4A_394/2021: Beweismass für die Voraussetzungen nach Art. 40 VVG (amtl. publ.)

…der Arbeit gegenüber dem Ver­sicher­er ver­schwiegen habe, damit dieser keine Anpas­sung der Taggelder vornehme und weit­er­hin das Taggeld auf­grund ein­er Arbeit­sun­fähigkeit von 100% aus­richte, wom­it auch die sub­jek­tiv­en Voraus­set­zun­gen der betrügerischen Anspruchs­be­grün­dung erfüllt seien (E. 5.3): “Ein­mal mehr trägt er bloss vor, der Arbeitsver­such sei gle­ich zu Beginn gescheit­ert und hätte daher die Leis­tungspflicht der Beschw­erdegeg­ner­in nicht bee­in­flusst, weshalb er…

4A_93/2014: Kein Anspruch auf Auskunftserteilung durch den Geschäftsführer gestützt auf Art. 812 OR (amtl. Publ.)

Der im Han­del­sreg­is­ter als Geschäfts­führer einge­tra­gene B. kündigte frist­los aus wichti­gen Grün­den. Seine Arbeit­ge­berin, die A. GmbH, bestritt das Vor­liegen wichtiger Gründe und forderte B. unter anderem auf, ihr alle Kun­den- und Ver­trieb­sin­for­ma­tio­nen, Buch­hal­tung­sun­ter­la­gen, Hard­wareteile, Com­put­er und alle son­sti­gen von ihr über­lasse­nen Gebrauchs­ge­gen­stände auszuhändi­gen. Die A. GmbH reichte Klage ein, worauf B. die Einrede der Unzuständigkeit erhob. Die Zuständigkeit des…

5A_126/2014: Antrag auf Sicherstellung der Parteientschädigung (Bestreitung neuen Vermögens, Art. 265a Abs. 4 SchKG) (amtl. Publ.)

…Anträge, u.a. den fol­gen­den:   “Die kla­gende Partei sei zu verpflicht­en, für die nach gerichtlichem Ermessen festzuset­zende Parteientschädi­gung samt Aus­la­gen der beklagten Partei gemäss dem Dekret über die Entschädi­gung der Anwälte Sicher­heit zu leis­ten.” Die erste Instanz bewil­ligte schliesslich Y. weit­er­hin die unent­geltliche Recht­spflege und Ver­beistän­dung und wies das Sich­er­stel­lungs­ge­such ab. Hierge­gen erhob die X. AG Beschw­erde ans Oberg­ericht und beantragte u.a., Y. “sei zu…

1C_282/2016; 1C_294/2016: Sanierungsbedarf belasteter Standorte bei schwebendem Grundwasserspiegel

…Kan­tons Zürich (AWEL) bejahte im Jahr 2013 die Sanierungs­bedürftigkeit des Stan­dorts, bez­if­ferte die Sanierungskosten auf CHF 600’127.30 und lastete die Kosten zu 55 % der A. AG (Recht­snach­fol­gerin ein­er chemis­chen Reini­gung und damit Ver­hal­tensstörerin), zu 20 % der B. AG (Grund­stück­seigen­tümerin und Bauher­rin und damit Zus­tands- und Ver­hal­tensstörerin) und zu 25 % der Gemeinde Wal­lisellen (Ver­ant­wortliche für lecke Kanal­i­sa­tion­sleitun­gen und

WEKO: Keine Sanktionsbefreiung für Glasfaser-Kooperationen in Genf und Freiburg

…anstelle der Prü­fung des Zusam­men­schlussvorhabens eine Vor­abklärung eröffnet und eine Prü­fung nach densel­ben Bes­tim­mungen in Aus­sicht gestellt, wie für die anderen Koop­er­a­tio­nen auch (vgl. die Medi­en­mit­teilung der WEKO vom 29. April 2011). Die vom Sekre­tari­at nun bean­stande­ten Klauseln sahen unter anderem für Vor­leis­tung­spro­duk­te eine für rund 40 Jahre fixe Verkauf­spreise und Min­destab­nah­memen­gen vor. In der Stadt Genf haben Swiss­com und

5A_429/2011: (Zulässige) Auswechslung der Gerichtspräsidentin; rechtliches Gehör und verfassungsmässiger Richter

…Akten und der Pro­tokolle über die Beweisver­hand­lung sowie der Aus­sagen von Zeu­gen und Parteien) über den Stand des Ver­fahrens informieren. Die voll­ständi­ge Aus­fer­ti­gung des Urteils etwa acht Monate nach dessen Beratung und Aus­fäl­lung wurde wiederum von der Präsi­dentin unterze­ich­net, weil deren Schwanger­schaft­surlaub in der Zwis­chen­zeit been­det und die Stel­lvertreterin nicht mehr im Amt gewe­sen war. Nach dem Bun­des­gericht durfte die Vorinstanz…

Elektronische Identifizierungsdienste: Botschaft und Entwurf

…an die IdP die Rechte und Pflicht­en der E‑ID-Inhab­er und der Betreiberin­nen von E‑ID-ver­wen­den­den Dien­sten E‑ID sollen es natür­lichen Per­so­n­en erlauben, sich bei pri­vat­en und öffentlichen Por­tal­en (den E‑ID-ver­wen­den­den Dien­sten) zu reg­istri­eren und anzumelden und damit auch den Kon­takt mit Behör­den erle­ichtern. — Das BGEID sieht vor, dass dem Staat nur die amtliche Über­prü­fung und Bestä­ti­gung der Iden­tität ein­er Per­son zufällt. Der…

4A_330/2014: “THINK” nicht absolut freihaltebedürftig; keine Verwechslungsgefahr zwischen “THINK” und “THINK WEINBRENNER” bzw. “THINK OUTDOORS

…durch andere Ver­ben erset­zen. Ob der Verkehr auf die Ver­wen­dung dieses Zeichens angewiesen ist und damit ein absolutes Frei­hal­tebedürf­nis beste­ht, ist ausser­dem nicht all­ge­mein, son­dern im Hin­blick auf die beansprucht­en Waren und Dien­stleis­tun­gen zu prüfen  […]. Inwiefern “THINK” zur Beze­ich­nung von Led­er- und Schuh­waren oder Bek­lei­dungsstück­en für den Wirtschaftsverkehr unent­behrlich sein soll, leuchtet nicht ein und wird von der Beschwerdeführerin…

5A_160/2011: Elterliche Sorge; Besuchsrecht und Kindeswillen

und nicht nur aus ein­er momen­ta­nen Laune her­aus gefasster Entschluss als Aus­fluss ihrer Per­sön­lichkeit respek­tiert und in der Entschei­dfind­ung berück­sichtigt werde. Ihr Wille gelte als Akt beschränk­ter Eigen­ver­ant­wor­tung, der zwar nicht allein mass­ge­blich und kri­tisch zu hin­ter­fra­gen sei, aber auch nicht ganz unbe­deu­tend sein könne. Je älter und reifer die Kinder wür­den, je sta­bil­er ihre Hal­tung sei und je nachdrücklicher…

5A_272/2011: Ehescheidung; Teilvereinbarung betreffend Güterrecht und ungenügende Sachverhaltsfeststellung

…auch Schulden gegenüber Drit­ten berück­sichtigt wer­den, sofern der entsprechende Kred­it für den gemein­samen Leben­sun­ter­halt aufgenom­men und einge­set­zt wurde und nicht nur einen der Ehe­gat­ten per­sön­lich bet­rifft (Urteil 5A_131/2007 vom 8. Juni 2007 E. 2.2 mit Hin­weisen). Vor­liegend kann die Beschw­erdegeg­ner­in ihren laufend­en Bedarf mit ihren eige­nen Mit­teln deck­en. Der Unter­halts­beitrag von Fr. 1’400.–, den der Beschw­erde­führer während zehn Jahren und