Bundespersonalverordnung: Änderung vom 20. Juni 2014 publiziert

Das Eid­genös­sis­che Per­son­alamt (EPA) hat die Änderung der Bun­des­per­son­alverord­nung (BPV) vom 20. Juni 2014 in der Amtlichen Samm­lung pub­liziert (AS 2014 2171). Die Änderun­gen betr­e­f­fen Fol­gen­des: Anwen­dungs­bere­ich der Ver­trauen­sar­beit­szeit (Art. 64a); Berech­nung der Anzahl Anstel­lungs­jahre ohne die Lehrzeit und die damit ver­bun­de­nen Prak­ti­ka (Art. 73); Beteili­gung des Arbeit­ge­bers an der Finanzierung der Über­brück­ungsrente (Art. 88f); Leis­tun­gen bei Umstruk­turierun­gen und Reor­gan­i­sa­tio­nen von Ver­wal­tung­sein­heit­en (Art.…

5A_645/2010: Legitimation zur Vormundschaftsbeschwerde (amtl. Publ.)

…Kon­to- und Depot­führung ohne beson­ders engen Kon­takt allerd­ings nicht angenom­men wer­den dür­fen. Hinge­gen kom­men Fälle inten­siver­er Begleitung vor, bei denen die Qual­i­fika­tion der Bank bzw. des zuständi­gen Bankangestell­ten als nah­este­hende Per­son nicht von vorn­here­in aus­geschlossen erscheint. Dies kann etwa der Fall sein bei ein­er langjähri­gen und umfassenden Finanz­pla­nung für die betrof­fene Per­son und ihre Ange­höri­gen (z.B. Nach­fol­geregelung). […] Zu beachten…

2C_391/2008 (amtl. Publ.): Anspruch auf öffentliche Verhandlung

…des Beschw­erde­führers — keine (mündliche) öffentliche Ver­hand­lung durch und begrün­dete dies mit der ver­späteten Gel­tend­machung des Antrags gemäss kan­tonalem Ver­fahrensrecht. Die Parteien kön­nen grund­sät­zlich stillschweigend auf den Anspruch auf eine mündliche öffentliche Ver­hand­lung verzicht­en. Deshalb haben sie — sofern das anwend­bare Prozess­recht eine öffentliche Ver­hand­lung nicht ohnehin zwin­gend vorschreibt — einen entsprechen­den Ver­fahrensantrag zu stellen; andern­falls wird angenom­men, die Parteien…

4A_216/2013: Bonus als variabler Lohnbestandteil

…E. 5.3). Weit­er brachte die Arbeit­ge­berin vor, da dem Ver­wal­tungsrat im Hon­o­rar­regle­ment die Befug­nis eingeräumt wor­den war, das Regle­ment jährlich anzu­passen, habe sie die fragliche Bonus­regelung ohne Zus­tim­mung der Arbeit­nehmer ein­führen kön­nen. Gemäss Bun­des­gericht hat­te die Vorin­stanz indessen zu Recht fest­gestellt, dass das neue Hon­o­rar­regle­ment eine grundle­gende Abkehr vom bish­eri­gen Entlöh­nungs- und Bonussys­tem bedeutet hat­te, die vom Anpas­sungsvor­be­halt im Honorarreglement…

Aus der NZZ: “Vom Menschenrecht auf einen «Automower»”

…Rech­nung ohne das kan­tonale Steuer­amt gemacht, das nur einen Abzug von 600 Franken für einen Stan­dard-Rasen­mäher erlaubte. Nach dem Steuer­amt und dem Steuer­rekurs­gericht hat­te sich schliesslich das Ver­wal­tungs­gericht mit der Sache zu befassen. Es hat aber auch nicht zu ein­er anderen Beurteilung gefun­den: Der Betrag über den Kosten für einen gewöhn­lichen Rasen­mäher sei eine wertver­mehrende Investi­tion und deshalb nicht von…

2C_647/2015: Parkservice auf Kurzzeitparkplätzen des Flughafens Genf unzulässig (amtl. Publ.; frz.)

…sei. Dies sei vor­liegend der Fall, denn X. könne den Park­ser­vice — ohne die Park­plätze des Flughafens benützen zu müssen — ausser­halb des Flughafen­gelän­des anbi­eten, indem er seine Kund­schaft beispiel­sweise mit einem Shut­tle­bus zum Ter­mi­nal befördere. Auf diese Weise kön­nten die Kurzzeit­park­plätze ihren ursprünglich vorge­se­henen Zweck erfüllen (Zurver­fü­gung­stel­lung kurzzeit­iger Parkierungs­fläche für Per­so­n­en, welche Flug­pas­sagiere zum Ter­mi­nal brin­gen oder vom Flughafen…

WEKO: Keine Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung i.S.v. Art. 5 BGBM bei Fehlen staatlicher Wettbewerbsvorteile

…Abs. 2 BGBM zur öffentlichen Auss­chrei­bung verpflichtet, wenn er mit seinen Leis­tun­gen nicht im Wet­tbe­werb ste­ht. Im konkreten Fall hat­te die WEKO eine im Feb­ru­ar 2014 ein­gere­ichte Anzeige zu beurteilen, wonach die Ver­wal­tungsrechen­zen­trum AG St. Gallen (VRSG) einen Auf­trag vergeben hat­te, ohne diesen öffentlich auszuschreiben. Die Tätigkeit der voll­ständig im staatlichen Eigen­tum (die Aktionäre sind Kan­tone, Städte und Gemein­den) befind­lichen VRSG

6B_171/2011: Überspitzt formalistisches Urteil

…Staat­san­waltschaft erfol­gre­ich. Die Vorin­stanz hat­te zur Begrün­dung aus­ge­führt, dass die erstin­stan­zlichen Freis­prüche auf zwei selb­st­ständi­gen Begrün­dun­gen beruht­en: Erstens sei die Anklageschrift ungenü­gend, weshalb eine Verurteilung gegen den Anklage­grund­satz ver­stiesse, und zweit­ens seien die eingeklagten Straftatbestände ohnehin nicht erfüllt. Diese Begrün­dung ist laut Bun­des­gericht zu for­mal­is­tisch: 3.3 Aus den Erwä­gun­gen in diesem Urteil geht nicht klar her­vor, ob die erste Instanz…

1B_77/2011: Ermächtigung zur Strafverfolgung von niederen Beamten (amtl. Publ.)

…bei solchen der Gemeinde vor. Dies ist bun­desrechtlich nicht zu bean­standen. Dass es den Kan­to­nen ges­tat­tet sein muss, auf eine Dif­feren­zierung zwis­chen Beamten des Kan­tons und der Gemeinde zu verzicht­en, zeigt ger­ade der vor­liegende Fall. § 27 POG/ZH sieht gemein­same Ein­sätze der Kan­tons- und der Stadt­polizei vor. Bei ein­er Fes­t­nahme kann es somit ohne Weit­eres vorkom­men, dass Beamte der Kantons-…

5A_768/2021: Anwendbares Recht bei Ergänzung eines ausländischen Scheidungsurteils im Unterhaltspunkt

…ange­wandte Schei­dungsstatut, son­dern das nach Art. 61 IPRG zu bes­tim­mende anwend­bare Schei­dungsrecht ver­weise. Dies hat­te das Bun­des­gericht in den Urteilen 5A_874/2012 vom 19.3.2013 E. 3.1 und 5A_314/2016 vom 2.2.2017 E. 2.1 so fest­ge­hal­ten. In BGE 144 III 368 E. 3.2 sprach es dann zwar davon, dass das auf die Eheschei­dung ange­wandte Recht mass­gebend sei, allerd­ings ohne sich mit den zwei vorz­i­tierten Präjudizien…