5A_907/2021: Verarrestierbarkeit von Austrittsleistungen und Altersleistungen aus einem Freizügigkeitskonto (FR; amtl. Publ.)

…das Vor­sorgeguthaben als Alter­sleis­tung beanspruchen könne, da der Vor­sorge­fall bere­its einge­treten sei. Der Schuld­ner wäre auf­grund von Art. 16 Abs. 1 FZV berechtigt, eine Auszahlung zu beanspruchen; die Fäl­ligkeit hänge jedoch nicht vom konkreten Antrag des Schuld­ners ab. Vor­liegend han­dle es sich bei dem Vor­sorgeguthaben um eine Alter­sleis­tung und nicht um eine Auszahlung ein­er Aus­trittsleis­tung nach Art. 5 FZG  und

2C_1060/2017: öffentliches Beschaffungsrecht, subjektiver Geltungsbereich (amtl. Publikation)

…von Sozial­woh­nun­gen und Woh­nun­gen für ältere Men­schen und/oder Behin­derte (bei­de mit einem gewis­sen Grad der Selb­stver­sorgung), zu mod­er­at­en Miet­zin­sen, allerd­ings im Wesentlichen selb­st­fi­nanziert. Auf Auf­forderung der Stiftung hin unter­bre­it­eten drei Unternehmen (A. SA, B. SA und C. SA) je ein Ange­bot als Gen­er­alun­ternehmer für den Bau eines Mehrfam­i­lien­haus­es. In den Auss­chrei­bung­sun­ter­la­gen wurde darauf hingewiesen, dass es darum gehe, Struk­turen von…

5A_361/2022: Güterrechtliche Bewertung von personenbezogenen Unternehmen

…von Fr. 0.– und einem Ertragswert von Fr. 3’066’877.40 aus. In Abwe­ichung der Prak­tik­er­meth­ode berück­sichtigten die Vorin­stanzen den Sub­stanzw­ert zu 90 % und den Ertragswert zu 10 % und bew­erteten das Unternehmen mit Fr. 306’700.–. Dies sollte dem Umstand Rech­nung tra­gen, dass das Einzelun­ternehmen stark von der Per­sön­lichkeit der Ehe­frau geprägt sei und sich ein Kun­den­stamm nicht ohne Weit­eres übertragen…

2C_43/2020: Markt für französischsprachige Bücher; vertikale Vereinbarung betreffend Verbreitung und Vertrieb; Sanktion (amtl. Publ.)

…als unzuläs­sige Abre­den i.S.v. Art. 5 Abs. 4 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 KG, unter­sagte ihr Par­al­le­limporte franzö­sis­chsprachiger Büch­er durch jeden in der Schweiz täti­gen Einzel­händler durch Ver­triebs- und/oder Verteilungsverträge zu behin­dern und sprach eine Sank­tion aus. Das Bun­desver­wal­tungs­gericht hal­bierte die aus­ge­sproch­ene Sank­tion und bestätigte im Übri­gen die Ver­fü­gung der Weko. Die Hal­bierung der Sank­tion erfol­gte vor dem Hin­ter­grund, dass…

5A_825/2021: keine definitive Rechtsöffnung trotz gesetzlicher Grundlage bei Fehlen eines definitiven Rechtsöffnungstitels (amtl. Publ., FR)

…gemäss welchen entsch­ieden wurde, dass das Vor­liegen ein­er geset­zlichen Grund­lage (bzw. auf Verord­nungsstufe) den defin­i­tiv­en Recht­söff­nungsti­tel nicht nur für die Neben­forderung (Verzugszin­sen) erset­zt, son­dern auch für Haupt­forderun­gen des Staates wie die Mahn- und Inkas­sokosten. Dabei berufen sich die betrof­fe­nen Gerichte vor allem auf den Grund­satz der Ver­fahren­sökonomie und des öffentlichen Inter­ess­es. Das Bun­des­gericht merk­te jedoch an, das diese Frage nicht…

4A_312/2024: Quotenvorrecht und Genugtuungsansprüche (amtl. Publ.)

…Beweglichkeit der Langfin­ger, deut­lich eingeschränk­ter Funk­tion des Dau­mens und leichter Ver­min­derung der Handge­lenks­be­weglichkeit sowie eine post­trau­ma­tis­che Belas­tungsstörung und eine Symp­tomausweitung diag­nos­tiziert. Der Verun­fallte machte gegenüber sein­er Arbeit­ge­berin, der B AG (Arbeit­ge­berin; Beschw­erdegeg­ner­in), einen Anspruch auf Genug­tu­ung wegen Ver­let­zung der Für­sorgepflicht­en (Art. 328 Abs. 2 OR) und zufolge Haf­tung für Werk­män­gel (Art. 58 OR) gel­tend. Nach erfol­gslos­er Durch­führung des Schlich­tungsver­fahrens erhob…

5A_477/2010: Beibehaltung des früheren Namens nach Erwachsenenadoption (Praxisänderung; amtl. Publ.)

…hin­re­ichen­des öffentlich­es Inter­esse ersichtlich, dass die Beschw­erde­führerin den Namen der Adop­tiv­mut­ter erhält; sie weist zu Recht auf die lange Zeitspanne der bish­eri­gen Namensführung hin. Allein der Wun­sch, den bish­eri­gen Fam­i­liennamen nach der Adop­tion weit­er­führen zu wollen, bringt die enge Verbindung zwis­chen dem Namen und der Per­sön­lichkeit der Beschw­erde­führerin zum Aus­druck. Dies genügt als wichtiger Grund im Sinne von Art. 30…

6B_497/2010: Täuschung der Behörde; bedarfsgerechte Wohnung

Das Bun­des­gericht hat die Beschw­erde eines Aus­län­ders, der wegen Täuschung der Behörde nach Art. 118 Abs. 1 AuG verurteilt wor­den war, gut­ge­heis­sen und ihn mit Urteil vom 25. Okto­ber 2010 (6B_497/2010) freige­sprochen. Der Beschw­erde­führer hat­te ein Gesuch um Fam­i­liennachzug für seine Ehe­frau gestellt und einen Mietver­trag für eine 3‑Z­im­mer-Woh­nung beige­fügt. Nach­dem der Antrag bewil­ligt wor­den war, kündigte er die Wohnung.…

BVGer B‑1471/2016: Zusammenschlussvorhaben Tamedia/Adextra — Meldepflicht gemäss Art. 9 Abs. 4 KG

…Koste­nau­flage sei ein solch­er Aus­nah­me­fall (E. 1.1.1.34, E. 1.1.1.41 und E. 1.1.1.44). Die Bejahung der Ver­fü­gungsqual­ität von Rech­nungsstel­lun­gen sowie von Gebührene­in­forderun­gen und Begleitschreiben in Verbindung mit Rech­nun­gen als tauglich­es Anfech­tung­sob­jekt gemäss Art. 5 VwVG ergebe sich ins­beson­dere auch aus der ver­fas­sungs- und kon­ven­tion­srechtlichen Rechtsweg­garantie gemäss Art. 29a BV und Art. 6 EMRK (E. 1.1.1.33 und E. 1.1.1.41). Sodann erwog das…

9C_70/2022, 9C_76/2022: Unselbständige Erwerbstätigkeit von Uber-Fahrern (amtl. Publ.)

…ihr als Mit­tel zur Kon­trolle und Herrschaft über die Fahrer diene. Mithin könne die Uber B.V. gestützt auf Bew­er­tun­gen den Zugriff des Fahrers in der App deak­tivieren und ihm so den Zugang zu den Uber-Ser­vices ver­weigern (E. 7.2.1). Die Entschei­dungs­frei­heit der Fahrer (mithin Wahl des Autos [inkl. dessen Reini­gung, Ein­rich­tung und Unter­halt], Frei­heit der An- und wieder Abmel­dung von der…