1B_157/2013: Parteistellung einer Vorsorgestiftung im Strafverfahren (amtl. Publ.)

Die Stiftung Sicher­heits­fonds BVG beschw­erte sich vor dem Bun­des­gericht erfol­gre­ich gegen ihren Auss­chluss aus einem Strafver­fahren und erre­ichte ihre Zulas­sung als Pri­vatk­lägerin im kan­tonalen Ver­fahren (1B_157/2013). Die Vorin­stanz hat­te angenom­men, dass lediglich solche Zivi­lansprüche adhä­sions­fähig seien, die auf dem Zivil­weg vor einem Zivil­gericht eingeklagt wer­den kön­nen. Zu Unrecht, wie das Bun­des­gericht aus­führt. Denn gemäss Art. … weit­er­lesen

4A_239/2013: Bundesrecht erfordert keine einheitliche sachliche Zuständigkeit bei der einfachen Streitgenossenschaft

Die Beschw­erde­führerin, eine Aktienge­sellschaft, reichte beim Bezirks­gericht Aarau eine Klage gegen 10 Parteien als ein­fache Stre­itgenossen ein. Von den beklagten Parteien waren 7 im Han­del­sreg­is­ter einge­tra­gen. Betr­e­f­fend diese Parteien trat das Bezirks­gericht nicht auf die Klage ein und stellte sich auf den Stand­punkt, das Han­dels­gericht des Kan­tons Aar­gau sei zwin­gend zuständig. Das Oberg­ericht Aar­gau schützte … weit­er­lesen

Inkrafttreten des revidierten GwG

Die Teil­re­vi­sion des Geld­wäschereige­set­zes (GwG) tritt am 1. Novem­ber 2013 in Kraft, wie der Bun­desrat heute beschlossen hat. Die Meldestelle für Geld­wäscherei (MROS) kann kün­ftig mit ihren Part­ner­stellen im Aus­land Finanz­in­for­ma­tio­nen aus­tauschen und bei Finanz­in­ter­mediären Infor­ma­tio­nen beschaf­fen. Die Meldestelle kann zudem kün­ftig selb­ständig Verträge über die tech­nis­che Zusam­me­nar­beit mit aus­ländis­chen Geld­wäscherei-Meldestellen abschliessen. Gle­ichzeit­ig mit dem … weit­er­lesen

Botschaft zur Revision des Steueramtshilfegesetzes (Gruppenersuchen; nachträgliche Information)

Der Bun­desrat hat heute Mittwoch von den Ergeb­nis­sen des Vernehm­las­sungsver­fahrens zur Teil­re­vi­sion des Steuer­amt­shil­fege­set­zes Ken­nt­nis genom­men und die entsprechende Botschaft ver­ab­schiedet (vgl. dazu die Medi­en­mit­teilung, den Revi­sion­sen­twurf, den Vor­ab­druck der im BBl noch nicht veröf­fentlicht­en Botschaft und den Bericht des EFD über die Vernehm­las­sungsergeb­nisse). Im Wesentlichen geht es bei der Teil­re­vi­sion um drei Punk­te: Dem … weit­er­lesen

4A_330/2013: Materiellrechtliche Überprüfung eines internationalen Schiedsentscheids ist auf die Frage beschränkt, ob der Schiedsspruch mit dem Ordre public vereinbar ist

Mit Entscheid 4A_330/2013 vom 17. Sep­tem­ber 2013 hat­te das Bun­des­gericht Gele­gen­heit, seine Recht­sprechung zur Ver­let­zung des rechtlichen Gehörs zusam­men­z­u­fassen. Nach Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG muss das Schieds­gericht den Anspruch der Parteien auf rechtlich­es Gehör wahren. Dieser entspricht im Wesentlichen dem in Art. 29 Abs. 2 gewährleis­teten Ver­fas­sungsrecht. Die Recht­sprechung leit­et daraus ins­beson­dere das Recht … weit­er­lesen

4A_94/2013: übereinstimmende Begriffe des Werkmangels und des absichtlichen bzw. arglistigen Verschweigens nach SIA 118 und nach OR

Das BGer hält im vor­liegen­den Entscheid zunächst, mit Bezug auf die Lehre, fest, dass der Begriff des Werk­man­gels i.S.v. Art. 166 der SIA-Norm 118 dem Werk­man­gel­be­griff von OR 368 entspricht: L’art. 166 SIA-118 donne du défaut une déf­i­ni­tion qui coïn­cide sur le principe avec celle dévelop­pée par la jurispru­dence en rela­tion avec l’art. 368 CO[…]. … weit­er­lesen

4A_314/2013: Zwingender Gehörsanspruch, wenn die unentgeltliche Rechtspflege die Leistung der Sicherheit für die Parteientschädigung umfassen soll (amtl. Publ.)

In einem Aberken­nung­sprozess gewährte die Einzel­rich­terin des Kan­ton­s­gerichts dem Beschw­erde­führer die unent­geltliche Recht­spflege und Ver­beistän­dung. Der Beschw­erdegeg­n­er wurde dazu nicht ange­hört, obwohl er vor dem Entscheid ein Gesuch um Sich­er­stel­lung ein­er allfäl­li­gen Parteientschädi­gung gestellt hat­te. Der Beschw­erdegeg­n­er erhob deshalb gegen den Entscheid Beschw­erde, worauf der Beschw­erde­führer für das Beschw­erde­v­er­fahren das Oberg­ericht Appen­zell Ausser­rho­den um unent­geltliche … weit­er­lesen

4A_103/2013: Keine (direkte oder indirekte) Anwendbarkeit des ArG auf im Ausland beschäftigte Arbeitnehmer (amtl. Publ.)

Die Arbeit­ge­berin und Beschw­erde­führerin mit Sitz in der Schweiz ist darauf spezial­isiert, in Krisen­ge­bi­eten die Verpfle­gung von mil­itärischen und anderen Organ­i­sa­tio­nen sicherzustellen. Sie betreibt unter anderem an der Periph­erie von Kab­ul in Afghanistan eine Bäck­erei und beliefert vor Ort Trup­pen mit Brot- und Kon­di­tor­ei­waren. Der Arbeit­nehmer und Beschw­erdegeg­n­er mit Wohn­sitz in Deutsch­land war in Kab­ul … weit­er­lesen

WEKO empfiehlt Freizügigkeit für Notare und öffentliche Beurkundungen

Unter dem beste­hen­den kan­tonalen Recht sind Schweiz­er Notare in der Ausübung ihrer Tätigkeit auf das jew­eilige Kan­ton­s­ge­bi­et beschränkt. Sie haben keine Möglichkeit, ihre Fähigkeit­sausweise in anderen Kan­to­nen anerken­nen zu lassen und ihre Tätigkeit in anderen Kan­to­nen auszuüben. Dies führt zu ein­er Inlän­derdiskri­m­inierung gegenüber Notaren aus der EU, welche gestützt auf das Freizügigkeitsabkom­men Schweiz-EU und das … weit­er­lesen

Kartellgesetzrevision: WAK‑N lehnt die Einführung von Teilkartellverboten ab

Die Kom­mis­sion Wirtschaft und Abgaben des Nation­al­rates (WAK‑N) hat in ihrer Tagung vom 7. und 8. Okto­ber 2013 in Zer­matt die Detail­ber­atung zur laufend­en Revi­sion des Kartellge­set­zes aufgenom­men. Dabei hat sie sich mit der vom Bun­desrat vorgeschla­ge­nen Ein­führung von Teilka­rtel­lver­boten im Bere­ich der heuti­gen Ver­mu­tungstatbestände von Art. 5 Abs. 3 und 4 KG befasst. Der … weit­er­lesen