4A_404/2007: Documed c. ywesee weg. Arzneimittelkompendium (URG, UWG) (amtl. Publ.)

Doc­umed ist die Her­aus­ge­berin des “Arzneimit­tel-Kom­pendi­um der Schweiz”. Sie klagte gegen die ywe­see GmbH, die unter der Domain “oddb.org” eine Dat­enbank mit Arzneimit­telin­for­ma­tio­nen betreibt, auf Unter­las­sung und Schaden­er­satz. Die ywe­see habe sys­tem­a­tisch die von ihr betriebene Dat­enbank aufgerufen und diesel­ben Patien­ten- und Fach­in­for­ma­tio­nen wie die Doc­umed für ihre Dat­enbank ver­wen­det und dadurch deren Urhe­ber­rechte sowie lauterkeit­srechtlichen Schutzansprüche ver­let­zt. Das BGer…

4A_317/2007: LIBOR nicht notorisch (amtl. Publ.)

Strit­tig war die Haf­tung ein­er franzö­sis­chen Gemeinde gegenüber ein­er Bank auf­grund ein­er Bankgarantie. Die Garantie war zugun­sten ein­er Gesellschaft in Grün­dung und mit dem Zweck, in der betr­e­f­fend­en Gemeinde in Frankre­ich ein Hotel zu bauen, gewährt wor­den. Nach­dem die Gesellschaft den Kred­it nicht zurück­zahlte, rief die Bank die Garantie ab.  Die Vorin­stanz hat­te auf die Frage der Haf­tung der Gemeinde…

4G_4/2016: Herausgabe / Rechenschaftspflicht, Erläuterung (amtl. Publ.)

Die Y. Ltd. und die Bank X. AG tru­gen einen Rechtsstre­it über die Her­aus­gabe- und Rechen­schaft­spflicht der Bank aus. Das Appel­la­tion­s­gericht hiess die Klage teil­weise gut. Eine von der Bank gegen dieses Urteil ein­gere­ichte Beschw­erde wies das Bun­des­gericht ab (BGE 139 III 49; eine Zusam­men­fas­sung dieses Entschei­ds find­et sich hier). Nach­dem die Voll­streck­ung des Urteils des Appel­la­tion­s­gerichts teil­weise gescheit­er war, beantragte die Y.…

4A_116/2018: Ungültiges Konkurrenzverbot zufolge persönlicher Komponente in der Kundenbeziehung

Das Arbeitsver­hält­nis zwis­chen ein­er Bank (Beschw­erde­führerin) und einem ihrer Ver­mö­gensver­wal­ter (Beschw­erdegeg­n­er) endete am 31. Dezem­ber 2012. Der Beschw­erdegeg­n­er wech­selte zu ein­er anderen Bank und nahm dabei Kun­den mit. Die Beschw­erde­führerin ver­langte klageweise Schaden­er­satz wegen Mis­sach­tung des nachver­traglichen Konkur­ren­zver­bots. Das Tri­bunal des prud’hommes du can­ton de Genève wies die Klage ab. Die zweite Instanz (Cour de jus­tice du can­ton de Genève)…

4A_3/2010: Verletzung der anwaltlichen Sorgfaltspflicht durch verspätetes und unvollständiges Handeln

…Kon­tosper­rung durch die Bank zu ver­fol­gen; eine Sper­rung durch eine gerichtliche Anord­nung wäre für den Klien­ten namentlich aus Diskre­tion­s­grün­den weniger vorteil­haft gewe­sen. Die Bank hat­te daraufhin auch zuge­sagt, das fragliche Kon­to zu sper­ren, aber nur bis zu einem gewis­sen Datum. Darauf reichte der Anwalt bei der Bank weit­ere Unter­la­gen ein, doch ohne Antwort. Der Anwalt hätte unter diesen Umstän­den nicht darauf…

5A_103/2022: Arrestort, Zuständigkeit für die Vollstreckbarerklärung eines LugÜ Entscheids und Betreibungsort bei einer ungeteilten Erbschaft (amtl. Publ.)

…und Bank D, bei­de in Zürich, sowie bei der Bank E S.A. in W. Gle­ichzeit­ig mit dem Arrest­ge­such stellte der Gläu­biger das Gesuch um (teil­weise, d.h. im voll­streck­baren Umfang mögliche) Voll­streck­bar­erk­lärung eines “Lugano”-Urteils (Urteil des Beru­fungs­gerichts X), mit welchem in ein­er Stre­it­sache gegen B im Jahr 2021 (vor seinem Tod) entsch­ieden und veröf­fentlicht wurde. Mit Urteil vom 6. Dezem­ber 2021 wies…

5_A.86/2007: Parteientschädigung für das Konkursverfahren (amtl. Publ.)

Eine Bank hat­te eine AG auf Konkurs betrieben. Im laufend­en Ver­fahren tilgte die Schuld­ner­in die Forderung der Bank, worauf der Konkursrichter (ZH) das Konkurs­begehren abwies, ohne die Bank vorher anzuhören. Das OGer ZH erkan­nte darin eine Ver­let­zung des Anspruchs auf rechtlich­es Gehör. Das BGer stellte in der Sache fest, dass die Forderung der Gläu­bigerin sämtliche Kosten des Betrei­bungsver­fahrens umfasst, und zwar…

4A_328/2015: Streitigkeiten über Datenlieferungen an das DOJ sind nicht vermögensrechtlicher Natur

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Ver­fahren zu entschei­den, ob der Anspruch, die Daten­liefer­ung durch eine Bank an das US-amerikanis­che Depart­ment of Jus­tice (DOJ) sei zu unter­lassen, ver­mö­gen­srechtlich­er Natur ist. Der Kläger, ein ehe­ma­liger Mitar­beit­er der Bank, hat­te den Stre­itwert des Anspruchs auf rund CHF 10’000 bez­if­fert, entsprechend einem Monat­slohn. Die Bank hat­te sich damit ein­ver­standen erk­lärt. Gle­ich­wohl hat­ten die Vorin­stanzen die…

6B_236/2009: Gewerbsmässiger Betrug (Bereicherung, Stoffgleichheit); arglistige Vermögensschädigung; Verjährung

Das Bun­des­gericht hat mit Urteil vom 18. Jan­u­ar 2010 (6B_236/2009) eine Beschw­erde teil­weise gut­ge­heis­sen, die sich u.a. gegen die Verurteilung wegen gewerb­smäs­si­gen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB) richtete. Die Beschw­erde­führerin hat­te ver­schiedene Anfangsin­vesti­tio­nen in die B.-AG sowie eine weit­ere Transak­tion vom Kon­to des Geschädigten A. bei der C.-Bank bzw. vom Kon­to sein­er Gesellschaft D.-Ltd. vorgenom­men: 1.2.1 […]…

2C_961/2010: Darlehen zwischen Schwestergesellschaft i.c. keine geldwerte Leistung; Dreieckstheorie, Simulation; Beschwerdegutheissung (amtl. Publ.)

…Beschw­erde­führer gezwun­gen, den Betrag von CHF 475’000 (Zins 6,25%) bei ein­er Bank aufzunehmen, was in der Höhe von CHF 150’000 sol­i­darisch ver­bürgt wurde; zudem schloss er einen all­ge­meinen Pfand­ver­trag mit der Bank ab und ging er eine Todes­fal­lver­sicherung zur weit­eren Absicherung des Kred­ites ein; schliesslich wurde sog­ar die Pri­vatliegen­schaft der Beschw­erde­führer teil­weise verpfän­det. Daraus lässt sich indessen nichts Schlüs­siges zugunsten…