marken “THINK” (Klassen 18, 25 und 35) und der CH-Wort­­marke “THINK OUTDOORS”. Think Schuh­w­erk GmbH hat­te Bata vor dem HGer AG u.a. auf Unter­las­sun­gin Anspruch genom­men, weil Bata Schuhe unter der Beze­ich­nung “THINK OUTDOORS” … weit­er­lesen

1C_369/2014: Das in der Gemeindeordnung der Stadt Zürich verankerte 5%-Quorum für Gemeinderatswahlen ist verfassungskonform

Im Urteil vom 28. Novem­ber 2014 befasste sich das BGer mit der Zuläs­sigkeit des in der Gemein­de­ord­nung der Stadt Zürich ver­ankerten 5%-Quorums für Gemein­der­atswahlen. Im Anschluss an die Wahl des Gemein­der­ats der Stadt Zürich für die Leg­is­laturpe­ri­ode 2014–2018 erhob B. Luthiger Stimm­recht­srekurs an den Bezirk­srat Zürich. Schliesslich gelangte er mit Stimm­rechts­beschw­erde an das BGer, welch­es seine Begehren abweist. … weit­er­lesen